#19 Weit weg: Einmal Kapitalismus. Bitte.

Jetzt habe ich Argentinien endgültig verlassen. Schweren Herzens, defintiv. Aber auch mit der Gewissheit, dass mir noch eine Woche Urlaub bevor stehen. Samstag Abend bin ich in einem Ruf-Taxi (der Fahrer hat Vorfahren aus Stuttgart!) zum Internationalen Flughafen in Buenos Aires geheizt. Aus dem Radio tönte klassische Musik. Trauerstimmung war angesagt. Die ganzen dreizehn Wochen liefen vor meinen Augen ab wie ein Film. Ein verdammt geiler Film. Jetzt läuft der Abspann. Flughafen, Menschenmassen, United Airlines Schalter. Der letzte Satz lautet: „Einmal Kapitalismus, bitte.“ Ich lasse mir mein Ticket nach New York überreichen und ab geht’s.

