Archiv: April 2010

6. Böblinger Partynacht - 10 DJs und 2 Live-Bands in 10 Locations

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Am 8. Mai ab 21.30 Uhr geht es los. Zum 6. Mal ist das PIG Ausrichter der Böblinger Partynacht. Ursprünglich als DJ-Nacht angedacht hatten wir die letzten Male zwei Mal Ezzo als Live-Band am Start und beide Male war das See-Studio randvoll. Dieses Mal haben wir nicht nur 10 fette DJs sondern zwei Live-Bands am Start, die wirklich der Hammer sind. Natürlich wird es auch wieder die obligatorische, dekadente Shuttle-Limousine geben, die euch von Spot zu Spot fährt. Das Programm, Videos und Sound zu den DJs und Live-Bands gibt es hier.

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Zwei Live-Acts werden dieses Mal in unserem Programm (siehe unten) neben den DJs für die Live-Tupferl sorgen.

Zum einen heißen wir einen ehemaligen Böblinger zu Hause willkommen. Ralf Dietel, der vor einigen Jahren nach L.A. ging, um dort die Rockszene aufzumischen, ist zu Gast in Böblingen. Gastspiele znd Anfragen bei Nine Inch Nail und Korn sprechen für sich. Er wird in der neuen Location Bboca am Unteren See einen Unplugged-Gig spielen. In welcher Besetzung wird sich noch rausstellen. Wir freuen uns richtig drauf. Hier ein kleiner Eindruck von seinem Schaffen mit seiner Band KrashKarma:

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Im Café Schilling wird Trevor Jackson, der schon ein, zwei Mal im Schilling zu Gast war, mit seiner Band spielen. Mit einer Mischung aus Soul, Rock  und R&B wird er das Schilling zum kochen bringen. Hier ein kleiner Eindruck:

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Wer spielt wo? Eine Kurzübersicht!

1. CAFÉ SCHILLING Trevor Jackson LIVE - Soul

siehe oben

2. KULISSE DJ Smash Mixed-Party-Music

DJ Smash versteht es einfach die Party zu rocken. Mixed Music bedeutet bei ihm querbeet die Hits für eine ordentliche Party zu missbrauchen.

3. PILLE DJ Vega Classics 80er/90er

DJ Vega in der Pile, das ist schon Standard und jedes Mal brechend voll.

4. LAGO Terry Lee Wood House Classics

Terry Lee Wood wird im Lago stylische House Classics mit neueren House-Tunes mixen und so die Party rocken.

5. CALIGO CAFÉ (anstatt Bboca) DJ Spinavy Funky Grooves & Ralf Dietel LIVE & UNPLUGGED - Rock

DJ Spinavy wird mit Funky Grooves einheizen & Ralf Dietel aus L.A. (kein Spaß) wird live spielen. siehe oben

6. FRECHDAX Royal Two Ibiza House

Die Jungs von Royal Two haben schon in halb Europa gespielt und wissen wie die Party zu rocken ist. Hier könnt ihre euch von den beiden ein  Mixtape downloaden: Royal Two - Pig Mix Session Vol.2.

7. SEEGÄRTLE DJ B.Usta Mixed Music

DJ B.Usta wird zum ersten Mal bei der Partynacht auflegen und im Seegärtle gemischt-tanzbare Beats liefern.

8. O‘DONOVANS IRISH PUB DJ Technick Hip Hop & Funky Grooves

DJ Technick, letztes Mal durfte ich mit ihm im Irish auflegen (hat übel gerockt), wir dieses Mal solo spielen. Hat den Laden jedes Mal im Griff.

9. SAMY‘S PUB Johnny Flummox & Selectah Inspectah Hip Hop Classics & Reggae

Flummox im Samy‘s ist fast schon eine Institution. Dieses Mal mit Inspectah Selectah zusammen. Hier könnt ihre euch von den beiden Mixtapes downloaden: Johnny Flummox-Link & Selectah Inspectah-Link

10. LÉGÈRE Frank Morris Disco, Soul, Funk

Frank Morris ist en alter Bekannter vom PIG und neu im DJ-Portfolio der Partynacht. Er ist spezialisiert auf sehr coolen und tanzbaren Disco, Soul und Funksound

Das PIG im Mai - Out Now!

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Das PIG wird 5 und wir gehen ins sechste Jahr. Die Mai-Ausgabe geht heute in die Verteilung und für euch gibt es wieder Stoff.

