Archiv: August 2010

Das neue PIG erscheint heute

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Heute erscheint das PIG für den Monat September. Angelt euch eins bei eurem Local Dealer oder checkt die PDF-Version!

Lebenswelten - Filmfestival in Sindelfingen

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Noch mehr Filme. Vom 30. September macht ein Filmfestival, das sich mit Themen auseinandersetzt, die die Gesellschaft im Jahr 2010 bewegen, in Sindelfingen halt. Sehr interessante Filme werden im Schubardsaal bei der Stadtbibliothek zu sehen sein. Nicht die typischen Kinofilme, sondern kritische Dokus, zum Beispiel der obige, namens “Die 4. Revolution”. Es geht um das grpße Thema Energie.

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Außerdem läuft “Plastic Planet”, interessanter Film vom Österreicher Werner Boote  zum Thema Plastik und dessen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

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Weitere fünf Filme werden in den vier Tagen zu sehen sein. Mehr Infos gibt es hier.

Fantastische Woche

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In Stuttgart macht ab Mittwoch das Fantasy Filmfest für eine Woche halt. Habe mir einige Trailer angeschaut und die hatten es ziemlich in sich. Unser Filmexperte Herr Rybkowski könnte da vielleicht mehr über einige Filme sagen, habe auf seinem Blog aber noch nichts drüber gelesen (Was ‘n los Mr.Cinematic?). Ich meine nur, dass für Fans dieses Genres ein Besuch bei dem ein oder anderen Film sicher lohnt. Ich glaube, die Tickets sollen nicht mehr im Überfluss da sein, aber einfach mal nachfragen.

Hier der Trailer und eine kleine Beschreibung vom Eröffnungsfilm (Mittwoch 20 Uhr im Metropol 1) The Pack (franz. “La Meute”), der sehr krass, aber gut gemacht sein soll:

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Der Film überschreitet Grenzen, bricht Tabus und geht zielsicher immer dorthin, wo es wehtut – den Protagonisten ebenso wie dem Publikum. Und hebt sich dennoch deutlich und wohltuend ab von den jüngst typischen Ultrabrutal-Spektakeln, die sich primär als pubertäre Härteproben verstehen (womit sie auf ihre ganz eigene Weise präzise die französische Realität zu Beginn des 21. Jahrhunderts widerspiegeln). So funktioniert “La Meute” nicht nur als verwunschene Variation des Backwoods-Slashers, sondern ist vor allem auch ein richtig guter Film. Als Special Screening im offiziellen Programm von Cannes veranlasste er das zimperliche und konservative Premierenpublikum an der Croisette mal wieder zu ein paar Walkouts. Aber beim Fantasy Filmfest, dessen Zuschauer ja bekanntlich das Ungewöhnliche, das Verstörende genauso wie das Kunstvolle lieben, wird “La Meute” garantiert die gebührende Wertschätzung erfahren. Schon allein, weil Émilie Dequenne (aus “Pakt der Wölfe” und “Fissure”) eine Filmheldin ist, mit der man die Welt in Flammen setzen will. Ein taffes Outlaw-Chick im aufmüpfigen Joan-Jett-Look, das sich mit den Cheerleaderinnen aus handelsüblichen US-Horrorfilmen den Arsch abwischen würde und selbst fiesen Bikern den Mittelfinger zeigt, auch wenn das in “La Meute” böse Folgen hat …

Für mehr Infos und Trailer zum Fantasy Filmfest hier klicken.

Dan Rockz bei der Audi A1-Release Party

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Morgen Abend wird im Autohaus Weeber in der Herrenberger Zeppelinstraße 10 der neue Audi A1 vorgestellt. Es soll laut Autohaus Weeber keine große Präsentation mit vielen Worten geben, sondern eine House-Party soll den Lifestyle-Flitzer von Audi musikalisch und feiernd einführen.

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Dazu wurde Dan Rockz (Bild oben)aus Stuttgart (Buddha Lounge, N-Pir) eingeladen, der in dem umdekorierten Autohaus (wo auch das Red Cage, glaube ich, schon mal feierte) Housemusik auflegen wird. Im Gepäck hat er eine (spanische?) Sängerin namens Eva Leticia, die zu der House-Mucke singen wird. Ab 21 Uhr geht es los mit dem Sindelfinger DJ Chris Slevin, der ein WarmUp-Set spielen wird. Es wird zwei vollgepckte Bars geben und zwei brandneue A1- Modelle, die stilvoll präsentiert (auch auf zwei stylischen Präsentations-bildschirmen) werden. Ansonsten soll kräftig gefeiert, getrunken und getanzt  werden, wie ich das verstanden habe. Passend zu dem “Lifestyle-Audi” eben. Bin selber gespannt auf das neue Modell von Audi. Soll nicht billig, aber ziemlich fett sein.

