Archiv: Februar 2011

Raphael Saadiq “Good Man”

http://www.vimeo.com/19650377

Einer meiner Lieblingsmusiker ist wieder da, mit neuem dicken Video und Track, oder auch umgekehrt! Und, einem neuen Album (”Stone Rollin’) am 22. April, auf das ich mich freue, wie kleine Kinder auf Gummibärchen nach dem Zähneputzen. Hier das EPK:

http://www.vimeo.com/19397590

Und noch ein Live-Video von einem meiner absoluten Favorites!

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Schilling vs. See-Studio

Am Wochenende laden gleich zwei Locations zu generationsübergreifenden Parties ein, wenn man das so sagen darf. Sowohl im See-Studio, als auch im Café Schilling gibt es das Beste der 70er, 80er, 90er und sogar das Beste von Heute. Also alles, quasi! Im See-Studio steht DJ Andy T. hinter den Plattenspielern oder CD-Playern, während im Schilling DJ Nobbe für Stimmung sorgt. Ihr habt also die Qual der Wahl. Wir sind gespannt auf diesen Battle of the Mixed Music-Feten.

Um euch schonmal darauf einzustimmen, haben wir je ein Paradebeispiel aus den vier Jahrzehnten rausgesucht

Hier ein möglicher Track, der aus den 70ern gespielt wird:

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Eine eventuelle Bombe aus den 80ern:

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Und ein fetter Disko-Track aus den 90ern, der es am Samstag Abend in die Playlist schafft:

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Und Lady G. von heute:

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Also liebe Leute, trefft eine Entscheidung und lasst die Sau raus!

PS: Der Termin im See-Studio hatte übrigens den Weg in den Kalender unserer Februar-Ausgabe leider nicht gefunden. Sooorry!

Signale eines Untergangs

Wir hatten ja nach dem Spiel in Gladbach den glorreichen Sieg des VfB knallhart analysiert. Und was die Billige Putzkraft geschrieben hat, war wohl doch nicht so falsch. Nun nach dem ebenso glorreichen Nürnberg-Spiel,

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in dem die nackten Zahlen auch das widerspiegeln, was den VfB gerade ausmachst (oder auch nicht) haben die Stuttgarter Nachrichten die Situation in einem Artikel wunderbar auf den Punkt gebracht. Sehr schön Herr Barner, Fakten, verbale Spitzen, schöne Wortbilder und klasse Analyse.

Tour of the Universe-DVD

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Erst vor einigen Tagen hat mir mein DJ-Kollegen Denis aka Terry Lee Wood von der Wahnsinns-Liveperformance von DM bei ihrer letzten Tour vorgeschwärmt. Hab‘ jetzt mal reingeschaut und der Einblick ist richtig fett (aber seht oben selbst). Ich glaube die Worte von ihm waren irgendwie “Meßlatte”, “2010er Standards gesetzt” oder “unglaublich” so. Und er hat, wie ich auf den ersten Blick finde, nicht übertrieben. Was ich damit sagen will, ich werde mir die DVD (in Barcelona gedreht) sicher abchecken und für alle die, die DM und gute Live-Shows schätzen, ist dies sicher ein Tipp wert. Unter anderem hier erhältlich.

Ach so, und hier nochmals das Video von “Wrong”. Üüüüüüüüüüüüüübelst fett, oder?

http://www.vimeo.com/4435893

Hip Hop-Chor 3.0

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“Above the clouds where the sounds are original. Infinite skills create miracles…” rappte Guru (r.i.p.) einst. Ich möchte nicht sagen, er habe unrecht, aber was diese himmlischen Vertreter auf Erden aus dem Video angeht, möchte ich das Wort “skills” jedenfalls nicht in den Mund nehmen. Die Mitglieder dieses, sagen wir, etwas reiferen Chors haben sich vermutlich beim letzten Besuch bei den Enkeln ein wenig inspirieren lassen und machen nun einen auf Hip Hop. Unter anderen haben es den Damen und Herren in den blau-goldenen Hoodies Eminem und Nelly angetan. Mein Favorit ist aber definitiv die ultimative Performance von Outkasts “Hey Ya”. Die Töne treffen sie mit einer Präzision, die nur noch Christian Gentner mit seinen Flanken toppen kann und in Sachen Rythmus und Leidenschaft macht den Kirchen-G’s vom Funky Fresh Sr. Choir sicherlich kaum einer was vor.