#5 Weit Weg: Gschichtn Teil II

Hallo Heimat. Die zweite Woche am anderen Ende der Welt ist vorbei. Ich konnte wieder einige witzige Sachen beobachten und erleben, für das PIG einen ultimativen Argentinien-Fast-Food-Check machen und mich erneut davon überzeugen, dass hier insgesamt alles ein bisschen lockerer, ruhiger, ja „gechillter“ zugeht. Ein paar “Gschichtn” gibt es nach dem Klick. Ich wünsche ein schönes Wochenende und einen schönen ersten Mai. Macht nicht soviel Radau …

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Ein Tête-à-Tête der deutschen Polizei mit dem Method Man Tourbus

Irgendwie muss nach dem Method Man-Konzert in München am 3. April den Jungs um den Wu-Tang-Kollegen Zeugs geklaut worden sein. Am nächsten Tag sind sie dann, so wie ich das verstanden habe, kurz bevor es weiter ging in die Schweiz zur Polizei gegangen und haben Anzeige erstattet. Als sie dann ein paar Minuten später wieder wegfuhren passierte das:

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Ich würde sagen etwas unglücklich agiert. Vielleicht könnte man sagen: “Sie waren stets bemüht, aber im Thema verfehlt.”

Ausstellung - “Neuschnee”

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Ausstellung, die Zweite. Kurz nach der Graffiti-Ausstellung, ein weiterer Hinweis auf einen, wie ich finde, stylischen Maler. Der Brite Mark Thompson lebt und arbeitet seit Anfang 2009 in Böblingen. Seinen Abschluss machte er 1997 an der Slade School of Fine Arts in London und wurde seitdem sowohl in Europa als auch in Amerika in zahlreichen Ausstellungen gezeigt.

In der aktuellen Ausstellung in der Böblinger galerie contact zeigt er vom 2. Mai bis 6. Juni ausschließlich Landschaften. Charakteristisch für sein Werk ist, dass er seine Landschaften aus schwarzen und weißen Farbtönen und – flächen aufbaut, die so dicht miteinander verwoben werden, dass das Bild eine eigenartige Eindringlichkeit entwickelt.
Thompsons Landschaften sind menschenleer, der Betrachter blickt auf tief sich in den Bildraum entwickelnde Straßenfluchten, die meist von Hängen eingefasst sind. Die Bilder leben von einem inneren Licht und einer immerwährenden Zeitlosigkeit.
Motivisch geht es in Thompsons Gemälden oft um den Übergang von zwei Zuständen oder zwei Zonen ineinander – die Grenze eines Dorfes, wo die Zivilisation dahinschwindet, aber auch die Endpunkte einer Wanderung, die den Künstler zur Umkehr zwingt.
Mark Thompson reist ausgiebig und alleine. Seine Reisen führten ihn unter anderem nach Island, Skandinavien und Alaska. Von dort bringt er – neben einigen Skizzen - innere Bilder mit, die den Beginn einer langwierigen Arbeit im Atelier bilden. Die Arbeit im Atelier ist teilweise der Rekonstruktion des Erlebten gewidmet, zum Teil ist es aber auch eine Annäherung an ein Ideal, das der Künstler anstrebt, weil die mitgebrachten inneren Bilder und Erfahrungen bereits durch den zeitlichen Abstand und die flüchtige Erinnerung gefiltert sind.

Übrigens: Ein Großteil der neuen Böblinger Arbeiten basiert auf der Auseinandersetzung des Künstlers mit seinem neuen regionalen Umfeld in Deutschland.

Freiheit! und ihre Grenzen

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Gestern eröffnete die Graffiti-Ausstellung “Freiheit! und ihre Grenzen” im Böblinger Bauernkriegsmuseum. Die Vernissage wurde von der Jo Ambros Band alongside DJ Technick und der Move Mafia begleitet. Konnte leider nicht hin, werde mir die Ausstellung aber in den nächsten Tagen mal ansehen. Diese geht bis zum 27. Juni. Anbei noch die Pressemitteilung und einige Impressionen (Bilder sind übrigens von Tim aka Inspectah Selecta vom Bionic Soundsystem)vom Entstehungsprozess am Böblinger Max-Planck-Gymnasium:

Das Deutsche Bauernkriegsmuseum Böblingen zeigt seit seiner Gründung im Jahr 1988 immer wieder Sonderausstellungen zur Freiheits- und Revolutionsgeschichte. Schon die Aufständischen im Deutschen Bauernkrieg von 1525 hatten sich den Wunsch und die Hoffnung auf mehr Gerechtigkeit und Freiheit im wahrsten Sinne des Wortes auf die Fahnen geschrieben.

Was verstehen junge Menschen heute unter Freiheit, wie wird sie definiert, wo ist sie – oft kaum bemerkbar – bedroht und wo sollte sie eingefordert werden? Mit diesen spannenden Fragen beschäftigen sich Künstler der regionalen Graffiti-Szene und bringen ihre Gedanken nicht „zu Papier“, aber „an die Wand“.