Die Evolution nach Blu

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Der helle Wahnsinn, wie ich finde. Die gesprüht-animierte Evolution nach Blu. Nach wer? Blu ist ein italienischer Streetart-Künstler, Sprayer, und noch vieles mehr wahrscheinlich. Wer er jedoch genau ist, wissen nur wenige, da er wie so einige Sprayer ihre wahre Identität nicht überall hergeben wollen. Dass er “dopeshit” ist weiß jeder, der seine Werke mal gesehen hat und diese Kunstform schätzt.

Day & Night Festival / Eine andere Sicht der Dinge

Gestern berichteten wir über die katastrophale Berichterstattung der SZ/BZ über das Day & Night Festival am Samstag in Sindelfingen. Der Autor hatte sich mit einer Negativtirade auf die Veranstaltung eingeschossen und eine komplett andere Wahrnehmung und Sicht auf den Event als zum Beispiel Lydia Bentsche von der Kreiszeitung Böblinger Bote. Schon komisch. Dort erschien heute ein Bericht. Etwas spät, aber unvergleichlich besser und objektiver geschrieben als das, was Herr Staber gestern in der SZ/BZ ablieferte.

Zum Vergleich hier der Artikel der KRZ, vielfältig und atmosphärisch geschrieben, keineswegs nur Juhu-Charakter, angebrachte Kritik und die Autorin und der Fotograf (schade, dass wir das Bild der KRZ hier nicht zeigen können, denn es zeigt eine unglaubliche Atmosphäre im Glaspalast) waren anscheinend nicht nur bis um 17 Uhr vor Ort. Respekt Lydia Bentsche.

Kein bisschen Platz für Partymuffel

Beim “Day&Night”-Festival in Sindelfingen machen mehr als 5000 Elektromusik-Fans den Glaspalast zum Tollhaus

Das “Day&Night-Festival” hat am Samstag seinem Namen alle Ehre gemacht. Von 16 Uhr an haben Fans elektronischer Musik unter freiem Himmel getanzt und gefeiert. Bis 6 Uhr morgens dröhnten die Bässe im proppenvollen Sindelfinger Glaspalast - mehr als 5000 Besucher waren am Start.

Von Lydia Bentsche

SINDELFINGEN. Um 17 Uhr ist das “Day&Night-Festival” bereits in vollem Gange. Zum fünften Mal bringen die Veranstalter rund 20 DJs in die Region Stuttgart, zum ersten Mal haben sie den Glaspalast als Veranstaltungsort gewählt. Die Sonne strahlt, DJs jonglieren mit Platten, Festivalgäste tanzen oder suchen sich ein Plätzchen im Schatten, die Verkäufer am Getränkestand haben alle Hände voll zu tun.

Gedränge an der Abendkasse.

Einige Stunden später, es ist Mitternacht: Die rhythmischen Bässe sind im Umkreis des Glaspalasts immer noch zu hören, jedoch etwas leiser und seltener als nachmittags. Vor der Abendkasse drängen sich junge Leute, um eine der Restkarten zu ergattern. Wer am Sicherheitspersonal vorbei das Gelände betritt, wird zunächst von Papierflyern und Zigarettenstummeln begrüßt, die den Boden fast vollständig bedecken.

Luft schnappen.

Silvia, Nicole und Simone sitzen neben Hunderten anderen Gästen im Gras, um durchzuschnaufen. “Wir machen gerade Pause und wollen mal Luft schnappen”, erklärt die 33-jährige Simone aus Weil der Stadt. “Aber nachher gehen wir schon nochmal rein.” Draußen findet es Silvia aber eigentlich besser als drinnen. “Da ist es so stickig”, sagt die 36-Jährige aus Vaihingen/Enz. Sie hat das Festival im Internet entdeckt und ist hier, weil sie die Musik interessiert. Seit 18 Uhr sind die drei Freundinnen in Sindelfingen. Die Stimmung sei “okay”.

Voller Körpereinsatz.

Auf geht’s in den Tanzpalast. Es ist heiß, es ist laut, die Halle bebt und vibriert. Was eine Woche zuvor noch ein Handballfeld für 14 Sportler war, ist jetzt eine rappelvolle Tanzfläche: Tausende bewegen sich zu den eindringlichen Beats von DJ Oliver Koletzki aus Berlin, der auf der Bühne hinter Plattenspielern und Mischpult auflegt. Lichter von der Hallendecke schwenken hin und her, lassen die Köpfe und Oberkörper der Tänzer erkennen. Ob langsam wie in Trance, beinahe nur auf der Stelle die Beine bewegend oder mit vollem Körpereinsatz die Arme nach oben reißend: Die Festivalgäste zeigen, wie man zu Elektromusik tanzen kann. Auch direkt vor den Schalensitzen auf den Zuschauerrängen stehen nur wenige still.

Make peace, not war.

