
Vor einigen Wochen als ich aus Köln zurück kam und mit meiner Family an ‘ner Autobahnraste Halt machte, war da dieser Thomas D. von den Fantas. Mit einem kleinen Mini-Thomas D. und einer Thomas D.-Frau und einer Thomas D.’s Frau-Schwester oder Freundin (nehme ich mal an). Toll, werdet ihr sagen, und jetzt? Ich wollt‘s nur  mal erwähnen, weil das letzte Mal, dass ich den Kerle so im Vorbeigehen gesehen hab‘ war im alten On-U (manche mögen sich erinnern, war auf der Theo-Heuss in Stuggi, ich glaube später Inner Rhythm), an einem frühen Morgen im Jahre 1991 oder so. Damals saß er mit einem Drink an der Bar rum und sah ziemlich müde aus.
Tja, und jetzt fast 20 Jahre und viele Lieder später, sehe ich diesen hageren Schwabenrapper zufällig wieder. Und wieder sitzt er mit einem Drink (dieses Mal wahrscheinlich Kaffee oder sowas) da (diesmal in der Kinderecke), und sieht wieder ziemlich müde aus. Ich glaub, Platten machen ist ziemlich anstrengend. Kann aber auch an dem Mini-Thomas D. (vielleicht so drei Jahre alt und fast so süß wie meine Minis) gelegen haben.
Nun jedenfalls will ich hier eine kurze Plattenrezension zum Besten geben ohne die Platte gehört zu haben (außer ein paar Radiofetzen von “Gebt uns ruhig die Schuld”). Ab heute könnt ihr also die neue Fanta-Platte kaufen. Sie heißt “Für dich immer noch Fanta Sie”. Einprägender, lustiger, kluger, intelligenter Name. So bestimmt auch die Musik, die sie enthält. Nun, was erwartet euch? Ganz bestimmt einprägende, intelligent-lustige, abwechslungsreiche und teils witzige Tracks. Melodiös, poppig und doch nicht vermainstreamt. Insgesamt 16, davon ein Intro-Song, zwei Skits, ein Remix, ein Video und ein Making of. Smudo, Thomas und Michi wechseln sich ab, so dass jeder seinen Stil und seine Stärken entfalten kann und Andy brettert die Musik drumherum. Fetzig und nachdenklich, von Jazz bis NuSportsElectro2010-Einflüsse alles dabei, doch niemals overdreht und tu matsch. Und außerdem …, ah neeee,  über Wort- und sonstige stilvolle Fanta-Reimspielchen will ich hier gar nicht sprechen, sie verstehen sich von selbst. Oder eben auch nicht! Ich werde mir die Platte nachher jedenfalls kaufen und auch anhören. Und wenn ich dann eines Besseren belehrt werde, dann melde ich mich.

P.S. Das Cover ist so ähnlich wie diese Kinderbücher, wie heißen sie nochmals, ah genau “Wimmelbücher” (Bild oben), aufgebaut. Erinnert mich zumindest dran. Nun, die Fantas sind ja, glaube ich, inzwischen auch Papas und da liegt die Inspiration nahe.
P.S.2 Man bin ich ein tighter Rezensionist. Und das Ganze ohne Plattenbemusterung. Bestimmt ruft der Spex-Cheffe bald an.