Graffiti als Mittel der künstlerischen Umsetzung bot sich aus verschiedenen Gründen an – gerade weil sie lange Zeit als Un-Art behandelt wurde und zur Subkultur erklärt war. Die Freiheit, die sich eine Seite nahm, wurde zum Ärgernis für andere, besonders dann, wenn privates oder öffentliches Eigentum „beschmiert“ und beschädigt wurde. Der Ärger über bei Nacht und Nebel angebrachte Schriftzüge, Zeichen und Malereien war (und ist) oft so groß, dass der künstlerische oder gesellschaftskritische Wert in den Hintergrund trat.

Die Sonderausstellung „Freiheit! und ihre Grenzen!“ möchte jungen Künstlern die Chance geben, ihre Begabung und ihr Können legal zu präsentieren. Ein Trend, der sich in den letzten Jahren bereits weltweit abzeichnet: die Öffentlichkeit, immer mehr Städte und Gemeinden, Firmen und Privatpersonen anerkennen das künstlerische Potential, das in der Szene steckt, erlauben immer häufiger das Sprühen auf ausgesuchten Flächen und vergeben sogar Auftragsarbeiten.

Dass das Deutsche Bauernkriegsmuseum diese Sonderausstellung im 20. Jahr der deutschen Wiedervereinigung präsentiert, ist kein Zufall: galt doch das Symbol der deutschen Teilung, die Berliner Mauer, als das weltgrößte Graffiti - Gesamtwerk.

Die Ausstellung wird vom Deutschen Bauernkriegsmuseum in Zusammenarbeit mit dem Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen realisiert.

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#4 WEit weg: Die große, kleine Party

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Eigentlich wollte ich euch ein paar Tage Verschnaufpause gönnen, aber der gestrige Abend darf einfach nicht unerwähnt bleiben.

Es war quasi mein erstes Wochenende in Argentinien (das letzte hab ich ja hauptsächlich im Bus verbracht) und welches ist die wichtigste Frage, wenn sich die Woche dem Ende zuneigt? Klar, „was geht am Wochenende?“ Und gestern ging einiges.

Eine Schule in einem relativ armen Barrio. Aber keine normale Schule, sondern ein Zentrum der Geschichte der Indigenas, der Ureinwohner Südamerikas bzw. in diesem Fall Argentiniens. Das einzige im ganzen Land (in dem noch unterrichtet wird, wenn ich das richtig verstanden habe). Hier war eben gestern diese Fiesta: eine gesunde Mischung aus Konzert und Tanz, mit einer kleinen Prise Besäufnis …

Von Vorne: Meine Compañeros des Hauses (wenn ihr so wollt, meine Gasteltern), Lautaro und Victoria, 27 und 28 Jahre alt, erzählen mir, dass da eine Fiesta sei, in einer Schule. Gut bis dahin lässt sich relativ wenig darunter vorstellen, aber Fiesta klingt ja schon mal gut. „Wir wollen so um halb elf hier losgehen“, einverstanden, auf deutsch heißt das, wir gehen um elf los. Wir essen also zu Abend, genehmigen uns ein, zwei, sagen wir, mehrere Gläser „Fernet con Cola“ (Bild oben) - DAS Getränk in Cordoba, entspricht dem „Jackie-Cola“ - und unterhalten uns.

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#3 Weit weg: Gschichtn

Hallo Heimat. Eine Woche bin ich jetzt hier in Argentinien und jeder Tag ist ein Erlebnis für sich. Wenn man neu in einer Stadt, noch dazu in einem fremden, grundverschiedenen Land ist, sieht man alles mit anderen Augen. Es fallen einem Dinge auf, die man in der eigenen Stadt nie beachtet hätte. Jedenfalls hab ich schon das ein oder andere erlebt. Mal von der witzigen Sorte, mal interessant, manchmal auch Kurioses. Hier ein kleiner Rückblick auf meine erste Woche - Gschichtn eben:

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Heftig, heftig. Die Vulkangeschichte beansprucht auch hier in Argentinien weiterhin einige Seiten der Tageszeitungen. Wie es scheint, ist der Vulkan ziemlich stinkig und hat ordentlich Dampf abgelassen.

