Archiv: Mai 2010

#13 Weit weg: Gut gelaunt in Uruguay Teil III

colonia3

So, heute der dritte und letzte Teil der Story aus Uruguay, dem Land von dem viele Argentinier etwas arrogant sagen, es sei nur ein argentinische Provinz. Montevideo und den Holländer haben wir also zurückgelassen um den Dienstag Nachmittag und den Mittwoch Vormittag in Colonia zu verbringen, im Westen des Landes, von wo aus wir später auch wieder die Heimreise angetreten sind. Wunderschönes kleines Städtchen. Für mich persönlich deutlich sehenswerter als Montevideo. Was wir in Colonia getrieben haben? Ein Asado (eine fette Grill-Session quasi) veranstaltet – oder soll ich sagen zelebriert – , eine unvergessliche Nacht am Strand verbracht und die sehr schöne Altstadt besichtigt. Und wie immer gute Laune gehabt.

Weiterlesen »

#12 Weit weg: Gut gelaunt in Uruguay Teil II

stadionbild

Ja, wo war ich stehen geblieben? Uruguay, Montevideo, wunderbar. Heute also der zweite Teil des fünftägigen Ausritts ins Land des ersten Weltmeister der Geschichte. Ich behaupte es platzt heute immer noch jeder Urugayo vor Stolz auf dieses Ereignis. Klar, das erste Turnier auszurichten und dann den Titel im eigenen Land zu holen ist schon ein einschneidendes Erlebnis. Unsere Kartoffel-Kicker haben das 2006 ja leider verpasst. Wie dem auch sei, hier also Teil zwei des Uruguay-Reports, Montag und Dienstag der vergangenen Woche. Die Innenstadt und das Fußballstadion inklusive Museum haben wir unter die Lupe genommen.

Weiterlesen »

#11 Weit weg: Gut gelaunt in Uruguay Teil I

strand1

Die Zeit rast, es ist unglaublich. Sechs Wochen bin ich bereits hier in Argentinien am Start. Halbzeit. Das Ende schon vor den Tränen gefüllten Augen, muss ich langsam wirklich überlegen, was ich unbedingt noch machen, sehen und erleben will, bevor ich mich wieder in den Flieger Richtung Spießerhausen setze. Seit heute Morgen kann ich einen Punkt auf dieser Liste abhaken. Uruguay. Ein, wenn man denn von den zwei repräsentativen Städten auf den Rest schließen kann, wirklich schönes Land. Meiner Meinung nach zwar nicht so cool wie Argentinien, aber definitiv einen Trip wert. Um den ganzen Spaß hier zu erzählen, muss ich das wohl auf mindestens zwei Posts aufteilen. Wir waren immerhin sechs Tage unterwegs und übertrieben viel Text ist nicht gut, sagt mein Chef. Hier also der erste Teil: Freitag bis Sonntag - Die Anreise, viel Schlaf und Natur pur.

Weiterlesen »

“The Final Fax” auf Arte / Kevin Que singt

kevin-que

The Final Fax ist die Verfilmung über die natürlich höchst satirisch angehauchten Bestechungsversuche von Titanic-Chefredakteuer Martin Sonneborn bei der Vergabe der Fußball-WM 2006, basierend auf einer wahren Geschichte. Heute Abend um 0.30 Uhr läuft der Film auf ARTE und der Sindelfinger Kevin Que liefert den Gesang zur Filmmusik. Was bei den Bestechungsversuchen rausgekommen lest ihr hier in einer kurzen Filmbeschreibung:

The Final Fax
(Deutschland, 2010, 20min.) SWR
Regie: Nico Raschick
Kamera: Jan Bormann
Musik: Karol Obara
Gesang: Kevin Que

Darsteller: Klaus Gehrke (Sepp Blatter), Klaus Schindler (Schäfer), Maik van Epple (Olav Westphalen), Tomas Sinclair Spencer (britischer Journalist)
Autor: Jochen Franken
Produzent: Birke Birkner

“The Final Fax” erzählt nach einer wahren Begebenheit, wie das Satiremagazin “Titanic” dank einer Kuckucksuhr und wirklich guter Würste die Fußball-WM 2006 nach Deutschland brachte.

