Politik

Styler vor dem Herrn

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Gerade wackelt unser Kolumnist Eppler in die Redaktion und bringt dieses Video ins Spiel, das letztes Jahr irgendwie total an mir vorbei gegangen ist. Damals Ölunglück, BP, Golf von Mexico etc. und die Jungs in dem Video machen in einer Jamsession diesen Song, als Aid-Aktion. Abgesehen von dem Benefiz-Faktor, ich liebe ihn, basta, fertig aus. Style hoch zehn und fast alle Musikstile kombiniert, die ich liebe. Enjoy!

P.S. Kann man irgendwie nur im Ami-iTunes kaufen. Muss erst mal einer verstehen. Aber O.K.

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl

Am 27. März ist Landtagswahl und im Casa Nostra gibt es dazu heute Abend ab 19 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema Bildung. Auf dem Podium sitzen die lokalen Kandidaten Florian Wahl (SPD), Paul Nemeth (CDU), Roger Hahn (Grüne), Jan Rittaler (FDP) und Stefan Dreher (Die Linke). Moderieren wird Otto Kühnle von der Kreiszeitung. Der Eintritt ist übrigens frei.

Weitere Verlängerung für Club Forum

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Der Club Forum darf laut Pressemitteilung der Stadt Böblingen noch ein weiteres Jahr bis 15. Januar 2012 in den alten Räumlichkeiten im Paul-Gerhardt-Weg bleiben.

Dort soll eigentlich ein Hortangebot für Kinder unter drei Jahren entstehen. Deshalb hat die Stadt das Grundstück auch von der Evangelischen Kirche dieses Jahr im März erworben. Der aktuelle Planungsstand gibt dem Forum aber noch Luft zum Atmen und ein weiteres Jahr um dort seine Jugendarbeit fortzusetzen. Das ist bereits die zweite Verlängerung für das Forum.

Sei wachsam

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Mein alter Weggefährte Dani hat das Ding auf Facebook gelegt (thanx!). Auf jeden Fall Gänsehaut (nicht nur wenn man Kinder hat), würde ich sagen! Mich hat es außerdem auf einen Musiker aufmerksam gemacht, den ich bisher zu wenig wahrgenommen habe. Leute nehmt euch die acht Minuten, lehnt euch zurück, hört dem Reinhard zu, denn er ist ein kluger Mann, ein Poet und feiner Liedermacher. Einen schönen Tag noch, nutzt ihn!

Sommer bleibt bis Ende 2012

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Erst vor einigen Tagen habe ich Georg Sommer kennen gelernt, als wir mit ihm bei einem Termin zusammen saßen. Und ich muss sagen, dass der Geschäftsführer der CCBS ein sehr angenehmer Gesprächspartner und offen für neue Ideen und neue Spuren ist. Zudem habe ich eine gute Prise Humor über den Tisch huschen sehen.

Gestern kam dann eine Pressemitteilung herein geflattert, in der zu lesen war, dass Herr Sommer nun bis Ende 2012 auf diesem Posten bleibt. Dies bestätigte der Aufsichtsrat der CCBS.

Er möchte das Konstrukt CCBS kontinuierlich weiter entwickeln und wünscht sich eine gute nachbarschaftliche Beziehung zum Beispiel mit Leonberg, sowie eine insgesamt gemeinsam auftretende Kultur- und Eventregion: ”Die Bürger müssen von der Notwendigkeit unserer CCBS überzeugt sein, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Nicht wir stehen im Mittelpunkt, sondern die Besucher unserer Veranstaltungen, die Bürger, die Kunden, die Veranstaltungen in unseren Häusern buchen und die Organisationen unserer Städte.” Georg Sommer, der Quereinsteiger in diesem Thema ist, meint zudem: “Vielleicht ist dieser neue Blick, verbunden mit der Erkenntnis, man ist nicht deshalb der Chef, weil man alles am besten weiß, gerade richtig um Neues zu entwickeln und eingefahrene Gleise zu überdenken.“

Georg Sommer ist 58 Jahre alt, Familienvater und lebt in Sachsenheim. Er ist mit Familie und Freunden oft in seiner neuen Heimat, um auch die „familiäre“ Verbundenheit mit der Region zu zeigen. Sein Motto für die Zukunft lautet: Nicht Alles ist umsetzbar, aber Vieles ist möglich, wenn gemeinsam nach Lösungen gesucht wird und eine Win-Win-Situation entstehen kann.