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(Fast) Ganz Europa ist, nach einer Schätzung von Dienstag, bis zu diesem Wochenende von der Gaswolke bedeckt, die reihenweise Flughäfen lahm legt. Dumm gelaufen. Aber immer das Positive sehen: Wenn das so weiter geht, kann ich vielleicht im Juli nicht nach Hause fliegen und muss hier bleiben…

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DJ KRUSH heute Abend im Rocker 33

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Special-Tipp nochmals (bereits im April-PIG zu lesen) online für heute Abend. Im Rocker 33 in Stuggi ist die Trip Hop-Ikone DJ Krush zu Gast. Habe ihn selbst noch nicht live gesehen, aber mein Homie “Kanne” hat mich vor einiger Zeit mit allen auf dem Markt zugänglichen CDs zugeballert. Und ich muss sagen, geiler Sound. Etwas dark (steh‘ ich normalerweise nich‘ so drauf), aber trotzdem richtig fett. Um 21 Uhr soll die Chose los gehen und um etwa 23 Uhr soll der Japaner auf den Bretter stehen.

Hier nochmals ein Track von Krush mit Black Thought von The Roots.

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Neuer Slackline-Park

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Folgende Pressemitteilung von der Stadt Böblingen flatterte bei uns rein. Thema Slackline und coole Sache, wie ich finde. Hab‘ zwar selbst keine Ahnung von Slackline und es selbst noch nicht ausprobiert (früher hieß das bei uns noch Mutprobe, und zwar irgendwo in 2 Meter Höhe) , ist aber sicher lustig und koordinativ wertvoll. Also:

Als Hochseilparcours wurde 1996 zur Landesgartenschau der etwas versteckt liegende Spielplatz Brunnenstrasse neben der Kindertagesstätte Wasserwerk errichtet. Da die Eichenstämme des Spielplatzes noch in einem sehr guten Zustand sind, aber von Seiten des TÜV angeraten wurde, die Höhe zu reduzieren, wurde in Zusammenarbeit mit Slacklinern, dem DAV Sektion Böblingen, der Firma Gibbon-Slackline und des SVB Kindersport ein Konzept zur Ausübung der relativ neuen FUN-SPORTART „Slackline“ entwickelt. Hierbei handelt es sich um ein Spiel mit dem Band. Ziel ist es Balance darauf zu finden. Beim Laufen, Stehen und beim Hüpfen.

Nicht erst seit dem sensationellen Auftritt von Bernd Hassmann bei „WETTEN DASS“ am 27.Februar ist diese neue Sportart in aller Munde. Auch von vielen Sportärzten wird das Slacklinen als ideale Aufbaumethode bei vorangegangenen Sportverletzungen und zur Prävention und Stärkung der allgemeinen Fitness empfohlen.

Die vorhandenen Eichenstämme wurden zum Slacklining um ca. die Hälfte gekürzt. Sowie die Balance- und Halteseile auf ungefährliche Höhen herunter genommen. Auch kleinere Kinder können nun auch gefahrlos am Seil üben. Zusätzlich zu diesen fest installierten Seilen, sind die abgesägten Stammstücke nach einem bestimmten Muster einbetoniert, so dass freies Slacklinen mit eigenen Bändern möglich ist. Als Anhaltspunkte dienen farbige Ringe, die mögliche Verbindungen anzeigen.

Das bestehende Häuschen wurde ebenfalls auf den sicheren Erdboden zurückgeholt und dient nun als „Bouldershed“, also als bodennahe Kletterhütte.

Am kommenden Sonntag, 25.April wird der Slackline- und Kletterpark mit einem informativen Rahmenprogramm offiziell eröffnet.

13:00 Uhr – 13:30 Uhr: Ansprache zur offiziellen Eröffnung durch die Abt. Umwelt und Grünflächen und den Gibbon Slacklines.
13:30 Uhr – 13:45 Uhr: Slacklinevorführung

14:00 Uhr – 14:30 Uhr: Slacklineworkshop

14:30 Uhr – 15:00 Uhr: betreutes Slacklinen

15:00 Uhr – 15:30 Uhr: Slacklineworkshop

15:45 Uhr – 16:00 Uhr: Slacklinevorführung

Für Verpflegung und Getränke wird durch die Vereine gesorgt. Die Veranstalter freuen sich auf viele interessierte Besucher. Zukünftig werden betreute Zeiten angeboten, die u.a auf der städtischen Internetseite veröffentlicht werden.

Die Stadt Böblingen dankt den beteiligten Slacklinern, den Gibbons um Robert Kaeding und Nadja Kowalow, der DAV Sektion Böblingen mit Uli Niebler und beim SVB Kindersport mit deren Leiterin Babette Haasis.

R.I.P. Guru

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Guru, neben DJ Premier ein Teil und Gründer von Gang Starr, ist gestern nach längerer Krebserkrankung in New York gestorben. Er war mit Gang Starr und seinen Soloprojekten des “Jazzmatazz” einer meiner Wegbegleiter durch die Hip-Hop-Jahre und möge nun in Frieden ruhen. Vielleicht “Above the Clouds”.