Ja, Freunde der Musik, man darf die alte Generation nicht abschreiben. Orgel-Hip Hop 3.0 ist auf dem Vormarsch. Bald auch in der Kirche deines Vertrauens.

Shake it, shake-shake it!!!

PS: Man kann die Newcomer der Szene (welche Ironie, mit einem Durchschnittsalter von ca. 130) auch buchen, wie am Ende des Videos klar wird. Hochzeiten, private Partys und Bar Mitzvahs stehen auf ihrem Tournee-Plan. Gut zu wissen, vielleicht werd ich sie mir zum Geburtstag auf ein paar G-Slides und Cupid Shuffles einfliegen lassen. Yeeah!

Klasse (zu hoch für den) VfB!

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Was für ein erfolgreiches Wochenende für unseren VfB. Total souverän aus eigener Kraft gegen den bisher unbezwingbaren Bundesliga-Spitzenreiter gewonnen, super Moral gezeigt, im Kampf um die internationalen Plätze und nebenbei noch die neuesten Trends in Sachen Haarpracht präsentiert. Zumindest ist das das Bild, das Zeitungen, die Fans in Internetforen und die Mannschaft selbst vermitteln.

Seid doch bitte mal alle so gut und nehmt euren “Niemals 2.Liga”-Schal vor dem Gesicht weg und richtet eure Glubscher auf die Realität. Die sieht nämlich folgendermaßen aus: Bis auf die Tatsache, dass der Teilzeitka**ke aka Andi Möller-Nachfolger aka Timo Gebhart nächste Woche gesperrt ist, hat dieser Spieltag null Komma nichts Positives für den VfB gebracht. Im Gegenteil, schlimmer hätte es kaum laufen können. Zum Einen hat mit Bremen und vor allem Köln die direkte Konkurrenz gepunktet (könnte mich über Bayern immer noch schlapp lachen) und zum Anderen fühlen sich die Jungs mit Brustring jetzt wieder dermaßen in ihrem Können bestätigt, dass sich Akon aka Boka wahrscheinlich erstmal wieder einen Lamborghini (wäre dann, soweit ich weiß, sein dritter) rauslassen wird, in dem er dann zum Friseur fahren kann.

Ich könnte kotzen. Anstatt sich um Autos, die neuesten Nike-Treter und Frisetten zu kümmern (Timo, deine ist übrigens eine Katastrophe. Boka, deine lächerlich.) sollten sich die beiden vielleicht lieber mal klar machen, dass es ziemlich uncool wäre, nächstes Jahr beim SC Paderborn 07 mit ‘nem Lambo am Sportplatz aufzukreuzen und langsam mal anfangen Fußball zu spielen. Denn was die Mannschaft am Samstag Abend abgeliefert hat, war meiner Meinung nach höchstens Zweitliganiveau. Höchstens. Konzept: Fehlanzeige. Ballsicherheit: null. Ideen und Kreativität: findest du beim Pferderennen mehr. Kampfgeist: joooa, übertrieben ausgedrückt, ansatzweise vorhanden.

Reicht euch das? Euch “Fans”, die sich nun über den ersten Auswärtssieg freuen, bei Facebook die internationalen Plätze ins Gespräch bringen, zwinker, Smiley, grins? Euch “Fans”, die Leute wie mich, die das ganze eher kritisch betrachten, als Verräter brandmarken? Wenn euch das reicht, dann freut euch schon mal aufs Wochenende. Da bekommen wir Besuch aus Nürnberg. Und die haben weitaus mehr im Gepäck als Bratwürste und Lebkuchen. Aber wer weiß, vielleicht hat der VfB ja wieder das nötige Glück. Denn aus keinem anderen Grund wurden diese drei Punkte am Samstag gesammelt. Glück. Ein Tor wird nicht anerkannt, ein zweifelhafter Elfmeter, eine abgefälschte Flanke, die zum Tor führt. Was soll man sagen? Glück. Und vielleicht sollte man auch beachten, dass Gladbach derzeit eher so semi-professionellen Fußball spielt und in der ersten Bundesliga so viel zu suchen hat, wie Bokas Lamborghini auf dem Bolzplatz in Paderborn.