Ganz Deutschland fiebert der Entscheidung über das Austragungsland der Fußball-WM 2006 entgegen. Der “Kaiser” Franz Beckenbauer - Lichtgestalt des deutschen Fußballs - fungiert als Botschafter seines Heimatlandes. Mit Engagement im Wert von zehn Millionen DM hatte er im Vorfeld voller Hingabe versucht, die Sympathie der FIFA-Funktionäre zu gewinnen.
Etwas billiger fällt die eigentliche Bewerbungsrede vor dem Komitee aus, bei der der “Kaiser” wenig überzeugend über die Vorzüge Deutschlands schwadroniert, während ein paar verlorene Promis im Hintergrund lächelnd Däumchen drücken. “Titanic”-Chefredakteur Martin Sonneborn verfolgt im Fernsehen die Bewerbung und ist herzlich entgeistert. Er sieht die letzte gute Hoffnung und die WM 2006 endgültig in Südafrika untergehen.
Der eingefleischte Fußballfan versucht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, das Ruder doch noch herumzureißen. Ganz nach guter alter Satiremanier schickt Sonneborn sieben ebenso schmackhafte wie freche Bestechungsfaxe an ausgewählte Entscheidungsträger. Das verlockende Angebot: ein Fresskorb, inklusive original deutscher Kuckucksuhr.

Das Bestechungsfax, das bei der Abstimmung über den Austragungsort der Fußball-WM 2006 zur Enthaltung des neuseeländischen FIFA-Vertreters Charles Dempsey führte, enthielt folgendes Bestechungsangebot: “A fine basket with specialities from the Black Forest, including some really good sausages and - hold on to your seat - a wonderful KuKuClock”.
Charles Dempsey erklärte allerdings, dass ihn weniger dieses höchst verlockende Angebot zur Enthaltung bewogen hatte, sondern dass ihm der ständige Druck von allen Seiten am Ende zu viel geworden war: “This final fax broke my neck”, kommentierte er.

———-

Zur Person von Martin Sonneborn noch ein kleiner Video-Eindruck. Sehr cooler Auftritt bei der NDR-Talkshow.

YouTube Preview Image

Lieber Gott

the-roots_higo_cover

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

The Roots “Dear God 2.0.”

Auf dem neuen The Roots-Album, das am 22. Juni erscheint, ist diese Coverversion des Songs “Dear God” von der amerikanischen Band “Monsters of Folk” drauf. Wunderbarer Song. In der Roots-Version fast nichts verändert, außer ein paar Raps drauf. Mir persönlich gefällt die Original-Version unten besser (übrigens ein sehr gutes Video aus dem offenen Wettbewerb, den die Band ausgeschrieben hat - aber nicht der Gewinner). Den kostenlosen Download der The Roots-Version gibt‘s hier.

YouTube Preview Image

DJ Premier zum Dritten

dj-premier-3

Im dritten Anlauf sieht es nun so aus als ob einer der besten Hip Hop-Producer nun doch im Rocker in Stuttgart auftaucht. Nachdem er dieses Frühjahr schon zwei Mal angekündigt war und zwei Mal absagte, ist er am Sonntag Abend im Rocker 33 zu Gast. Wer weiß, vielleicht hat die ganze Terminverlegung ja mit Gurus Tod zu tun, denn dieser hat kurz vor seinem Tod kein gutes Haar an Premier gelassen, wer weiß, wer weiß …

Wie auch immer, nachdem heute Abend Redman im Zapata gegen das Champions-League-Finale antritt, ist am Sonntag ein weiterer ganz Großer Hip Hop-Act in Stuggi zu Gast.

Redman im Zapata - Wir verlosen 2×2 Gästelistenpätze

redman2

Am Samstag, 22. Mai, steht der gute alte Redman im Zapata auf der Bühne. Und sehr sehr gerne würde ich ihn live sehen. Denn er hat mich in den letzten 15 Jahren mehr oder weniger begleitet, mit vielen Alben, Tracks, Kollabos und Videos. Aber live, neeeee, irgendwie hat sich das noch nicht ergeben. Am Samstag ist er nun wieder hier in Stuggi, ich werde da sein, und das PIG hat für euch 2×2 Gästelistenplätze in einer Verlosung parat. Einfach den Post hier oder auf Facebook kommentieren und am Freitag geben wir die Gewinner bekannt.