7# WM-Talk: Die nette FIFA von nebenan

Kurz vor dem Deutschland-Spiel heute Abend noch eine kleine Backgroundsache. Vorhin saß ich im Wartezimmer meines netten Zahnarzts und las dabei in der GQ einen netten Artikel über die nette FIFA von nebenan. Is’ ja grade WM, nicht wahr. Und dass die FIFA, allen voran Sepp Blatter, ein korrupter Verein sein soll, wusste ich schon vorher. Aber ich musste wirklich bei jedem zweiten Satz den Kopf schütteln und dieses Kopfschütteln ging dann irgendwann über in lautes Lachen. Weil es einfach unfassbar ist, was da oben gedreht, geschmiert und bestochen wird. Leider finde ich den Artikel im Netz nicht - heißt “Der Untergang” und ist in der GQ Juni - habe aber eine Doku, die mal auf ARTE kam auf You Tube gefunden (5 Teile). Fast noch besser!

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“The Final Fax” auf Arte / Kevin Que singt

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The Final Fax ist die Verfilmung über die natürlich höchst satirisch angehauchten Bestechungsversuche von Titanic-Chefredakteuer Martin Sonneborn bei der Vergabe der Fußball-WM 2006, basierend auf einer wahren Geschichte. Heute Abend um 0.30 Uhr läuft der Film auf ARTE und der Sindelfinger Kevin Que liefert den Gesang zur Filmmusik. Was bei den Bestechungsversuchen rausgekommen lest ihr hier in einer kurzen Filmbeschreibung:

The Final Fax
(Deutschland, 2010, 20min.) SWR
Regie: Nico Raschick
Kamera: Jan Bormann
Musik: Karol Obara
Gesang: Kevin Que

Darsteller: Klaus Gehrke (Sepp Blatter), Klaus Schindler (Schäfer), Maik van Epple (Olav Westphalen), Tomas Sinclair Spencer (britischer Journalist)
Autor: Jochen Franken
Produzent: Birke Birkner

“The Final Fax” erzählt nach einer wahren Begebenheit, wie das Satiremagazin “Titanic” dank einer Kuckucksuhr und wirklich guter Würste die Fußball-WM 2006 nach Deutschland brachte.

Ganz Deutschland fiebert der Entscheidung über das Austragungsland der Fußball-WM 2006 entgegen. Der “Kaiser” Franz Beckenbauer - Lichtgestalt des deutschen Fußballs - fungiert als Botschafter seines Heimatlandes. Mit Engagement im Wert von zehn Millionen DM hatte er im Vorfeld voller Hingabe versucht, die Sympathie der FIFA-Funktionäre zu gewinnen.
Etwas billiger fällt die eigentliche Bewerbungsrede vor dem Komitee aus, bei der der “Kaiser” wenig überzeugend über die Vorzüge Deutschlands schwadroniert, während ein paar verlorene Promis im Hintergrund lächelnd Däumchen drücken. “Titanic”-Chefredakteur Martin Sonneborn verfolgt im Fernsehen die Bewerbung und ist herzlich entgeistert. Er sieht die letzte gute Hoffnung und die WM 2006 endgültig in Südafrika untergehen.
Der eingefleischte Fußballfan versucht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, das Ruder doch noch herumzureißen. Ganz nach guter alter Satiremanier schickt Sonneborn sieben ebenso schmackhafte wie freche Bestechungsfaxe an ausgewählte Entscheidungsträger. Das verlockende Angebot: ein Fresskorb, inklusive original deutscher Kuckucksuhr.

Das Bestechungsfax, das bei der Abstimmung über den Austragungsort der Fußball-WM 2006 zur Enthaltung des neuseeländischen FIFA-Vertreters Charles Dempsey führte, enthielt folgendes Bestechungsangebot: “A fine basket with specialities from the Black Forest, including some really good sausages and - hold on to your seat - a wonderful KuKuClock”.
Charles Dempsey erklärte allerdings, dass ihn weniger dieses höchst verlockende Angebot zur Enthaltung bewogen hatte, sondern dass ihm der ständige Druck von allen Seiten am Ende zu viel geworden war: “This final fax broke my neck”, kommentierte er.