“Es ist hammergeil”, brüllt Markus, um die Musik zu übertönen. Er kommt gerade von der Tanzfläche, sein Gesicht ist verschwitzt. “Hier gibt’s keinen Stress. Wenn Techno läuft, sind alle Leute lieb und geil drauf. Make peace, not war.” Die Anfahrt aus der Nähe von Karlsruhe nimmt der 28-jährige Fan von Elektro-Festivals gerne in Kauf. Markus war bereits bei allen “Day&Night”-Auflagen der vergangenen vier Jahre zu Gast.

Körperkult.

Eine junge Frau läuft tanzend zur Treppe, die nach unten auf die Tanzfläche führt. Sie hat den Begriff des “Kleinen Schwarzen” sehr wörtlich genommen. Ihr eng anliegendes Kleidchen ist so kurz, dass der halbe Po hervorblitzt. Den Herrn mit nacktem, tätowiertem Oberkörper und mit Sonnenbrille auf der Nase interessiert das nicht. Er ist auf der Suche nach der zweiten Tanzfläche, wo DJ Harry Nash auflegt: “Wo ist die? Hier ist nirgends ein Schild, das zeigt, wo ich hingehen muss.”

Getränkemangel.

Der Sindelfinger Tommy findet das Festival super, doch er kritisiert, dass er und viele andere Gäste rund eine Stunde anstehen mussten, um Getränke zu bekommen. Das hätte seiner Meinung nach besser organisiert werden müssen. “Aber insgesamt ist es gut umgesetzt hier”, findet der 28-Jährige. “Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, wie das im Glaspalast sein wird, doch es ist total voll hier.” Die ersten Stunden draußen fand er optimal. Doch auch im Inneren kann er nicht anders, als im Takt mitzuwippen.

Nachmittagshitze.

Susanne Battke vom Veranstaltungsteam sieht den Glaspalast als gute Wahl für das Festival. Alle 5000 Vorverkaufskarten seien einen Tag vor der Veranstaltung bereits weg gewesen. Wenige Resttickets durften die Veranstalter ab Mitternacht noch an der Abendkasse verkaufen. Die bekannten DJs wie Paul Kalkbrenner, Antony Rother und Felix Kröcher im Line-up hätten den Kartenverkauf sicherlich angekurbelt, glaubt Battke. “Aber wir dachten, viele Besucher kommen erst ab 20 Uhr”, gibt sie zu. “Dass bereits um 18 Uhr etwa 2000 oder mehr hier waren, lag wohl am guten Wetter.” Für den Stau an der Bar entschuldigt sie sich. Von Seiten der Sicherheitskräfte und Sanitäter sei insgesamt alles in Ordnung gewesen. Allerdings hätten die Sanitäter während der Nachmittagshitze einige Einsätze gehabt.

Paul Kalkbrenner.

Kurz vor 2 Uhr platzt die Tanzfläche aus allen Nähten. Die Menge schreit und pfeift. Alle Blicke sind wie bei einem Konzert nach vorn gerichtet. “Hallo Paul”, wird auf die Leinwand hinter der Bühne projiziert. Paul Kalkbrenner betritt die Bühne. Die Schreie werden lauter. Foto-Handys leuchten. Paul Kalkbrenner live, der einzige Auftritt des Jahres im Großraum Stuttgart. Da drücken viele auf den Auslöser. Für sie ist der Berliner DJ und Musiker, der vor zwei Jahren durch den Film “Berlin Calling” bekannt wurde, das Highlight des Abends. Und das lassen sie ihn spüren. Der glatzköpfige 33-Jährige produziert auf der Bühne elektronische Klänge mit Computer und Mischpult, die Halle vibriert, die Menge tobt. Uz uz uz.

Ausklang.

Doch nicht alle sind verrückt nach Paul Kalkbrenner. Draußen liegen Pärchen eng umschlungen im Gras, Freunde unterhalten sich, lachen und rauchen. Andere machen sich auf den Heimweg und steigen in einen der Shuttlebusse, der sie nach Böblingen bringt. Eine lange Nacht neigt sich dem Ende entgegen.

“Die Feder ist mächtiger als das Schwert”, sagte einst der englische Romanautor Edward George Bulwer-Lytton. Und das gilt im Zeitalter der modernen Informationsgesellschaft mehr denn je.

Schwache Leistung Herr Staber

Heute erschien der “große” Artikel in der SZ/BZ zum Day & Night Festival von Samstag. Er folgt dem ersten sehr negativen “Teaser” (wir berichteten) von gestern. Dazu will ich ein, zwei Dinge bemerken.