#10 Weit weg: Atemberaubend in Mittelerde

losgigantes

Die meisten haben die „Herr der Ringe“-Trilogie gesehen. Mittelerde ist landschaftlich gesehen schon ziemlich atemberaubend. Ich glaube ich war am Samstag dort. Denn, nachdem das letzte Wochenende nicht all zu sehr von Sport, Bewegung oder überhaupt etwas Gesundem geprägt war, haben wir vergangenen Samstag alles nachgeholt. Los Gigantes – Einen Teil der Sierras, der Gebirgskette um Córdoba, haben wir uns vorgenommen. Was es dort zu sehen gab, konnte nicht einmal die Eiseskälte und der dichte Nebel vermiesen. Die Kuhfladen, so groß, als würden sie von Dinosauriern stammen, übrigens auch nicht. Ein richtiger fetter Tag in Mittelerde.

Weiterlesen »

S-Bahn-Surfer liegt im Sterben

In der Nacht zum Sonntag wurde ein 18-jähriger Jugendlicher aus Weil im Schönbuch auf der Strecke von Stuttgart-Rohr nach Sindelfingen-Goldberg auf dem Dach der S-Bahn von 15 000 Volt aus der Oberleitung erwischt und schwer verletzt. Laut Pforzheimer Zeitung wurden ihm bereits mehrere Gliedmaßen amputiert. Die Ärzte würden damit rechnen, dass er auf Grund seiner inneren Verletzungen stirbt. Wie der Junge auf das Dach der S-Bahn kam ist noch unklar.

Kanakenintegration mal anders

YouTube Preview Image

Haben mir meine Büro-WG-Kollegaz Jan & Pacey vor kurzem gezeigt. Und irgendwie erinnert der Kerle mich von der Stimme zu ungefähr 99,9 Prozent an den Kollegen Dendemann. Zum Beispiel …

YouTube Preview Image

Kongresshalle ade? 300 000 Euro für Brandschutz tun richtig weh

kongresshalle

Schön sieht sie aus unsere Kongresshalle. Und der Name erst, der hat so etwas Wichtiges. Direkt zwischen den Seen sehr hübsch gelegen mit eigener Tiefgarage und eigentlich mit ziemlich tollen Räumlichkeiten. Nicht nur für Kongresse. Was man dort alles veranstalten könnte? Ende der 60er wurde sie, glaube ich, gebaut und in den 70ern und 80ern war der Komplex total innovativ und wahrscheinlich auch ganz gut genutzt (nehme ich mal an). Böblingen war mit Sporthalle und Kongresshalle der Hit - deutschlandweit bekannt. In den 90ern dürfte das auch noch O.K. gewesen sein - Jamiroquai war im Europasaal, wenn ich mich recht erinnere, und die Beakdance-WM war auch da. Doch auch über die 90er müsste ich mal Zahlen und Fakten genauer recherchieren. Im neuen Jahrtausend jedenfalls hinkt die Halle seit einigen Jahren weit hinterher und macht regelmäßig hundert Tausende von Euro Miese. Nicht so einfach für die Stadt. Die große Schwester, die Sporthalle, ist bereits hinüber und nun gibt es ‘ne richtige Schelle in Sachen Brandschutz: über 300 0oo Euro kommen auf die Stadt zu und manch einer überlegt schon, ob und wann man die Halle dicht macht.

Nun, vielleicht sollte man sich in Böblingen lieber überlegen, ob die Art der Nutzung und der Umgang mit solch einem Koloss noch zeitgemäß ist. Vielelicht sollte man die Nutzung etwas flexibler und moderner (auch in Sachen Preis, Organisation und Kunen- und Mitarbeiterstruktur) gestalten und dem Jahr 2010 anpassen. Es reicht eben nicht, wenn überspitzt gesagt, zwei Mal im Monat ein kroatischer “Wunderheiler”, zwei Flohmärkte und ein zweitklassiges Russenballett am Start ist. Vielleicht sollte man doch mal überdenken, wie man neue Kunden und Veranstalter aquiriert um den Umsatz und die Auslastung zu steigern. Denn es wäre wirklich schade, wenn die Halle abgerissen werden würde. Glück auf Böblingen!

