Tag: Fußball

Danke Herr Guardiola!

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Das PIG sagt “Herzlichen Glückwunsch Herr Guardiola”. Barca ist Meister und da unser Magazin seit jeher hinter dieser katalanischen Philosophentruppe um Herr Guardiola steht, hat uns der Mann mit dem Hundeblick zu einem Besuch im Camp Nou am Sonntagabend eingeladen. So wird der Funky mit PIG-Kolumnist Dr. L. Eder und den beiden Homies Gelo und Pako in die Katalanische Metropole einfliegen und am Samstag unter anderem am Stadtstrand gegen Xavi, Iniesta, Messi und Puyol (unsere Künstlernamen sind auf jeden Fall besser als “dene ihre”) antreten. Ohne scheiß, da es um nichts mehr geht am Sonntag Abend gegen La Coruna konnte Guardiola die Jungs zwischen Meisterschaftsdauersaufgelage und Sonntagskür nochmals heiß machen für diesen Beachsoccerkick. Ich denke wir werden nur zu dritt spielen, da man Puyol auf Sand nicht ernst nehmen kann, aber mal sehen. Ansonsten werden wir ‘n paar nette Tage (und Abende,wenn nicht Nächte) haben und euch von dem kleinen PIG-Trip via FB oder nach der Rückkehr berichten.

Ach ja, selbstverständlich werden wir am Sonntag Abend zusammen mit Guardiola und noch 100 000 anderen Barcelona in diesem Stadion zum 6:1 Sieg coachen. Euch noch ein schönes Wochenende in Nufringen, Dachtel, Stuttgart-West oder wo auch immer. Wir sind dann mal weg!

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Klasse (zu hoch für den) VfB!

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Was für ein erfolgreiches Wochenende für unseren VfB. Total souverän aus eigener Kraft gegen den bisher unbezwingbaren Bundesliga-Spitzenreiter gewonnen, super Moral gezeigt, im Kampf um die internationalen Plätze und nebenbei noch die neuesten Trends in Sachen Haarpracht präsentiert. Zumindest ist das das Bild, das Zeitungen, die Fans in Internetforen und die Mannschaft selbst vermitteln.

Seid doch bitte mal alle so gut und nehmt euren “Niemals 2.Liga”-Schal vor dem Gesicht weg und richtet eure Glubscher auf die Realität. Die sieht nämlich folgendermaßen aus: Bis auf die Tatsache, dass der Teilzeitka**ke aka Andi Möller-Nachfolger aka Timo Gebhart nächste Woche gesperrt ist, hat dieser Spieltag null Komma nichts Positives für den VfB gebracht. Im Gegenteil, schlimmer hätte es kaum laufen können. Zum Einen hat mit Bremen und vor allem Köln die direkte Konkurrenz gepunktet (könnte mich über Bayern immer noch schlapp lachen) und zum Anderen fühlen sich die Jungs mit Brustring jetzt wieder dermaßen in ihrem Können bestätigt, dass sich Akon aka Boka wahrscheinlich erstmal wieder einen Lamborghini (wäre dann, soweit ich weiß, sein dritter) rauslassen wird, in dem er dann zum Friseur fahren kann.

Ich könnte kotzen. Anstatt sich um Autos, die neuesten Nike-Treter und Frisetten zu kümmern (Timo, deine ist übrigens eine Katastrophe. Boka, deine lächerlich.) sollten sich die beiden vielleicht lieber mal klar machen, dass es ziemlich uncool wäre, nächstes Jahr beim SC Paderborn 07 mit ‘nem Lambo am Sportplatz aufzukreuzen und langsam mal anfangen Fußball zu spielen. Denn was die Mannschaft am Samstag Abend abgeliefert hat, war meiner Meinung nach höchstens Zweitliganiveau. Höchstens. Konzept: Fehlanzeige. Ballsicherheit: null. Ideen und Kreativität: findest du beim Pferderennen mehr. Kampfgeist: joooa, übertrieben ausgedrückt, ansatzweise vorhanden.

Reicht euch das? Euch “Fans”, die sich nun über den ersten Auswärtssieg freuen, bei Facebook die internationalen Plätze ins Gespräch bringen, zwinker, Smiley, grins? Euch “Fans”, die Leute wie mich, die das ganze eher kritisch betrachten, als Verräter brandmarken? Wenn euch das reicht, dann freut euch schon mal aufs Wochenende. Da bekommen wir Besuch aus Nürnberg. Und die haben weitaus mehr im Gepäck als Bratwürste und Lebkuchen. Aber wer weiß, vielleicht hat der VfB ja wieder das nötige Glück. Denn aus keinem anderen Grund wurden diese drei Punkte am Samstag gesammelt. Glück. Ein Tor wird nicht anerkannt, ein zweifelhafter Elfmeter, eine abgefälschte Flanke, die zum Tor führt. Was soll man sagen? Glück. Und vielleicht sollte man auch beachten, dass Gladbach derzeit eher so semi-professionellen Fußball spielt und in der ersten Bundesliga so viel zu suchen hat, wie Bokas Lamborghini auf dem Bolzplatz in Paderborn.