Die Kritik von Herrn Staber ist zu einem kleinen Teil berechtigt: zu wenig Getränke, zu langsam zugänglich. Sollte definitiv besser sein. Doch was ist mit der restlichen Berichterstattung? Wo sind die zumindest kleinen Einblicke in die DJ-Auftritte von Extrawelt (Video unten) oder Herrn Kalkbrenner?Wahrscheinlich kann man darüber nichts schreiben, weil man von der Materie keine Ahnung hat. Aber wenn das schon so ist, dann sollte man nicht versuchen dies unter den Tisch zu kehren und den Lesern einen reißerischen Artikel zum Fraß vorzuwerfen. Was ist eigentlich der Auftrag eines “Kulturjournalisten” eines Lokalblatts? Ich weiß es nicht genau, aber zu 95 Prozent das Festival zerfetzen und drei Pseudo-Zeilen als Quasi-Kompensation (”Und musikalisch sind viele Technofans von der Party sehr angetan … Mit Paul Kalkbrenner oder Karotte bietet die Besetzungsliste zahlreiche Highlights”)  ist zu wenig. Das steht fest und kann doch nicht Sinn der Sache sein. Vielleicht sollte man etwas mehr das Ganze sehen. Insgesamt eine schwache Leistung Herr Staber, und wenn es nach ihnen geht, mindestens so schwach wie die der Veranstalter.

In diesem Fall waren sie ihrem Auftrag meiner Meinung nicht gewachsen. Aber vielleicht kann man es ja beim nächsten Mal besser machen. Die Veranstalter des Day & Night Festivals haben sich das zumindest vorgenommen.

P.S. Schade finde ich auch, dass die Kreiszeitung (noch) nicht darüber berichtet hat. Warum eigentlich?

Update: Am Mittwoch hat die KRZ nachgelegt.

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Das Day & Night Festival / Eine kleine Rückschau

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Am Samstag war ich dann auch mal in Sindelfingen beim Day & Night Festival am Glaspalast. Allerdings schon um 16/17 Uhr (siehe oben), da war noch Ruhe vor dem Sturm, wenn man das mal so sagen darf. Konnte mir ‘nen kleinen Eindruck verpassen, was die Macher da organisatorisch aufgefahren haben. Hielt sich einigermaßen in Grenzen würde ich sagen. Bartechnisch auf jeden Fall, denn mein Kollega Marlon war von 23 bis 3 Uhr dort und meinte, dass es wohl ziemlich schwierig war einigermaßen ordentlich an Getränke zu kommen. Unsere Praktikantin Alicia konnte das bestätigen. Toiletten waren wohl auch ein paar zu wenig da, aber ansonsten isses ganz ordentlich gelaufen und war wohl auch ‘ne fette Party. 6000 Tickets waren im VVK schon weg, es war am Samstag also rappelvoll das Ding.

Laut Polizei, gab es bis Mitternacht ein paar Anrufe, dass es wohl zu laut sei, aber ansonsten ein ziemlich reibungsloser Ablauf. Ein Typ der unter Drogeneinfluss etwas randaliert hat, das war‘s. Bei 6000 Leuten ist das ‘ne sensationelle Quote, würde ich sagen. Lustig auf jeden Fall diese kleine Anekdote: Etwa 17 Uhr, ich stehe an dem Kassenhäuschen, als ein etwa 55 jähriger Mann mit leicht bayrischem Akzent sich bei einen der Veranstalter mit folgendem Text beschwert: “Das kann man sich ja nicht anhören. Bum, bum, bum. Ich sitze auf meiner Terrasse und bum, bum, bum. Meinen sie das hört sich gut an? Machen sie die Musik jetzt bitte aus. Das kann man sich ja nicht anhören.” Dann ging ich schmunzelt weiter und hörte nur: ” … ich verstehe sie ja, aber, blablabla …!”

In der Kreiszeitung steht heute gar nichts und die Sindelfinger Zeitung zerfetzt das Festival in einem kleinen Dreizeiler und kündigt für die nächsten Tage eine ausführliche Rezension an. Ich bin mal gespannt, denn ich frage mich was dieser Kulturkritiker denn von solch einer Veranstaltung erwartet. Man kann elektronische Musik mögen oder nicht, aber dass das Ding kein Benefizkonzert wird und dort nicht nur Wasser getrunken wird, das muss man keinem realistisch denkenden Menschen erzählen. Clubtickets für ein gutes Booking im Rocker in Stuttgart zum Beispiel kosten fast die Hälfte. Wie viele “zu behandelnde dehydrierte Raver” gab es von den 7000 Besuchern? Drei, fünf oder zehn? Und zu welchem Konzert darf der Herr Kulturkritiker denn eigene Getränke mitnehmen? Ich muss sagen, ich bin alles andere als ein Raver, definitiv nicht. Und ich würde selbst nicht einmal auf das Festival gehen, aber da waren vielleicht 6000 Leute bei diesem Event in Sindelfingen. Und das ist mal ‘ne Ansage. Kein Chaos, keine Schlägereien, keine Verletzten, lediglich ein paar ältere Damen und Herren, die auf ihrer Terrasse bis 23 Uhr etwas Bass im Ohr hatten. Wie oft kommt das vor in Sifi? Nicht so oft, würde ich sagen. Aber vielleicht will man in der Daimlerstadt eher kleinbürgerliche Dinge supporten. Denn nachdem die Stadt vor einigen Wochen mit einer Sexsteuer die Erotik-Messe aus der Stadt gejagt hat, legt die Sindelfinger Zeitung jetzt nach. Ich finde es schade, man sollte doch froh sein, dass Sindelfingen (das gilt übrigens auch für BB) nicht ganz in seinem provinziellem Mief erstickt und solche Events hier stattfinden. Denn das Leben besteht nicht nur aus Ü30 Partys, Alpenmax, Benefizkonzerten von Lokalbands oder Kirchenchoralen. Direkt darunter gibt es dafür aber musikalischen Reichtum in der Martinskirche. Immerhin.