Rumhängen, saufen, schlagen

jugendheute-flyer-1

Das Thema Jugend hat das PIG von jeher beschäftigt. Nicht nur durch die eigene Sozialisation der Herausgeber hier in Böblingen und Sindelfingen, auch der Drang hier etwas zu bewegen für Jugendliche und junge Erwachsene hat uns immer angetrieben. Denn die Jugend und ihre Kultur, ihr Lebensumfeld waren in den letzten Jahren hier in Böblingen sicher Stiefkinder.

Heute findet im Casa Nostra ab 14 Uhr ein Vortrag zum Thema “Jugend Heute” statt. Das Programm seht ihr unten. Meine Wenigkeit ist zur Podiumsdiskussion auch eingeladen. Unter meinem Pseudonym Egbert Schwartz aka PIG-Herausgeber, PIG-Redakteur und PIG-”Kerle für alles” werde ich an der Podiumsdiskussion teilnehmen, zuhören und ab und zu auch meine Sicht der Dinge zum Thema Preis geben. Bin selbst gespannt auf den Vortrag und auch auf die Talk-Runde.

jugendheute-flyer-2

Eyjafjallajökull - Ein Vulkan im Zeitraffer

http://www.vimeo.com/11673745

Wunderbare Bilder von Sean Stiegemeier.

Via Spreeblick.

#9 Weit weg: “Schon was aufregendes erlebt?”

einestrase

Ich bin es schon wieder. Sorry, dass ich hier schon wieder meinen Senf abgebe, aber es muss sein: Vor zwei Tagen fragt mich der Derik (der mit den fetten Mixtapes hier auf der Homepage) im Chat „Hey, alles klar? Und, schon was aufregendes erlebt?“ An jedem anderen Tag hätte ich meine Standard-Antwort abgespielt: „Hey Mann, hier ist jeder Tag ein Erlebnis, alles perfekt, ich bin glücklich.“ Gestern gab es dann aber doch was „aufregendes“ zu berichten. Denn ich schätze bewaffneter Raubüberfall fällt unter diese Sparte.

Weiterlesen »

Kulinarische Feinheiten im Meilenwerk

fine2010

Die Genussmesse „fine“ macht morgen und am Sonntagzum ersten Mal Station in Böblingen: Im denkmalgeschützten Meilenwerk, dem ehemaligen Flugfeld in Böblingen, will die “fine” ihren Besuchern kulinarische Flügel verleihen. Mit Blick auf perfekt arrangierte Oldtimer und die Nobelmarken Maserati, Lamborghini & Co. sollen sich Feinschmecker auf eine delikate Reise der Gaumenfreuden begeben. Die “fine” Messe will sich kulinarisch abheben und setzt bei ihrem Angebot auf Regionalität und Internationalität. So lautet das Erfolgsrezept der „fine“, die jedes Jahr (bisher fünf Mal) traditionell in Baden-Baden statt fand.

fine_messe_joe_martina

Jetzt, zum ersten Mal, geht die „fine“ on tour. In Böblingen bilden etwa 50 Stände einen handverlesenen Aussteller- und Erzeugermarkt für Feinschmecker und Weinschmecker. „Im Meilenwerk in der Legendenhalle steht alles bereit, was Leib und Seele zusammenhält“, erklären die Veranstalter Martina und Joachim Buchholz (Bild oben) von City and more Baden-Baden. Es stellen aus: Traditionsreiche Familienbetriebe aus Baden, Schwaben, der Pfalz und anderen Regionen Deutschlands. Italienische Produzenten vom Stiefelabsatz aus Apulien, der Toskana, den Abruzzen und dem Piemont mit ausgewählter Feinkost und Weinen. Sie alle präsentieren landestypische Spezialitäten, Qualität und Einzigartigkeit aus Meisterhand. Der Eintritt beträgt 8 Euro (Kinder bis 12 Jahren frei). Mehr Infos gibt es hier.

Noch eine Plattenrezension ohne Platte

YouTube Preview Image

Blumentopf, meine persönliche Lieblingsdeutschhiphopband, bringt am 4. Juni ihre neue Platte raus: “Wir”. Ich werde “Wir” wie alle anderen Blumentopfplatten sofort kaufen, denn das Snippet (höre unten, siehe und höre oben) hört sich really gut an, wie immer bei den Münchner Jungs. Ach so hier noch ‘n Link zum Video der ersten Single: “Wir”. Jaaaaa, es sind im Hip Hop nicht nur die engen Hosen und schwarzen Lederjacken wieder zurück, nein auch der Rock und Run-DMC sind bäck. Oder waren sie nie wäck? Listen Up!