#2 Weit weg: Bienvenidos a Argentina

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Gute Neuigkeiten, ich habe den Sonnenaufgang nicht verpasst. Besser konnte mein Fotograf ihn leider nicht aufnehmen, da wir auf der falschen Seite des Fliegers saßen und kurz anhalten kam auch nicht in Frage, wir waren eh schon knapp dran mit der Zeit. War trotzdem schön anzusehen. Noch gigantischer war allerdings der Sternenhimmel in der Nacht. Viel zu schön, um ihn zu fotografieren und erst recht ihn zu beschreiben, wirklich atemberubend.
Nicht so schön war der Flug an sich. Ich habe keine Sekunde geschlafen und der erste Argentinier den ich kennen lernen durfte (der Hombre saß neben mir) war die Arroganz in Person und hat in 10,5 Stunden kein einziges Wort verloren. Schade.
Endlich in Buenos Aires angekommen, hat mich ein netter Herr direkt ans Hostel gefahren, eine kleine, aber feine Absteige im schönen Viertel San Telmo. Ziemlich fertig von den Strapazen des Fluges (arroganter Argentinier, erneut miserables Essen und eine Gruppe englischer Ausstauschschüler, die den ganzen Flug über nichts besseres zu tun hatten als Englisch zu reden. British English, please - Hilfe!) habe ich mich dann auf mein Bett geschwungen. Es hat mich ausgehalten und so konnte ich nach fast 40 Stunden endlich wieder schlafen.

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Heute Morgen mache ich mich nun auf nach Córdoba. Ein Hugo Chavez-Double fährt mich zum Busbahnhof. Laut Reisebüro und Reiseführern gibt es an argentinischen Reisebussen nichts auszusetzen. Meine Befürchtung, dass es sich dabei um eine krasse Lüge handelt bestätigt sich zum Glück nicht. United Airlines könnten sich mal ein Beispiel nehmen, was Bequemlichkeit der Sitze und Beinfreiheit angeht. So überstehe ich die elf Stunden fahrt nahezu problemlos.

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Auch Dank der Tageszeitung „Clarin”, die am heutigen Samstag so dick wie ein ganzes Buch ist. Hab einige interessante Artikel gefunden. Frankfurt, zum Beispiel, hat es sogar auf die Titelseite geschafft, mit seinem „schlafenden Flughafen”. Nur mal nebenbei, ich hatte eigentlich sehr viel Glück. Nicht mal zwölf Stunden nach meinem Abflug vom Frankfurter Flughafen wird dieser komplett geschlossen, hihi. Dazu gibt es im Innenteil ganze vier Seiten zu: Thema Vulkanausbruch. Und wenn man der Grafik dort glauben schenken darf, dann hat sich diese für Flugzeuge so gefährliche, aber unsichtbare Gaswolke bereits über ganz Europa ausgebreitet. Untergangsstimmung, quasi. Da hatte ich gar nicht so unrecht mit meiner Roland Emmerich-Anspielung in meinem ersten Post.

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Mein Favorit war dann aber doch ein Artikel über eine Diskussion, die derzeit in den Schulen Buenos Aires’ und dem Rest des Landes die Runde macht. Die WM. Hat nichts mit Schule zu tun, sagen viele. Einige Schuldirektoren sehen das anders. „Vom Unterricht fernbleiben ist während eines Spieles der Gauchos gestattet.” Die Weltmeisterschaft sei nicht nur ein sportliches, sondern auch ein gesellschaftliches, kulturelles und nun eben seit neuestem auch pädagogisches Event. Daher werden zum Turnierstart auch in vielen Schulen im Lande Fernsehgeräte in den Klaasenzimmer und Aulen aufgestellt. Ich find das eine super Sache.

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Und da Fußball und die Weltmeisterschaft schon so ein großes Thema sind hier, bin ich dabei mich ein bisschen umzuhören, was die Gauchos ihrer Selección so zutrauen. Kandidat Nummer Eins, Taxifahrer meint: „Jeder Einzelne könnte locker Weltmeister werden, aber zusammen wird das nichts” Na, na, was ist denn das für eine Einstellung (Oder Edip?), ich bleib auf jeden Fall dran.

Hier ein kleiner “Clarin” Live-Ticker: +++ Homosexuelle Ehen werden derzeit in Argentinien gerne mal gestattet, um sie dann kurz darauf wieder zu verbieten und aufzulösen. +++ Ein paar Straßen neben meinem Hostel wurde letzte Nacht ein Mann ausgeraubt und dann ermordet. Wohl doch nicht alles in Ordnung hier. +++ Das Wetter ist grandios, morgen bis 29 Grad (Wie sieht es in Deutschland aus?)