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So, genug der Worte, schauen wir mal, ob das Ding hier in Sindelfingen ‘ne Eintagsfliege war oder nochmals zu Besuch kommt. Auf jeden Fall fettes Booking, sicher verbesserungsfähige Organisation, ausverkauft, keine Polizeiaction und Paul Kalkbrenner. Hier noch ein paar Eindrücke von dem Herrn Kalkbrenner.

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Introducing K. Sparks

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Über ein paar Netz-Umwege auf eine stylische Sache stoßen. So läuft das manchmal im www. Dieses Mal über Spreeblick auf einen Kunst- und Styleblog, auf einen Filmemacher und schließlich auf diesen K. Sparks. Big respect, auch an den Videomenschen!

Nein, Danke!

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Bin grade über das neue Fanta-Video von “Danke” gestolpert. Irgendwie ‘ne lustige Idee, die in dem Video komisch umgesetzt werden soll. Ist aber nicht wirklich witzig liebe Fantas. Is‘ ja Geschmacksache nich’ - also macht euch euer eigenes Bild.

2×2 Gästelistenplätze für das Day & Night

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Als Abschluss unserer Berichterstattung rund um das Day & Night Festival am Samstag in Sindelfingen verlosen wir 2×2 Tickets. Bitte diesen Post hier oder auf unserem Facebook-Profil den entsprechenden Post bis Donnerstag 18 Uhr kommentieren. Die Gewinner werden dann hier und auf FB bekannt gegeben.

Kein Datenklau, Umweltschutz!

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Wir schreiben das Jahr 2010 und Google Street View steht in den Startlöchern. Seit 2007 fotografieren fleißige Helferlein des Internet-Giganten in der Weltgeschichte herum (wir berichteten!!!), um der bequemen Menschheit in Zukunft auch noch das Spazieren zu erleichtern. Einfach ins Internet und virtuell durch die Straßen schlendern. Geil, oder? Das Programm ist inzwischen soweit, dass man in Paris bereits die verpixelten Hintern ahnungsloser Touristen bestaunen kann. Und den Eifelturm. Nordic-Walking war gestern, „Cyber-Walking“ heißt der Volkssport von Morgen. Auch in Deutschland, denn die zwanzig größten Städte unserer Bundesrepublik will Google für den aerophoben Konsumenten zugänglich machen. Unter ihnen eben auch Stuttgart. So kann man sich vielleicht künftig den Eintritt in die Wilhelma sparen. Im Netz vor dem heimischen PC laufen die süßen kleinen Tigerchen nie weg und man kann sie sogar gefahrlos streicheln. Ach, herrlich. Wenn da nur nicht immer diesen blöden Datenschutz-Futzis wären, die sich nun aufplustern, wie Uli Hoeneß bei der Hauptversammlung und von Datenklau und Eingriff in die Privatsphäre reden. Spielverderber.
Google Streetview ist wirklich gut. Wenn ihr das nicht glaubt, dann schaut doch mal auf der Homepage nach. Unter www.google.de/streetview wird man erkennen „Wozu ich Street View brauche“. Und da erscheint neben anderen ganz tollen, überzeugenden und wirklich lebenswichtigen Punkten (wie zum Beispiel, dass ihr eurer Familie zeigen könnt, wo ihr lebt) an drittletzter Stelle unter „Umweltschutz“ folgendes Argument. Haltet euch fest:

In vielen Bereichen (z. B. Stadtplanung, Wohnungssuche) wird durch den “virtuellen” Besuch vor Ort via Street View ein “physischer Vor-Ort-Termin” überflüssig. Dies spart Zeit, Kosten und leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Klimaschutz? Na dann ist ja alles in Ordnung. Fotografiert meine Bude, mein Auto und mein Kind, dass im Garten spielt. Ich schütze die Umwelt. Und die haben Recht, wozu ein Haus besichtigen, dass ich eventuell kaufen möchte. Reicht doch völlig aus, wenn ich mir die Pixel-Fassaden des neuen Heims vom Sofa aus anschaue. Innen wird schon alles passen. Ich schütze die Umwelt.
In diesem Sinne, Waidmannsheil und wir sehn uns… auf Google Street View.