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Zur Person von Martin Sonneborn noch ein kleiner Video-Eindruck. Sehr cooler Auftritt bei der NDR-Talkshow.

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Kongresshalle ade? 300 000 Euro für Brandschutz tun richtig weh

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Schön sieht sie aus unsere Kongresshalle. Und der Name erst, der hat so etwas Wichtiges. Direkt zwischen den Seen sehr hübsch gelegen mit eigener Tiefgarage und eigentlich mit ziemlich tollen Räumlichkeiten. Nicht nur für Kongresse. Was man dort alles veranstalten könnte? Ende der 60er wurde sie, glaube ich, gebaut und in den 70ern und 80ern war der Komplex total innovativ und wahrscheinlich auch ganz gut genutzt (nehme ich mal an). Böblingen war mit Sporthalle und Kongresshalle der Hit - deutschlandweit bekannt. In den 90ern dürfte das auch noch O.K. gewesen sein - Jamiroquai war im Europasaal, wenn ich mich recht erinnere, und die Beakdance-WM war auch da. Doch auch über die 90er müsste ich mal Zahlen und Fakten genauer recherchieren. Im neuen Jahrtausend jedenfalls hinkt die Halle seit einigen Jahren weit hinterher und macht regelmäßig hundert Tausende von Euro Miese. Nicht so einfach für die Stadt. Die große Schwester, die Sporthalle, ist bereits hinüber und nun gibt es ‘ne richtige Schelle in Sachen Brandschutz: über 300 0oo Euro kommen auf die Stadt zu und manch einer überlegt schon, ob und wann man die Halle dicht macht.

Nun, vielleicht sollte man sich in Böblingen lieber überlegen, ob die Art der Nutzung und der Umgang mit solch einem Koloss noch zeitgemäß ist. Vielelicht sollte man die Nutzung etwas flexibler und moderner (auch in Sachen Preis, Organisation und Kunen- und Mitarbeiterstruktur) gestalten und dem Jahr 2010 anpassen. Es reicht eben nicht, wenn überspitzt gesagt, zwei Mal im Monat ein kroatischer “Wunderheiler”, zwei Flohmärkte und ein zweitklassiges Russenballett am Start ist. Vielleicht sollte man doch mal überdenken, wie man neue Kunden und Veranstalter aquiriert um den Umsatz und die Auslastung zu steigern. Denn es wäre wirklich schade, wenn die Halle abgerissen werden würde. Glück auf Böblingen!

Rumhängen, saufen, schlagen

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Das Thema Jugend hat das PIG von jeher beschäftigt. Nicht nur durch die eigene Sozialisation der Herausgeber hier in Böblingen und Sindelfingen, auch der Drang hier etwas zu bewegen für Jugendliche und junge Erwachsene hat uns immer angetrieben. Denn die Jugend und ihre Kultur, ihr Lebensumfeld waren in den letzten Jahren hier in Böblingen sicher Stiefkinder.

Heute findet im Casa Nostra ab 14 Uhr ein Vortrag zum Thema “Jugend Heute” statt. Das Programm seht ihr unten. Meine Wenigkeit ist zur Podiumsdiskussion auch eingeladen. Unter meinem Pseudonym Egbert Schwartz aka PIG-Herausgeber, PIG-Redakteur und PIG-”Kerle für alles” werde ich an der Podiumsdiskussion teilnehmen, zuhören und ab und zu auch meine Sicht der Dinge zum Thema Preis geben. Bin selbst gespannt auf den Vortrag und auch auf die Talk-Runde.