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PS: Buenos Aires hat mir sehr gut gefallen, gäbe schon einiges zu berichten. Verschiebe das aber auf Juli, wenn ich noch mal für eine Woche dort bin. Jetzt bin ich jedenfalls in Córdoba und bisher gefällt es mir sehr gut. Auf den letzten Kilometern hierher konnte mein Kollege mit der Kamera sogar noch einen schönen Sonnenuntergang festhalten.


Für alle Gute Laune-Leute!

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Für kurz Mal zwischendurch und alle Gute Laune-Leute. Das ist einer meiner absoluten Favorites ever - Song und auch Mr. Saadiq!

#11 IN THE MIX: Bionic Soundsystem

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Schönen Guten Morgen. Zum Wochenstart und nach etwas längerer Pause haben wir hier ein neues Mixtape von zwei Jungs, die schon des öfteren auch bei PIG-Partys aufgelegt haben und einen ziemlich guten Sound spielen, wie ich finde. Das Bionic Soundsystem sind Tim (Selectah Inspectah) und Buddy (Selecta Casino, rechts) und das Foto ist schon etwas älter (soll ich dazu schreiben). Selectah Inspectah ist auch Teil des Zion Rocket Orchestra, die wiederum aus dem Club Forum-Umfeld kommen. Auf jeden Fall bewegt sich der Mix so zwischen Roots Reggae, Dancehall und etwas scratchin und cuttin‘.

Das Ding heißt “The first cut is the deepest” und Playlist gibt es leider keine, dafür aber hier den Download. Viel Spaß damit!

#1 Weit weg: Das war hart

Los geht’s also hier am Hauptbahnhof in Stuggi. Unspektakuläre Verabschiedung von der Familie: „Also ge, ich bin dann mal weg…bis denn, dann.“ Rein in den Zug, Fensterplatz ohne Fenster, neben einem durchaus freundlichen, wenn auch ein wenig aufgedrehten, Ex-Achtundsechziger (verdient jetzt in der IT-Branche seine Blumen, wohnt in Hannover und hat ein iPhone, ja), nach einer guten Stunde wieder raus und dann steh ich halt da. Frankfurt Flughafen. Hab ich ein Glück, dass der nicht groß ist. Zum Glück wird da auch nicht überall umgebaut. Klasse.

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Hart wie ich bin, schlag ich mich halt so durch, checke ein - „So Herr Eppler, einen guten Flug“ - und warte letztendlich auf die so genannte Boarding-Time. Dabei komme ich mir leider vor, wie bei Roland Emmerich. Ich allein am Gate, über die Bildschirme flackert eine Katastrophenmeldung nach der anderen. Vulkan in Island spuckt, in China bebt die Erde, furchtbar. Ich flieg ja nach Argentinien, da ist bestimmt alles in bester Ordnung. Und ab geht’s in den Flieger.

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„On the cloud of unknowing, my world seems open“, klingt es aus meinen Kopfhörern (Von den Gorillaz, neue Platte ist grandios, nebenbei), als der riesige Vogel mit mir an Bord die Wolkendecke über Frankfurt durchbricht und einen gigantischen Blick freigibt. Ein unendlich scheinendes weißes Bett unter einem strahlend blauen Himmel. Weltklasse, denk ich mir, jetzt geht’s los. Ich sitz in einer Boing 777 in Richtung Washington um von dort noch einmal ein Stückchen weiter nach Buenos Aires zu fliegen (dann noch weiter ins legendäre Córdoba, aber dazu die nächsten Tage mehr). Drei Monate einfach weg, was neues sehen und erleben, mein Spanisch bisschen pushen und was sich halt sonst noch so ergibt (Heiraten in Argentinien, Rinder züchten, und so weiter – man weiß ja nie). Ach ja, arbeiten werde ich dort auch ein wenig. Kaum habe ich meinen Hintern in mein Plätzle am Fenster gedrückt, gibt es schon einen Willkommens-Snack: Mini Prezels - ha desch aber lieb.

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Erste wirkliche Hürde ist dann das Abendessen, quasi ein Festmahl auf ca einem Quadratmeter. Gut, Festmahl ist vielleicht ein wenig übertrieben. Die Pasta (sieht aus, wie eine aus Resten zusammen geschusterte Pampe, schmeckt auch genauso) hat die Konsistenz wie normalerweise eine Butter. Diese wiederum ähnelt einem Stein. Das Brötchen, siehe Butter. Der Salat schmeckt wie Autoreifen, die Salatsoße, ach egal.