Eine Plattenrezension ohne Platte

fanta-4_cover

Vor einigen Wochen als ich aus Köln zurück kam und mit meiner Family an ‘ner Autobahnraste Halt machte, war da dieser Thomas D. von den Fantas. Mit einem kleinen Mini-Thomas D. und einer Thomas D.-Frau und einer Thomas D.’s Frau-Schwester oder Freundin (nehme ich mal an). Toll, werdet ihr sagen, und jetzt? Ich wollt‘s nur  mal erwähnen, weil das letzte Mal, dass ich den Kerle so im Vorbeigehen gesehen hab‘ war im alten On-U (manche mögen sich erinnern, war auf der Theo-Heuss in Stuggi, ich glaube später Inner Rhythm), an einem frühen Morgen im Jahre 1991 oder so. Damals saß er mit einem Drink an der Bar rum und sah ziemlich müde aus.

Tja, und jetzt fast 20 Jahre und viele Lieder später, sehe ich diesen hageren Schwabenrapper zufällig wieder. Und wieder sitzt er mit einem Drink (dieses Mal wahrscheinlich Kaffee oder sowas) da (diesmal in der Kinderecke), und sieht wieder ziemlich müde aus. Ich glaub, Platten machen ist ziemlich anstrengend. Kann aber auch an dem Mini-Thomas D. (vielleicht so drei Jahre alt und fast so süß wie meine Minis) gelegen haben.

YouTube Preview Image

Nun jedenfalls will ich hier eine kurze Plattenrezension zum Besten geben ohne die Platte gehört zu haben (außer ein paar Radiofetzen von “Gebt uns ruhig die Schuld”). Ab heute könnt ihr also die neue Fanta-Platte kaufen. Sie heißt “Für dich immer noch Fanta Sie”. Einprägender, lustiger, kluger, intelligenter Name. So bestimmt auch die Musik, die sie enthält. Nun, was erwartet euch? Ganz bestimmt einprägende, intelligent-lustige, abwechslungsreiche und teils witzige Tracks. Melodiös, poppig und doch nicht vermainstreamt. Insgesamt 16, davon ein Intro-Song, zwei Skits, ein Remix, ein Video und ein Making of. Smudo, Thomas und Michi wechseln sich ab, so dass jeder seinen Stil und seine Stärken entfalten kann und Andy brettert die Musik drumherum. Fetzig und nachdenklich, von Jazz bis NuSportsElectro2010-Einflüsse alles dabei, doch niemals overdreht und tu matsch. Und außerdem …, ah neeee,  über Wort- und sonstige stilvolle Fanta-Reimspielchen will ich hier gar nicht sprechen, sie verstehen sich von selbst. Oder eben auch nicht! Ich werde mir die Platte nachher jedenfalls kaufen und auch anhören. Und wenn ich dann eines Besseren belehrt werde, dann melde ich mich.

wimmelbilderbuch

P.S. Das Cover ist so ähnlich wie diese Kinderbücher, wie heißen sie nochmals, ah genau “Wimmelbücher” (Bild oben), aufgebaut. Erinnert mich zumindest dran. Nun, die Fantas sind ja, glaube ich, inzwischen auch Papas und da liegt die Inspiration nahe.

P.S.2 Man bin ich ein tighter Rezensionist. Und das Ganze ohne Plattenbemusterung. Bestimmt ruft der Spex-Cheffe bald an.

#8 Weit weg: Max Mustermann

noalcapitalismo1

Seit ich hier in Argentinien bin, habe ich eine Menge neuer Leute kennen gelernt. Die meisten sind super freundlich und offen, ein paar wenige, beurteilt nach dem ersten Eindruck, etwas arrogant. Aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie es in Reiseführern beschrieben ist. Insgesamt kann man sich als Ausländer hier sehr wohl fühlen. Unter anderen habe ich in dieser kurzen Zeit Juan kennen gelernt und er möchte sich hier kurz vorstellen:

Liebe Kartoffeln,

hallo zusammen, mein Name ist Juan Pablo Jiménez und ich bin quasi der, den Ihr Max Mustermann nennt. Was für ein beschissener Name, aber Otto Normalbürger ist auch nicht besser.
Jedenfalls bin ich etwa 28 Jahre alt und habe entweder ganz kurze oder relativ lange Haare, hinten zu einem Zopf zusammen gebunden. Schwarze Haare natürlich. Ich rasiere mich im Gesicht ziemlich ungern, von Brust und Rücken ganz zu schweigen. Wer hat, der hat. Und wer hat, der ist stolz darauf. Manchmal lasse ich neben meiner Brustbehaarung auch raushängen, dass noch ein paar Tropfen italienisches Blut in mir schwimmen: Ich habe mindestens zwei Handys (der eine Kerl am Flughafen hatte sogar fünf, davon hat er zwei gleichzeitig benutzt) und fahre für mein Leben gern Roller (wenn es sein muss auch Motorrad). Dabei gebe ich einen Furz auf die Verkehrsregeln und ziehe es vor, mich nach den Chicas am Straßenrand umzudrehen, als andere Verkehrsteilnehmer zu beachten. Logisch. Die Frauen in meinem Land sind sowieso das Wichtigste für mich. Spaß. Das Wichtigste sind der Mate, Politik und Fußball. Fußball ist unser leben, quasi. (Argentinien ist der Beweis, dass diese Leidenschaft keineswegs so primitiv erscheinen muss wie auf Ssschaaaalllllllke) Ich freue mich sehr auf die WM, natürlich gewinnen wir. Ich zweifel zwar sehr an der Qualität unseres Teams, aber wir haben Maradona. Der ist meiner Meinung nach zwar ein mieser Trainer, aber er ist eben Maradona. Ein Gott. Maradona schafft alles.

Was es noch über mich zu erzählen gibt? Hmm. Ich besitze keine Armbanduhr. Wozu, die Uhrzeit juckt mich ziemlich wenig. Davon abgesehen besitze ich sowieso nicht unbedingt viel an materiellem Reichtum, dafür quillt meine Schatzkammer über vor Lebensfreude, bin also eigentlich stinkreich. Mit diesem Reichtum protze ich auch gerne. Zum Beispiel, wenn wir uns nachmittags mit meinen Hombres im Park oder bei uns zu Hause auf der Dachterasse treffen, ein bisschen Mate schlürfen und ordentlich auf die Pauke (meistens sind es kleine Bongo-Trommeln) hauen. „Chillen“, würdet ihr sagen. Da sitzen wir dann bis in die Puppen und quatschen über alles mögliche. Unsere Lieblingsthemen sind Fußball, Frauen, Fußball und Politik. Wenn wir auf die Politik zu sprechen kommen, kann es heiß zur Sache gehen und wir lassen unserer Wut freien lauf. Wir beschimpfen die Monopolisten und Kapitalisten, ärgern uns über die Gesellschaft und werfen dabei gerne die ein oder andere revolutionäre Parole in die Runde. Und wenn wir schon bei Revolution sind, gestehe ich gerne, dass ich, wie fast jeder andere auch, zu Hause mindestens ein T-Shirt oder Poster von Ernesto „Che“ Guevara habe. Der gute Kerle.
Also, ich muss jetzt langsam mal Schluss machen, es ist gleich 23 Uhr und meine Hombres warten oben auf der Terasse auf mich. Ich hab ihnen gesagt, ich würde nur schnell ein paar Empanadas und ‘ne Cerveza vom Kiosk nebenan holen. Also ihr Kartoffeln, macht es gut und bleibt weiterhin schön steif, äh ich meine, haltet die Ohren steif.

Euer Juan Pablo Jiménez

Ein lieber Kerl, oder? Also ich verstehe mich super mit ihm. Falls ihm noch was typisches über sich einfällt meldet er sich nochmal zu Wort, hat er gemeint. Seine Freundin, Mariana Juanita Benitez, scheint übrigens auch ziemlich cool zu sein, die wird sich demnächst bestimmt auch noch vorstellen. Bis denn, dann.

PS: Das auf dem Bild oben, das könnte “ein Juan” sein. Gefunden habe ich ihn an einer Hauswand in Córdoba.