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Ein Tête-à-Tête der deutschen Polizei mit dem Method Man Tourbus

Irgendwie muss nach dem Method Man-Konzert in München am 3. April den Jungs um den Wu-Tang-Kollegen Zeugs geklaut worden sein. Am nächsten Tag sind sie dann, so wie ich das verstanden habe, kurz bevor es weiter ging in die Schweiz zur Polizei gegangen und haben Anzeige erstattet. Als sie dann ein paar Minuten später wieder wegfuhren passierte das:

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Ich würde sagen etwas unglücklich agiert. Vielleicht könnte man sagen: “Sie waren stets bemüht, aber im Thema verfehlt.”

S21 - Widerstand aus dem Untergrund

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Stuttgart 21-Gegner haben gestern einige Automaten deaktiviert, wenn ich es mal so ausdrücken darf. Stellt sich die Frage: Ist diese Untergrund-Einschüchterung die Wende? Knickt das Projekt jetzt ein? Gut, ich fahr zwar selten Bahn, aber das mit der freien Fahrt für alle ist für mich O.K., da würde ich auf jeden Fall dahinterstehen.

Hier die Polizeimeldung:

Dem allerersten Anschein nach waren es wohl Gegner des Bahnprojekts „Stuttgart 21“, die in der Nacht auf Mittwoch in Leonberg an zahlreichen Haltestellen der S-Bahnlinie S 6 Vandalismus betrieben. Betroffen waren die Bahnhöfe in Feuerbach, Korntal, Ditzingen, Höfingen, Leonberg, Rutesheim sowie Renningen. Insgesamt 16 Fahrkartenautomaten und vier Fahrkartenentwerter waren von unbekannten Tätern angegangen worden. In nahezu allen Fällen wurden Kartenleser, Münzeinwurfschächte sowie die Fahrkartenausgabeschächte vermutlich mit Bauschaum vollgespritzt. Parallel dazu hinterließen die Randalierer auf manchen Geräten Schriftzüge, die die Motivation der Tat erkennen lassen, darunter: „Kein S 21“ sowie „Warum zahlen? Freie Fahrt für alle“. Den damit angerichteten Sachschaden schätzt die Kriminalpolizei Böblingen, die zwischenzeitlich die Ermittlungen in allen Fällen übernommen hat, auf rund 5.000 Euro. Zeugenhinweise zu dieser Sachbeschädigungsserie werden unter der Telefon-Nummer 07031/13-2222 entgegen genommen.

Klatsche für deutschen Gesetzgeber - Vorratsdatenspeicherung unzulässig

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Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute das aktuelle Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung (bisher wurden alle Telefon- und Internetverbindungen für sechs Monate gespeichert) für verfassungswidrig und somit nichtig erklärt. Es ist nicht mit dem Telekommunikationsgeheimnis vereinbar. Die aktuell gespeicherten Telefon- und Internet-Daten müssen also umgehend gelöscht werden. Hier könnt ihr die Presseerklärung komplett nachlesen.

Wie eine Speicherung gesetzeskonform aussehen kann muss jetzt neu angegangen werden. Grünen-Chefin Claudia Roth sprach laut ZDF (hier mehr zum Thema) von einer “richtigen Klatsche” für den Gesetzgeber.

Wolfgang Lützner ist der neue OB!

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Wolfgang Lützner ist unser neuer OB. Mit 56 % gab es auch nicht wirklich ein spannendes Finish, der Favorit hat sich durchgesetzt. Alles andere ist nun Schall und Rauch. Das Ergebnis zählt. Un die nächsten acht Jahre wird der 49-jährige ehemalige Süßener Bürgermeister unseren Weg begleiten. Hoffen wir, dass er seinem Wahlplakat gerecht wird und unsere Stadt in eine positive Zukunft führt. Glückwunsch Herr Lützner, es gibt viel zu tun!

Update: Die Wahlbeteiligung lag bei 41,95 % (13975 abgegebene Stimmen). Etwas mehr als beim ersten Durchgang also! Trotzdem schwach!