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Als ich das Besteck auspacke, kommt mir der Gedanke, dass eigentlich alle Sicherheitsvorkehrungen überflüssig sind, denn mit diesem Messer kann man locker die Crew-Mitglieder abstechen und den Vogel kidnappen. Als ich gerade die feindliche Übernahme der Boing starten will, bricht das Messer dann doch ab. Wie? Butter und Brötchen waren zu hart.

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Das Essen gehört definitv nicht zu den Stärken der United Airlines. Genau so wenig übrigens wie die Deutschkenntnisse der Bord-Crew und die technische Versorgung an Bord: Mein Bildschirm streikt die kompletten achteinhalb Stunden Flug und ich muss auf „Public Enemies“ und „Der Informant“ verzichten. Skandal. Also konzentriere ich mich eben weiter auf die Aussicht. Die lässt mich nicht im Stich. Oder ich beobachte meinen Nachbarn, der ist auch ganz amüsant. Auf Dauer doch alles langweilig, ich gönne mir „Gesetz der Rache“ auf meinem Laptop. Sehr guter Film, die letzten zwanzig Minuten muss ich mir allerdings aufheben, Landeanflug. Nocheinmal „Cloud of Unknowing“ bevor wir vom Himmel in die amerikanische Seifenblase eintauchen. Unendliche Anhäufungen ein und der selben Häuser. Hat aber Irgendwie was schönes, harmonisches – eine Seifenblase eben.

Washington, die Sonne ist gerade am Untergehen und meine Uhr zeigt 1:10 Uhr morgens. Ich bin verwirrt. Nach dem Essen gab es jedenfalls wenig Spektakuläres im Flieger, der Kollege neben mir hat ein bisschen geschnarcht, mehr nicht. Und so sitze ich jetzt nach gefühlten 46,5 Stunden Flug und 32,5 Stunden Warten an der Sicherheitskontrolle (Ich kann die Sicherheitsanweisungen nun in vier verschiedenen Sprachen auswendig wiedergeben) an Gate C7, bereit für den Abflug nach Buenos Aires. Flugzeit: 10,5 Stunden. Na dann…

PS: Ich hoffe ich verpenne den Sonnenaufgang nicht, ein wunderschöner Anblick. Wir werden sehen.

Die 12. Polarnacht

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Morgen Abend steigt die 12. Polarnacht. Live-Mucke überall. In 16 Locations werden in der Böblinger Innenstadt diverse Bands spielen. Um 20.30 Uhr (Brauhaus 19.30 Uhr) ist Einlass und um 21 Uhr starten die Bands (Bild: Josee Hurlock im Légère), die vier Mal immer zur vollen Stunde spielen. Von Rock, Pop über Soul, Salsa, Jazz bis hin zu Country wird alles am Start sein. Alle Locations werden auch dieses Mal von Shuttlebussen angesteuert - für Ortsunkundige ist also gesorgt. Tickets gibt es im Vorverkauf wie immer für 10 Euro bei der Kreiszeitung Böblinger Bote und beim Eventbüro Böblingen. Details findet ihr hier.

P.S. Im Magellan steht auf dem Programm-Flyer die falsche Musikrichtung. Hier die richtigen Daten.