PS: Wer sich übrigens gegen den Datenklau wehren, äh ich meine, dem Umweltschutz verwehren möchte (und wer will das schon), kann bei Google einen Antrag einreichen, dass die eigenen vier Wände im Programm unkenntlich gemacht werden. Das Datenschutzzentrum Schleswig Holstein stellt dafür einige hilfreiche Infos und Tipps bereit. Laut Google werden die Bilder dann auch ganz wirklich ohne Spaß gelöscht. Echt.

PS2: Im Video oben sieht man halt, wie das dann so aussieht. So ne Stadt. Und so ein fetter Fleck Vogelschiss auf der Google-Cam. Natürlich kursieren auf Youtube schon Unmengen an Videos die Fehler oder witzige Szenen in Street View zeigen.

Turf Dancing

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Die Jungs aus Kalifornien geistern gerade durch die digitalen Medien. Der neue “Tanztrend” Turf Dancing sieht - so wie ich das als Balkan-Michael Jackson einschätzen kann - irgendwie nach einer Mischung aus Breakdance, Modern und improvisierter Streetperformace aus. Einer der Tänzer der Tanzgruppe Turf Feinz meinte wohl, dass Turfing so eine Art Pantomime von Dingen aus dem alltäglichen Leben sei, um Geschichten durch fließende Bewegungen erzählen. Emotional aber ohne Agression.

An der Straßenecke, an der das obige Video spielt, ist wohl der Bruder von einem der Tänzer gestorben. R.I.P. und viel Glück Jungs. Hat auf jeden Fall Style.

Noch zwei Pariser Jungs:

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Zu Besuch bei Hans Holczer

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Das PIG war zu Besuch bei einem der momentan bekanntesten Sportpersönlichkeiten aus dem Kreis. Hans Holczer aus Herrenberg stand uns zwei Stunden Rede und Antwort für ein Interview, das in der September-Ausgabe des PIG erscheint. Der ehemalige Gerolsteiner-Teamchef, der seit einigen Jahren eine der bedeutendsten Figuren im deutschen Radsport ist, wird im September wieder als Lehrer an seiner alten Schule in Böblingen (Friedrich-Schiller-Realschule) unterrichten. Es wird im viel Spaß machen, wieder als Lehrer zu arbeiten, sagte er, aber das Leuchten in den Augen und das Sprudeln der Worte war ungleich größer, als die Themen sich um den großen Radsport drehten, an dessen Rad er eine Dekade erfolgreich drehte. Der Radsport hat viel mitgemacht in den letzten Jahren und so war auch Hans Holczer - man könnte fast sagen - beim Aufstieg und Fall dieser Sportart dabei und zwar mittendrin. Und nicht nur wir hatten den Eindruck, sondern Herr Holczer bestätigte selbst, dass ein entsprechendes Angebot und Konzept ihn wieder in die Fänge des Radsports locken würde.

Es war auf jeden Fall ein sehr nettes und lockeres Gespräch, in dem er viele Anekdoten und Geschichten natürlich auch zu dem dominanten Thema Doping erzählt hat. Ja, erzählen kann er, das haben wir nicht nur in den zwei Stunden erlebt, in denen wir in Herrenberg vorbei schauten, schließlich hat er erst vor kurzem ein Buch zu seinem Leben mit, im und für den Radsport veröffentlicht:

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“Garantiert Positiv” heißt es und dürfte nicht nur fürt Radsportfans interessante Einblicke in das Leben des Hans Holczer und das Tour-Leben des Radsportzirkus gewähren.

Sommer bleibt bis Ende 2012

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Erst vor einigen Tagen habe ich Georg Sommer kennen gelernt, als wir mit ihm bei einem Termin zusammen saßen. Und ich muss sagen, dass der Geschäftsführer der CCBS ein sehr angenehmer Gesprächspartner und offen für neue Ideen und neue Spuren ist. Zudem habe ich eine gute Prise Humor über den Tisch huschen sehen.

Gestern kam dann eine Pressemitteilung herein geflattert, in der zu lesen war, dass Herr Sommer nun bis Ende 2012 auf diesem Posten bleibt. Dies bestätigte der Aufsichtsrat der CCBS.

Er möchte das Konstrukt CCBS kontinuierlich weiter entwickeln und wünscht sich eine gute nachbarschaftliche Beziehung zum Beispiel mit Leonberg, sowie eine insgesamt gemeinsam auftretende Kultur- und Eventregion: ”Die Bürger müssen von der Notwendigkeit unserer CCBS überzeugt sein, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Nicht wir stehen im Mittelpunkt, sondern die Besucher unserer Veranstaltungen, die Bürger, die Kunden, die Veranstaltungen in unseren Häusern buchen und die Organisationen unserer Städte.” Georg Sommer, der Quereinsteiger in diesem Thema ist, meint zudem: “Vielleicht ist dieser neue Blick, verbunden mit der Erkenntnis, man ist nicht deshalb der Chef, weil man alles am besten weiß, gerade richtig um Neues zu entwickeln und eingefahrene Gleise zu überdenken.“

Georg Sommer ist 58 Jahre alt, Familienvater und lebt in Sachsenheim. Er ist mit Familie und Freunden oft in seiner neuen Heimat, um auch die „familiäre“ Verbundenheit mit der Region zu zeigen. Sein Motto für die Zukunft lautet: Nicht Alles ist umsetzbar, aber Vieles ist möglich, wenn gemeinsam nach Lösungen gesucht wird und eine Win-Win-Situation entstehen kann.