Aber egal, macht ruhig so weiter. Pavel, unser Top-Stürmer, soll ruhig weiterhin jeden Ball verstolpern und kein Kopfballduell gewinnen. Timo, zum Glück ja gesperrt, darf ruhig weiter veruschen den “Pseudo-Messi-Original-Inzaghi” zu machen: dribbeln mit anschließendem Fallenlassen. Und Zdravko und Christian G. dürfen sich weiter um die Nachfolge Roberto Hilberts als miesester Flankengeber der Vereinsgeschichte streiten. Aber das ist schon in Ordnung. Wir haben ja alle unseren Schal, den wir uns vors Gesicht halten können.

Ach ja, wenn ich den total coolen “Niemals 2.Liga”-Schal schon erwähne: Diese oberpeinliche Aktion erinnert mich stark an einen Werbesport der Sparkasse, der vor einiger Zeit in den Wohnzimmern lief, vielleicht hat sie der ehrenwerte VfB-Vorstand ja übernommen, genauso wie die Website von Bayern München (im Vergleich hier die neue VfB-Seite, übrigens aufgedeckt von Kessel.tv):

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Denkt euch einfach folgenden Text:

Herr Ruf: “Die Fans sind stinksauer. Vorschläge, Herr Staudt?”
Herr Staudt: “Wir verteilen einfach Schals.”
Fensterputzer im Hintergrund: “Oder wir machen’s wie Dortmund. Wir zeigen den Fans, dass wir uns reinhängen, mit Konzept, arbeiten an unserer Moral und vor allem am Auftreten auf dem Spielfeld und das alles noch diese Saison.”

Applaus

Ruf: “Was brauchen Sie dafür?”
Fensterputzer: “23 neue Spieler, einen kompetenten Vorstand, die Eintrittspreise…”
Ruf: “O.k., wir machen das mit den Schals.”

Klopfen

Also, ich bin mich mal übergeben.

Dr. Hipstamatic & The Schlossbergmorgen

Ein paar Shoots eines wunderbaren Morgens vom Böblinger Schlossplatz mit meiner 1,59 Euro-FX-Abteilung.

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Trompetenpunk & Band Contest

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ReinVentioN aus Böblingen, EpicFail aus Weil der Stadt, Our First Cat aus Böblingen und Five Again aus dem Großraum Stuttgart werden morgen Abend ab 19.30 Uhr aneinem Bandcontest teilnehmen. Eine Jury mit Mitgliedern aus der Böblinger Kulturszene (der Funky Professor wird  das PIG vertreten und vielleicht ab und zu den Bohlen machen) wird die jungen Mucker ab 19 Uhr unter die Lupe nehmen. Außerdem werden “Yakuzi” Trompetenpunk aus Pforzheim spielen. Kommt vorbei, der Sound wird nehme ich an in Richtung Indie, Alternative, Punk gehen. Passt, da liege ich mit meinen Soul, Funk, Disco und Hip Hop-Roots ziemlich im Auge des Sturms. Freu mich auf jeden Fall drauf!

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Interview: Kera-Rachel Cook

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Im Dezember 2006 hatten wir die 22-jährige Böblingerin Kera Rachel Cook für ein Weihnachts-Fotoshooting vor der PIG-Linse. Jetzt hatten wir die junge Dame wieder vor der Kamera und haben ein neues Shooting gemacht. Dazwischen ist einiges passiert. Kera war unter anderem unter den besten 20 bei Heidi Klums „Germany‘s Next Topmodel“ 2010. Wir wollten wissen, was mit etwas Abstand hängen geblieben ist von diesem Topmodelshowzinnober und haben uns mit ihr auf einen Maracujasaft getroffen. Hier die ausführliche Online-Version des Interviews.

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Hallo Kera. Alles klar bei dir?
Ja klar, danke. Nur ein bisschen zu kalt.