Genaues Ergebnis:

Wolfgang Lützner 55,96% - 7785 Stimmen

Dr. Andreas Paust 43,86% - 6102 Stimmen

Sonstige 0,18% - 25 Stimmen

Ungültig 63 Stimmen

Lieber Herr Oberbürgermeister

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In zwei Tagen wissen wir endlich wissen, wer unser neuer OB ist. Am Sonntag endet auch die Verlängerung dieses politischen Lokalkampfes und Elfmeterschießen wird es laut Statuten nicht geben. Spannend wird es werden, soviel ist sicher. Lützner führt relativ klar, Söhner tritt nicht mehr an, spricht sich für Paust aus und bringt ihn somit wieder ins Game. Das ist die Situation. Ob es reicht oder nicht, entscheidet bald das Licht (um Michael Schanze zu zitieren). Oder besser gesagt eure Stimme. Think about!

Wir wollen an dieser Stelle nicht mehr über irgendwelche Wahlkampfaktivitäten berichten oder die letztenTermine posten, sondern einstimmen auf die Zeit nach dem alles entscheidenden Wahl-Sonntag. In der letzten PIG-Ausgabe hat mein PIG-Cheffe einen Brief geschrieben, an den Herrn, der die nächsten Jahre im wunderbaren Böblingen leben und unser Städtchen führen darf. Sicher haben nicht alle, die hier online unterwegs sind, den Brief gelesen. In diesem Sinne: Here it is und vergesst nicht euer Kreuzle am Sonntag!

Lieber Herr Oberbürgermeister,

wenn ich Dir jetzt diese Zeilen schreibe, weiß ich noch nicht, wer du bist und an wen ich sie schreibe. Doch das ist auch nicht so wichtig. Für die Bürger deiner Stadt wird es viel wichtiger sein, was du tust und wie du zu ihnen bist. Ich schreibe Dir diesen Brief in meinem Namen, vielleicht aber stellvertretend für viele Bürger unserer Stadt, für die Du in den nächsten Jahren die Verantwortung trägst. Wir Böblinger setzen eine Menge Hoffnung in Dich und die Zeit, die du mit uns als Steuermann in einem Boot verbringst.

Es wäre schön, wenn wir unser Boot wieder in positives Fahrwasser führen könnten. Damit Böblingen in Zukunft von Studenten nicht mehr als architektonisches Negativbeispiel besucht wird und etwas Flair und Esprit zurückkehren in die Große Kreisstadt. Damit junge Kultur und kreative Szenen wachsen können und nicht fliehen müssen, weil sie nicht gewässert werden. Damit die Bürger ein gutes Gefühl und Respekt haben, wenn sie von dem Mann sprechen, den sie gewählt haben und der für sie Entscheidungen trifft.

Sei ein fröhlicher und positiver Bürgermeister, sei ein gerechter und weitsichtiger Bürgermeister, der versucht, die Stadt und ihre Menschen ganzheitlich zu sehen. Lass Dich nicht verführen von den eingefahrenen Strukturen und konservativen Mechanismen, die in den letzten Jahren wie Gespenster ums Rathausdach flogen. Höre nicht auf jeden zweiten dahergelaufenen Opportunisten, doch sei offen für kreative, innovative und junge Bewegungen und Anregungen. Ich möchte zwar nicht sagen, dass eine gewisse Aufbruchstimmung da ist, aber zumindest bei den jungen Menschen ist in den letzten Jahren sehr viel kaputt gegangen. Es kann eigentlich nur besser werden. Gib ihnen wieder das Gefühl, dass etwas keimt und Wasser dafür da ist, um junges Leben zu fördern mit all den nötigen Facetten. Glaub mir, keiner erwartet irgendwelche Wunderdinge und wenn möglich noch von Heute auf Morgen. Nein, schau dich um, höre zu und handle.

Vergleichen wir die Situation zum Beispiel mit einer Fußballmannschaft - vielleicht nehmen wir den VfB Stuttgart im Spätherbst 2009, die einen neuen Trainer bekommt. Stell dir vor, dem alten Trainer fehlte in letzter Zeit der Biss, er erreichte die Mannschaft nicht mehr, konnte sie nicht mehr motivieren und ihr Potenzial abrufen. Und jetzt kommst du! Es ist höchste Zeit den Schalter umzulegen, neue Reize zu setzen und Aufbruchstimmung zu erzeugen, in einer Zeit, die sicher auch für die Stadt Böblingen nicht einfach sein wird. Gas geben ist angesagt, auch für die Bürger unserer Stadt. Denn wer den Zustand beklagt, wie er ist, sollte etwas tun dafür, dass er sich ändert. Ich bin mir sicher, egal wie du heißen wirst, die Bürger deiner Stadt werden dir eine faire Chance geben. Und dabei ist es wirklich egal, woher du kommst, welcher Partei du angehörst oder welche Vergangenheit du mitbringst. Was zählt, sind der Augenblick und der Weg in die Zukunft. Lass uns nicht hängen, Steuermann.