Partynacht Review

dos-locos

Ralf Dietel straight outta L.A. und Andi Bauer straight outta Benztown aka Dos Locos haben am Samstag im Caligo Café die Bude auseinander genommen. War sehr geil, wie auch in der anderen Live-Location im Café Schilling, wo Trevor Jackson gespielt hat. Im Irish Pub hat es ebenso richtig gekracht, wie auch in der Pille. Lago, Kulisse, Seegärtle waren zwar nicht voll aber es war ziemlich gute Stimmung. Und im kleinen Samy‘s war‘s wie immer fein familiär. Das Légère und das Frechdax waren dagegen eher mau besucht. Schade eigentlich, weil dort gute DJs am Start waren.

Update: Hab‘ gehört, dass ab 1.30 Uhr etwa im Frechdax die “After-Hour” doch gezündet hat! Sorry, hatte nur Feedback bis etwa 1 Uhr. Also, besser spät als …

Insgesamt, meist sehr gute bis ganz coole Stimmung, doch zu wenige Besucher insgesamt, damit in allen Locations die Hütte voll ist. Es waren zwar drei bis fünf Locations weniger als bei den ersten vier Partynächten, und somit auch weniger Besucher insgesamt. Doch es wäre noch einiges gegangen und dort wollen wir auch wieder hin kommen. Vielleicht sollten wir den Mix zwischen DJs und Live-Mucke intensivieren. Oder die Partynacht nur einmal im Jahr machen oder wieder Freitags wie bei der ersten (über 2200 Leute - Rekordbesucherzahl!). Alles mögliche Ansätze. Wir werden aber definitiv weiter machen und in Beweung bleiben.

P.S. Wenn ihr Anregungen oder Kritik habt, dann mailt uns auf redaktion@pig-bb.de.

Mord in Magstadt?

Folgende Pressemitteilung der Polizei erreichte uns gestern:

Ein 30 Jahre alter Mann ist am Samstagabend auf einem Parkplatz im Hölzertal mit einer Schussverletzung am Steuer eines Kleinwagens aufgefunden worden. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb der Mann noch am Auffindeort. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts.

Ein Autofahrer wurde auf den grünen Peugeot 106 auf dem Parkplatz zwischen Magstadt und Stuttgart Büsnau aufmerksam, weil die Fahrertüre offen stand und der Mann, der aus einer Gemeinde im Kreis Böblingen stammt, leblos hinter dem Steuer saß. Der sofort hinzu gerufene Notarzt konnte den 30-Jährigen nicht mehr retten, er verstarb noch am Auffindeort. Der Mann wies am Kopf eine Schussverletzung auf. Zudem fanden Polizeibeamte in der Nähe des Autos eine Patronenhülse. Anhand der Todesumstände geht die Kriminalpolizei von einem Gewaltverbrechen aus, weswegen sie eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet hat. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion des Leichnams angeordnet.

Mehrere Beamte der Bereitschaftspolizei haben am Sonntag das angrenzende Gebiet nach weiteren Spuren durchsucht. Bei der Absuche der Umgebung ist auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt worden.

Die Kriminalpolizei Böblingen sucht Zeugen, die zwischen 20.00 Uhr und 23.30 Uhr verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des Hölzertales gemacht haben. Sie sucht insbesondere Personen, die sich zu in diesem Zeitraum auf dem Parkplatz an der L1189 am Unteren Hölzertal aufgehalten haben. Hinweise werden unter Telefon 07031/13-2222 entgegengenommen.

Polizei-Update 11.05.2010

Aufgrund des Zeugenaufrufs in Presse und Rundfunk sind rund 30 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Eine heiße Spur kristallisiert sich jedoch bislang nicht heraus. Ein letztes Lebenszeichen des Opfers gab es bei einem Telefonat am Samstag gegen 21.30 Uhr. Nach wie vor ungeklärt ist der Grund, weshalb sich das Opfer auf dem Parkplatz im Hölzertäle aufhielt.

mord_magstadt_heiko-s

mord_magstadt_peugeot_106

(Anm. In Zusammenhang mit den beigefügten Bildern hat die Sonderkommission folgende Fragen:)

Wer hat den abgebildeten grünen Peugeot 106 am Samstag in den Abendstunden gesehen?

Wer kann zu der abgebildeten Person Heiko S. Angaben machen? Wer hat ihn am Samstag, 08.05.2010 gesehen oder hatte Kontakt zu ihm? Wer kann Angaben zu seinem persönlichen Umfeld machen?

Hinweise nimmt die Sonderkommission „Hölzertal“ unter Telefon: 07031/13-2222 entgegen.


Better Tag Cloud