Auf der Leiter immer weiter

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Tja, es geht immer weiter, Sprosse für Sprosse, auch auf oder mit der Leiter. Mein Homie Edip hat mir die Jungs aus Neuseeland gezeigt, die durch einen Werbespot eines EnergyDrinks bekannt wurden und ihr Ding von den französichen Parkour-Kollegen - abgeleitet haben.

Wikipedia sagt: Parkour ist eine Sportart, bei der man unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den schnellsten und effizientesten Weg von A zum selbstgewählten Ziel B nimmt. David Belle (siehe Video unten) hat die Sportart erfunden

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In Stuttgart - habe ich gerade entdeckt - gibt es für Interessierte übrigens auch einen Verein.

Paul Kalkbrenner im Interview

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Dass Künstler aus der elektronischen Musikszene zum absoluten Superstar avancieren ist nach wie vor eher der Ausnahmefall. Das Paradebeispiel ist  Paul Kalkbrenner . In der Szene schon immer ein Garant für hochwertige und individuelle Produktionen, hat er mit dem Film „Berlin Calling“ in ganz Europa und auch darüber hinaus Beachtung gefunden. Der Soundtrack, allen voran der geniale Titel „Sky and Sand“ lief in den Clubs und Radiostationen rauf und runter. Als Headliner beim fünfjährigen Jubiläum des Day & Night-Festivals am 21. August in Sindelfingen spielt der Berliner jetzt seinen einzigen Gig im Raum Stuttgart. In diesem Rahmen sprach er mit uns über seine Tour, seine Pläne für die Zukunft, die Fußball-WM und über ein ganz besonderes Erlebnis in Stuttgart.

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Paul, du bist ja als großer Fußballfan bekannt und bist auch gerne mal im Fußballtrikot anzutreffen. Auch in „Berlin Calling“ sieht man dich in einem Frankreichtrikot. Bist du Sammler?

Naja, mittlerweile nicht mehr so, das hat sich über die Jahre ein wenig aufgelöst. Damals, als wir den Film konzipiert haben, war ich ja noch fünf Jahre jünger. Ich habe allerdings ein schönes Deutschlandtrikot von 1990, wie neu. Ich habe es sogar ein wenig umnähen lassen, weil der Schnitt einfach nicht mehr modern ist. Das ziehe ich dann natürlich an, wenn die Deutschen wieder spielen.

Aber das war schon richtig ernst gemeint, diese Trikotgeschichte?

Ja klar. Ich habe auch jetzt während der WM meine Tour unterbrochen, damit ich wirklich alle Spiele sehen kann. Tatsächlich habe ich mir sogar alle 32 Fahnen gekauft.

Lass uns vom Fußball zu deiner Tour kommen: der Tourstopp während der WM muss für dich eine neue und sehr gegensätzliche Erfahrung sein, wenn man den Rummel um deine Person und deinen Zeitplan in den letzten zwei Jahren betrachtet. Hast du den Trouble und das viele Reisen vermisst?

Nein, definitiv nicht, es war ja WM und das zelebriere ich schon sehr heftig. Wir hatten einen 60 Zoll-Fernseher, links und rechts daneben die Fahnen, das war schon eine tolle Sache. Bei jedem Spiel hingen andere Fahnen, immer von den jeweils spielenden Mannschaften. Dazu wohne ich in einem schönen Haus und da kann man auch sehr gerne mal mit mehreren Leuten richtig gut Fußball gucken.

Du bist einer der wenigen Künstler in der Szene, die auch richtig große Konzerthallen füllen. Wie hat sich deine Performance gewandelt? Stehen die großen Gigs im Vordergrund oder ist es dir wichtig den Kontakt zur Basis nicht zu verlieren und auch in kleinen Läden zu spielen?

Ich habe jetzt Anfang des Jahres eine große Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gemacht, unter anderem in der Westfallenhalle in Dortmund oder der Jahrhunderthalle in Frankfurt. Die verbleibende Zeit bis zur WM habe ich dann allerdings wieder in kleineren Clubs gespielt, quasi als Ausgleich. Ich war zum Beispiel in Rom, Rotterdam und Bordeaux und sogar in Kanada beim Picnic Electronique. Gerade nach dieser Riesentour im deutschsprachigen Raum war es uns wichtig auch vermehrt international zu spielen.

Wird man dich bald nur noch große Konzerte spielen sehen?