Dein Egbert Schwartz

OB-Wahlkampf: Söhner tritt ab und empfiehlt Paust, spricht es aber nicht aus

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Wo mache ich mein Kreuz? Das ist nach der Pressekonferenz vorhin von Johannes Söhner die Frage für alle Söhner-Wähler und für alle, die beim ersten Wahlgang nicht wählen waren. Doch bevor ich kurz weiter ausführe, will ich nochmal darauf hinweisen, dass verdammt nochmal alle Böblinger ihr Stimmrecht nutzen und sich am 21. Februar doch bitte 10 Minuten zur Urne bewegen sollen. Danke!

Also, gerade komme ich von der Pressekonferenz von Johannes Söhner im Alten Amtsgericht, dessen 17% im 2. Wahlgang Zünglein an der Waage sein könnten. Neben sonstigem verbalem Pulverschnee, der von Anhängern und Anwesenden im Saale verkündet wurde, hat Johannes Söhner verkündet, dass er nicht am 2. Wahlgang teilnimmt, da er keine Chance sieht zu gewinnen. Des weiteren wollte er aus seinem Munde keine direkte Wahlempfehlung geben. Im gleichen Atemzug betonte er aber, dass man doch den Kandidaten unterstützen solle, der die Böblinger Bürger beteiligt.

Im Saale meldeten sich dann einige Leute zu Wort und es kam raus, dass alle Söhner-Unterstützer und Förderer in Gesprächen einsimmig für Paust votierten, Johannes Söhner wollte dies aber nicht offiziell als Person aussprechen, schmunzelte aber oft. Nachdem ich dann konkret nachfragte, ob dies denn eine indirekte Wahlempfehlung wäre, denn so hört es sich an, wussten dann alle Bescheid, dass es eine ist.

Interessant außerdem, dass Söhner, wie er berichtete, auf keinen Kandidaten zugegangen ist, um Gespräche oder Verhandlungen zu führen. Paust aber, im Gegensatz zu Lützner, auf Söhner zugegangen sei und das Gespräche gesucht hat. Paust, der auch im Saal war und einige Worte sprach, zeigte sich bei Nachfrage recht überrascht, dass Lützner nicht das Gespräch mit Söhner suchte. “Denn schließlich fehlen ihm noch ein paar Prozentpunkte zur absoluten Mehrheit.”

Nun, man darf sehr gespannt sein, wie sich das Gaze entwickelt, wie die Söhner-Wähler diese Info mitbekommen und inwieweit sie den Schritt in Richtung Paust gehen.

OB-Wahlkampf: Johannes Söhner Zünglein an der Waage

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Tja, wer hätte das gedacht. Es gibt einen 2. Wahlgang. Nein Spaß, in Wirklichkeit wäre es schon eine große Überraschung gewesen, wenn einer der Kandidaten über 50% der Stimmen erreicht hätte. Auch eine Überraschung, dass Johannes Söhner fast 17% erreicht hat und nun das Zünglein an der Waage sein könnte. Ich behaupte ja, wenn er dieses Bild für seine Plakate genommen hätte und einen Tick langsamer sprechen würde, hätte er 10% mehr stimmen bekommen. Viele vermuten nun, dass er eine Wahlempfehlung für Paust abgeben wird und so das Rennen nochmal richtig spannend machen könnte. Söhner selbst will aber mit Paust und Lützner sprechen und verhandeln. Er will eine eventuelle Wahlempfehlung an bestimmte inhaltliche Bedingungen knüpfen. Auch eine weitere Kandidatur schließt er nicht aus. Morgen endet die Bewerbungsfrist der Kandidaten für den 2. Wahlgang, bis dahin muss sich auch Söhner entschieden haben. Wir werden euch auf dem laufenden halten.