Allerdings. Kera, ich selber habe Germany’s Next Topmodel (GNTM) nicht verfolgt, nicht einmal gesehen. Habe ich da was verpasst?
Ja, lauter halbnackte Weiber halt (lacht).

Ok, das ist was. Aber wie betrachtest du im Nachhinein die Show, schaust du sie dir weiterhin an?
Ich werde mir die neue Staffel auf jeden Fall angucken, weil es mich interessiert, was da für Mädels dabei sind, und ich bin vor allem gespannt, ob es anders wird als die Jahre zuvor. Bisher habe ich es ja immer als normaler Zuschauer betrachtet und nun zum ersten Mal als jemand, der weiß, wie es hinter den Kulissen abläuft. Ich bin auch gespannt, was da für neue Gefühle hochkommen. Und was für Erinnerungen.

Hast du jetzt, genau ein Jahr danach, noch Kontakt zu den Mädels von damals?
Ja, mit Leyla Mert studiere ich zusammen Rhetorik – sie kommt ja aus Sindelfingen – und so sehen wir uns mindestens ein Mal in der Woche.

Und zu den anderen? Zu denen, die am Schluss von GNTM noch dabei waren?
Weniger jetzt. Mal über Facebook oder so ein bisschen. Diesen Mädels fehlt aber auch einfach die Zeit, weil sie in der Weltgeschichte rumreisen. Aber ich würd‘s jetzt nicht ausschließen, vielleicht wenn ich mal wieder nach München komme, mal in ihre Agentur reinzuschauen.

Du hast ja auch schon andere Model-Jobs hinter dir. Was ist gut, was ist schlecht an diesem großen Format, der großen Bühne von GNTM?
Das ist schwer zu sagen. Es ist auf jeden Fall ganz anders. Normalerweise weiß der Kunde, was er möchte, gibt Anweisungen dazu und man koordiniert die Sache gemeinsam um das perfekte Ergebnis zu erzielen. Bei GNTM wirst du ins kalte Wasser geschmissen, so auf die Art ‚Hier, mach mal.‘ Aber man darf natürlich auch nicht glauben, dass wenn man zu dieser Show eingeladen wird, man danach wirklich ein Topmodel ist. Das findet die Show einfach nicht, eher neue Werbegesichter. Natürlich, Sara Nuru und Barbara Meier sind schon sehr erfolgreich, aber mehr auf dem Level eines gut bezahlten Models, die auf einem höheren Niveau in die Branche einsteigen. Aber Topmodels sind Frauen wie Naomi Campbell oder Gisele Bündchen.

Das heißt, du siehst die Show auch kritisch bzw. realistisch genug um das einschätzen zu können. Ist dieses Bewusstsein bei allen Mädels da?
Naja, bei allen ist das nicht so. Manche gehen dort hin um diese Erfahrung zu sammeln, um tolle Bilder zu kriegen. Mit Fotografen wie Christian Schuller zusammenzuarbeiten ist immer gut für die eigene Mappe. Aber andere sind wirklich so naiv, dass sie glauben, das wird der große Durchbruch. Und man muss das Fernsehen immer kritisch sehen, denn es sind Shows und es geht darum zu vermarkten und zu unterhalten und weniger die Mädels wirklich weit zu bringen.

Ist das so extrem mit der Naivität?
Ja klar, aber was will man von Mädels mit 16 Jahren erwarten? Ich hätte mich theoretisch auch mit 16 schon bewerben können, aber ich war einfach nicht reif dafür.

Was fehlt vielen Bewerbern noch, außer Reife?
Ich würde den Mädels auf jeden Fall empfehlen, sich nicht zu bewerben, solange sie sich noch kein dickes Fell zugelegt haben. Denn man kann nicht steuern, was die im Fernsehen von einem zeigen, vor allem muss man damit umgehen können. Ich hatte das Glück, dass ich relativ gut dargestellt wurde. Bis auf das, dass ich eine Quasselstrippe bin – was ich ja auch bin. Aber beispielsweise Lena, aus der letzten Staffel, wurde dargestellt, als hätte sie den IQ eines Apfels. Damit muss man umgehen können, aber wer kann das schon mit 16 Jahren?

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