Café Schilling ~ Five and Ten Club ~ Soul, Pop, Rock

Kulisse ~ Double Gum ~ Party Klassiker Unplugged

Café Bar ~ Spring!…rocks! ~ Alternative Cover-Rock

Lago ~ The Babits ~ Rockklassiker

Seegärtle ~ Dixie Wheels ~ Country

Frechdax ~ Madison Bow ~ Party Cover Rock

Kulturnetzwerk Blaues Haus  ~ Jefferson´s YardFunk & Soul-Rock & Latin

See-Studio ~ Rock & Roll Junkies ~  Der Name ist Programm

Légère ~ Josee Hurlock ~ Soul, Electronica, Tropisch

Platzhirsch ~ Stammwürze ~ Cover Rock

Bootshaus ~ Partyblues in BB ~ Cover Classics

Caligo Café ~ Sensi Simon´s Samowar Band ~ Jazz

Tacuba ~ Maranos ~ Latin Salsa

Brauhaus ~ Friendly Elf ~ Rock Cover

Schwanen ~ Rasa & Friends ~ Cover

Magellan ~ Radio Villa Musica ~ Internationale Kultsongs

Our lives are too short

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Morgen, am Freitag, den 16. April, sind die Outlines in Stuttgart im Moulin Rouge zu Gast. 0711 rockt dort Freitags und hostet das Ganze auch, glaube ich. Dazu werden DJ Friction und Matteo (Live-Drums) am Start sein. Nun, abgesehen davon, dass 0711-Partys sich eigentlich immer lohnen, denke ich, wenn ihr die Outlines kennt, werdet ihr wahrscheinlich sicher bis quasi auf jeden hingehen. Wenn ihr sie nicht kennt, solltet ihr mal ‘nen audiovisuellen Online-Schnupperkurs auf iTunes belegen und dann werdet ihr (wenn ihr nicht gerade auf Volksmusik, Fler, Def-Metal oder Chris de Burgh steht), heiß auf die Pariser Combo sein. Ich habe deren Platte “Our Lives are too short” seit einigen Jahren im Plattenschrank und schon ungefähr 4637 Mal gehört. Definitely eine meiner Lieblingsscheiben dieses Genres. Ich glaube einer von den Outlines hat mal bei 0711 vor Jahren ein Praktikum gemacht und die sind (seitdem) ziemlich gut befreundet. Ha ja, deutsch-französische Bande halt. Soooo, ganz im Ernst, super Tip für den Freitagabend in Stuggi. Hier noch ein Video von den Franzosen.

Vom anderen Ende der Welt

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Ja, ja unsere Praktikanten. Junge Hüpfer (mehr oder weniger), die in den letzten Jahren eigentlich ausnahmslos einen guten bis sehr guten Job gemacht haben. Das muss hier mal öffentlich gesagt werden. Und zu fast allen haben wir noch Kontakt, durch das PIG oder einfach nur so. Unsere “Billige Putzkraft”  aka Marc Eppler (Bilder oben) war einer davon. Feiner Kerl, der nach seinem PIG-Adventure-Abstecher sich nun für drei Monate nach Argentinien aufmacht. Praktikum und Sprache lernen, das ist die Premisse. Und natürlich jede Menge erleben und sehen.

Warum ich das hier raustöne? Weil er in (un)regelmäßigen Abstanden seine Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen posten wird. Schöne Bilder (hoffentlich hat er ordentliche Fotografen-Skills, nicht so wie der Funky Professor) und interessante Texte erwartet die PIG-Online-Redaktion, wie immer knallhart. Wir wünschen eine gute Reise und freuen uns auf Impressionen aus dem Land des kommenden Weltmeisters (so würde es auf jeden Fall PIG-Kolumnist und Maradona und Messi-Fan Dr.L.Eder sagen).

Friede, Herr Lehmann!

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Da saß er also der gute Herr Lehmann, auf dem ich  - ich muss zugeben im VfB-Affekt - hier schon mal etwas rumgehackt habe. In der Aula des Goldberg Gymnasiums, ein bisschen wie ein Schüler selbst. Und was soll ich sagen, er war nett, er war teilweise ganz lustig, spontan und hat den Schülern brav Auskunft gegeben über seine An-, Ein- und manchmal auch Innenansichten. Ein bisschen hat er auf jeden Fall meinen Groll, der sich als VfB-Fan in den letzten Monaten aufgetan hat, wieder gutgemacht. Zudem hatte er die gleichen Dunks (Nike) an wie meine Wenigkeit, nur in nicht ganz so stylischem weiß-hellblau. Aber gut, dass nur am Rande.

Nun, die Aula war prall gefüllt und die beiden Mädels an der Moderatorenfront haben das ganz nett gemacht. Allgemein ist die Goldberg-Aktuell-Geschichte eine feine Sache (Promis sind zu Gast und die Schüler bereiten vor und führen durch den Event), bei der ich übrigens zum ersten Mal zu Gast war. Also Jens, schön, dass du da warst. Ich habe meinen Frieden mit dir geschlossen, fast. Und ich weiß ja, dass du eigentlich ein ganz cleverer Typ bist, der halt ‘n bisschen Show brauchte. Voraussetzung für den Frieden: du hältst deinen Kasten beim VfB sauber in den letzten vier Spielen. Ach so ja, noch was. Jens will wirklich mit zur WM. Das hat er zwar nicht explizit, aber wieder mal wie es seine Art ist geschickt durch die Blume durchblicken lassen. Naja, vielleicht bekommt er zusammen mit einem anderen Ex-VfBler noch eine Wildcard. Und wenn nicht, sehen wir ihn trotzdem in Südafrika. Als Reporter beim ZDF, glaube ich.

P.S. Nebenbei entdeckt: Schöne Schülerkunst an den Wänden, wie ich finde.

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Herr Lehmann im Gespräch

Der gute Herr Lehmann kommt morgen ans Goldberg-Gymnasium zum Gespräch. Das Ding startet etwas früher als auf dem Plakat angekündigt schon um 13 Uhr (Update). Die Veranstaltung ist öffentlich, wer also Zeit und Lust hat … Das PIG wird auf jeden Fall vor Ort sein und sich den VfB-Keeper mal aus der Nähe betrachten. Bin gespannt, ob er ‘n Spickzettel im Socken hat.

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