P.S. An alle Leute, die nicht bei der Wahl waren (etwa 20 000 !!!!!!!!!!!!), warum auch immer. Schwache Leistung!

Ergebnis der OB-Wahl in Böblingen: Vorläufig kein neuer OB!

Im ersten Wahlgang hat heute kein OB-Kandidat die absolute Mehrheit erreicht. Das heißt, am 21. Februar stehen Neuwahlen an. Die Wahlbeteiligung betrug 40,78%. Folgende Zahlen stellen das Ergebnis dar:

Wolfgang Lützner 46,12%

Dr. Andreas Paust 35,53%

Johannes Söhner 16,91%

Mahmoud Schlather 1,32%

Sonstige 0,11%

Mehr Infos morgen hier an dieser Stelle!

Fristverlängerung für den Club Forum

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Gestern kam eine Pressemitteilung der Stadt Böblingen, dass der Club Forum bis Ende des Jahres dort bleiben darf, wo er eigentlich hingehört: im Paul-Gerhard-Weg. Here it is!

“Im Haushalt der Stadt Böblingen sind erst für die Jahre 2011 und 2012 Finanzmittel zum Umbau des Paul Gerhard Weg 8 zu einer Kindertagesstätte enthalten.
Aus diesem Grunde haben Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang und Dekan Bernd Liebendörfer eine pragmatische Vereinbarung getroffen:
Die Übergabe der Räumlichkeiten findet nicht wie ursprünglich vorgesehen Ende März diesen Jahres statt, sondern erst zum 15. Januar 2011. Die Nutzung des Paul-Gerhard-Wegs 8  erfolgt wie bisher durch die Evangelische Kirche. Diese trägt die entstehenden Nebenkosten in der Übergangszeit.

Die Stadt Böblingen hat von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Böblingen das Anwesen Paul-Gerhardt-Weg 8 erworben. Mit dem Verkaufserlös der von ihr als „Haus der Jugend“ genutzten Liegenschaft, möchte die evangelische Kirche einen Teil der anfallenden Sanierungskosten der Festen Burg abdecken.

Die Stadt Böblingen erwirbt das Gebäude, um dort bis zum Jahr 2012 ein neues großes Angebot für Kinder unter drei Jahren zu realisieren. Die Planungen hierfür laufen bereits, die Baumaßnahmen werden in 2011 beginnen. Durch diese Vereinbarung wird es dem „Club Forum“ möglich z.B. seine „Offenen Tage“ ein weiteres mal durchzuführen.”

OB-Wahlkampf: Nachtrag zum Kandidatenauftritt in Dagersheim

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Hier ein Video vom OB-Kandidatenauftritt in Dagersheim. Wer‘s sichs anschauen will, hier bitte. Produziert von einem neuen “On Demand” Internet-Video-Kanal namens BBOD.tv. Was und wer da genau dahintersteckt hab ich noch nicht genau herausgefunden. Gibt aber ‘ne Facebook-Seite. Bisher nur ein Beitrag, wahrscheinlich gerade in der Startphase.

OB-Wahlkampf: Der Countdown läuft

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Es ist gerade wirklich kalt in Böblingen, so auch gestern, als die Kongresshalle, wie sonst eher nicht so oft im Jahr, Schauplatz Nr. 1 war. Die Böblinger Kreiszeitung (KRZ) lud gestern Abend ein. In der Kongresshalle wollte den OB-Kandidaten nochmals richtig auf den Zahn gefühlt werden. Dort also, wo sie vor einer Woche schon einmal saßen, 20 Minuten reden durften und danach Zuschauerfragen beantworten durften. Nun, eigentlich hatte ich einen Block mitgenommen, um mir Notizen zu machen und die News dann hier zu posten. Doch leider gab es keine so richtigen News, denn inhaltlich unterscheiden sich die Favoriten Paust und Lützner zwar im Detail, aber bei den größeren Fragen nicht im Wesentlichen. Johannes Söhner schlägt sich als unerwarteter Lokalmatador wirklich ordentlich und Schlather betont immer seinen guten Willen. That’s it!