Nein, nach meiner Tour werde ich mich jetzt erst mal wieder auf das konzentrieren was ich vorher gemacht habe, also in Clubs spielen. Da ist dann jetzt natürlich ein viel größerer Auflauf als zuvor, aber es sind immer noch die gleichen Clubs in denen ich seit Jahren spiele und auch in Zukunft weiterhin spielen werde.

Was macht den Unterschied zwischen einem Paul Kalkbrenner-Konzert und einem Gig im Club?

Das kann man schwer vergleichen. In einem Club sind die Gigs meist etwas kürzer, aber was soll’s? Dann spiele ich halt nur ein 90 Minuten-Set. Meistens werden es ja schon zwei Stunden, aber es ist doch ein Unterschied zu einem riesen Konzert, bei dem wir erst mal mit fünf Tonnen Equipment anreisen. Alleine der Aufwand alles aufzubauen und herzurichten ist auf so einem Konzert enorm, da habe ich dann allerdings auch fast vier Stunden gespielt und es geht dann auch mehr auf der Bühne, mehr Show, mehr Technik.

Du hast auf deiner Tour jedes Wochenende durchschnittlich zwei Konzerte gegeben. Lassen die vielen Shows denn noch Raum für Improvisationen oder ist deine Show komplett durchgeplant?

Nein, das ist nicht komplett durchgeplant. Ich weiß noch damals bei der Pilotvorstellung in der Columbia Halle in Berlin, da hab ich einfach um 23 Uhr angefangen und das hat sich dann hochgesteigert. Ich mag diese Konzerte sehr. Die Clubshows sind anders, kürzer und die Atmosphäre in einem Club ist auch ganz anders als auf einem Konzert. Aber das ist auch gut so.

Die Tracks aus „Berlin Calling“ wie „Sky and Sand“ kennt man mittlerweile in ganz Europa. Können wir denn bald neue Produktionen oder Remixe von dir erwarten?

Ja, ich arbeite gerade an verschiedenen Projekten. Unter anderem mache ich einen Remix für Moby und einen für Stromae aus Frankreich. Es ist sogar ein Remixprojekt für Rammstein dabei.

Nach dem Riesenerfolg, den du mit dem Soundtrack von „ Berlin Calling“ hattest, spürst du da schon den Druck ein neues Album nachlegen zu müssen oder bist du eher ganz entspannt?

Also von Druck kann keine Rede sein, aber ich möchte im nächsten Jahr schon gerne wieder was releasen. Allerdings machen wir derzeit jetzt erst mal eine Live-DVD. Die haben wir bei den großen Konzerten in HD aufgenommen. Natürlich wurde auch in den Clubs gefilmt und auch den Festivalsommer nehmen wir selbstverständlich noch mit, so dass wir am Ende des Jahres eine richtig schöne und vor allem auch sehr lustige Live-DVD releasen können.

Dein Gig beim Day & Night-Festival wird dein einziger im Raum Stuttgart sein. Welche Erinnerung verbindest du mit Stuttgart und der Region?
Ich hatte mal 2009 einen Gig im Romy S. Wer den Club kennt, weiß, dass er eher kleiner ist. Das Booking hatte man vier Monate im Vorfeld gemacht. In dieser Zeit kam aber durch den Film nochmal so viel Druck hinter die ganze Sache, dass der Club am Ende wirklich schon viel zu klein für die ganzen Leute war. Das war dann der absolute Ausnahmezustand.

Beim Day & Night wird es mehr Platz geben, versprochen. Was ist denn dein Festival-Highlight diesen Sommer, der ja jetzt nach der WM erst richtig für dich losgeht?

Definitiv mein anstehender Gig auf dem Burning Man. Das wird was ganz besonderes. Normalerweise kann ich diese Frage nie so eindeutig beantworten, weil ich die meisten europäischen Festivals sehr gut finde. Allerdings hat das Burning Man da doch noch mal eine Ausnahmestellung.

Vielen Dank für das Interview!

Battle of the Matratzenoutlets

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Böblingen, Elbenplatz. Es ist Sommer und die Luft brodelt zwischen den Outlets der im ganzen Universum billigsten aber selbstverständlich besten Schlafunterlagen. Wenn man an der Ampel in der Stadtgrabenstraße steht, kann man die brennende Luft förmlich spüren und manchmal fliegen auch Reste von alten Latex-Matratzen über die Autodächer. Der Preiskampf der beiden Matratzen-Platzhirsche am Elbenplatz erreicht einen noch nie da gewesenen Höhepunkt. MFO, einer der beiden Matratzengladiatoren, verpasst seinem Gegenüber Concord nach langem Abtasten eine Schelle, dass es kracht. Mit grünen Neon-Lettern wird der Preisschwinger durch die Luft geschleudert. 92 Prozent reduziert. Bis zu, und jede Zweite. Die Zuschauer sind geblendet. Baaaam!


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