Im Endeffekt hat man allen Kandidaten angemerkt, dass sie etwas müde wirkten und es fast schon leid sind, immer wieder die Zuschauer und die Interessensgruppen mit zufrieden stellenden Antworten zu befriedigen. Dürfen sie ja aber leider nicht so richtig zugeben, gehört eben dazu, Männer. Ja, scheint richtig anstrenegend so ‘n Wahlkampf. Wolfgang Lützner meinte anschließend, dass er am Samstag Abend mit seiner Partnerin einfach tanzen gehen will (wenn ich’s richtig verstanden habe). Schön, tanzen soll glücklich machen, habe ich gehört. Und auch Paust, mit dem ich kurz sprach, bestätigte, dass es manchmal schon zäh sei, den Leierkasten auszupacken. Aber es springt ja auch der OB-Sessel als Belohnung raus. Übrigens es gab ein Zitat (des Abends) von einem Herrn, der auch Fragen stellen durfte. Ich habe leider seinen Namen vergessen: “Derjenige, der den OB-Sessel gewinnt, ….” Wusste ich bisher nicht, dass man den OB-Sessel gewinnen kann, aber man lernt nie aus. Am Sonntag wird auf jeden Fall so richtig gewählt und es würde mich wundern, wenn es im ersten Wahlgang entschieden wird.

Zur Atmosphäre: Es war etwas weniger los als vor einer Woche, vielleicht knapp 1000 Leute, und nach etwa eineinhalb Stunden leerte sich der Saal bis zur Hälfte. Schuld war, denke ich, folgendes: es war einfach langatmig, nicht knackig und interessant genug. Obwohl Moderator und KRZ-Chefredakteur Otto Kühnle eigentlich einen guten Entertainer-Part abgab. Zwischendurch wurde dann zur Aufheiterung sogar so etwas wie Bilderraten oder Dalli-Klick in BB gespielt. War ganz O.K. und Söhner klar im Vorteil. Ansonsten hat sich halt der Saal geleert. Und alle waren, glaube ich, froh als es vorbei war und die musikalischen Kandidaten dann spontan aufgefordert wurden, doch kurz zu jammen. Aber trotz dem relativ unspektakulären Kandidaten-Check habe ich einiges gelernt, am Rande des gestrigen Promo-Abend der KRZ:

  • die meisten jungen Menschen interessiert so eine Veranstaltung einen Scheiß. Die recherchieren im Netz, schauen Bilder, posten selbst und kommentieren Blogs.
  • drei der vier OB-Kandidaten können tatsächlich ein Instrument spielen. Die Aftershow-Band gestern Abend also: Lützner (Drums), Paust (Gitarre), Söhner (Trompete). Nur Schlather glänzte mit Zurückhaltung, obwohl ich mir ein paar Freestyle-Raps hätte gut vorstellen können - gerne auch auf arabisch. Ich bin mir sicher, wenn er die Wahl gewinnt, rappt er acapella ein ganzes Wochenende solo am Böblinger Marktplatz.
  • selbst ein lokaler OB-Wahlkampf ist kein Ponyhof, sondern ein Gedulds- und manchmal auch Mi(e)nenspiel. Jaaaa, das kleine Wortspiel hier ist mir gerade in letzter Sekunde eingefallen und trotzdem irgendwie fett.
  • es ist als Journalist grundsätzlich schlecht, wenn du ein Bild machen willst und dein Akku ist leer (Und ich hab’ mich einfach nicht getraut einen Zeitungsfotografen zu fragen, ob er mir einen seiner Knipser - natürlich undercover - für 2000 Euro verkauft).
  • Doch mach das Beste draus. Wenn du also ein Bild für deinen Blog-Post oder sowas ähnliches brauchst, dann check dein Archiv und stelle eine Pseudobezug her. Oder du malst dir eins - ist noch besser.
  • die KRZ soll die “beliebteste Zeitung im Kreis” sein. So stand’s zumindest an den Rednerpulten. Glauben wir’s mal.
  • der Verleger der KRZ darf sich erlauben, über den Gemeinderat und die umgebaute Brumme-Allee zu lästern. Also brauchen wir uns hier keine Sorgen machen, jemanden auf die Füße zu treten.

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