Aber egal, macht ruhig so weiter. Pavel, unser Top-Stürmer, soll ruhig weiterhin jeden Ball verstolpern und kein Kopfballduell gewinnen. Timo, zum Glück ja gesperrt, darf ruhig weiter veruschen den “Pseudo-Messi-Original-Inzaghi” zu machen: dribbeln mit anschließendem Fallenlassen. Und Zdravko und Christian G. dürfen sich weiter um die Nachfolge Roberto Hilberts als miesester Flankengeber der Vereinsgeschichte streiten. Aber das ist schon in Ordnung. Wir haben ja alle unseren Schal, den wir uns vors Gesicht halten können.

Ach ja, wenn ich den total coolen “Niemals 2.Liga”-Schal schon erwähne: Diese oberpeinliche Aktion erinnert mich stark an einen Werbesport der Sparkasse, der vor einiger Zeit in den Wohnzimmern lief, vielleicht hat sie der ehrenwerte VfB-Vorstand ja übernommen, genauso wie die Website von Bayern München (im Vergleich hier die neue VfB-Seite, übrigens aufgedeckt von Kessel.tv):

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Denkt euch einfach folgenden Text:

Herr Ruf: “Die Fans sind stinksauer. Vorschläge, Herr Staudt?”
Herr Staudt: “Wir verteilen einfach Schals.”
Fensterputzer im Hintergrund: “Oder wir machen’s wie Dortmund. Wir zeigen den Fans, dass wir uns reinhängen, mit Konzept, arbeiten an unserer Moral und vor allem am Auftreten auf dem Spielfeld und das alles noch diese Saison.”

Applaus

Ruf: “Was brauchen Sie dafür?”
Fensterputzer: “23 neue Spieler, einen kompetenten Vorstand, die Eintrittspreise…”
Ruf: “O.k., wir machen das mit den Schals.”

Klopfen

Also, ich bin mich mal übergeben.

Man sollte es gesehen haben

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Da läuft was schief

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Als mein Kollege Edip mir gerade auf You Tube das obige Video zeigen wollte wurde dieser Error angezeigt (kein Witz). WTF … ich hoffe nicht, dass unser Rechenzentrum jetzt zusammenbricht. Falls ja, machen wir halt ‘n Neuanfang Leute. Falls uns übrigens jemand zu diesem Problem(chen) ‘ne Info hat, her damit! Aber unabhängig davon, der Klopp toppt den Lacher aus dem Netz mit einm der spektakulärsten Interviews der Neuzeit!

500 Internal Server Error

Leider ist etwas schiefgegangen.

Eine Spezialeinheit hat die Mission übernommen, das Problem zu lösen.

If you see them, show them this information:
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#11 WM-Talk: On the Road

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Heute Morgen haben meine Homies Marlon “Brando” und Jan “Mc Gyver” den deutschen Mannschaftsbus auf der A81 gesehen. Sehr gut getarnt waren sie unterwegs zum Stuttgarter Flughafen. Undergroundinformationen zu folge sollen die Jungs in Stuttgart kurz eine Sondereinsatzkommandotrainigseinheit durchgeführt haben und sich anschließend mit MV ein Trollinger zum Aufwärmen genehmigt haben. Das Ganze hatte wohl sowas wie eine Erdungsfunktion, um die Jungs back to the roots zu führen. Ob‘s wirklich wirkt, werden wir später sehen. Heute Abend um 19.20 Uhr landen die Jungs in Südafrika und um 20.30 Uhr kann‘s dann pünktlich losgehen. Jogi selbst hat sich vorgenommen, während des Spiels wieder tief in sich zu gehen, um die Konzentration hochzuhalten und die Spanier wegzubügeln.

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#9 WM-Talk: Lichtgeschwindigkeit 35 WM-Kirche

Netzer, Kahn, Scholl, Klinsmann der wie sie alle heißen, Fußball-Experten unserer Nation und alle anderen weltweit. Ein neuer Experten-Stern leuchtet am Himmel. Schaut ihn euch an, und er wird schon bald niederfahren direkt ins RTL-Studio und dann werden alle Fernsehapparate explodieren, die RTL einschalten. Seht ihn Euch an. Vor all denen, die es schaffen, das Video zu Ende zu schauen, habe ich größten Respekt. Word!

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#8 WM-Talk: Von Gewinnern und Verlierern

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Der Funky Professor hat am Mittwoch ja bereits ausgesprochen (und in einer eindrucksvollen Arte-Doku gezeigt), was viele denken, bereits vermuten oder wissen. Die FIFA ist halt auch nur ein kleiner Haufen geldgieriger, korrupter Sesselfurzer. Und irgendwie macht es mir auch langsam kein Spaß mehr, jeden Tag aufs neue mit anzuschauen, wie (mit wenigen Ausnahmen) ein Spiel nach dem anderen verpfiffen wird. Mal verteilen Schiedsrichter „mehr Karten als das Politbüro der DDR Essensmarken“ (Zitat 11Freunde), mal werden Mordversuch-ähnliche Fouls nicht einmal mit einem Freistoß gewürdigt. Irgendwas stimmt doch da nicht. Dazu kommen nach Lust und Laune aberkannte Tore (USA-Slowenien), grundlos verteilte Gelbe Karten (Schweiz-Chile) und natürlich War-es-Hand-oder-nicht-ach-ist-ja-auch-egal-Diskussionen wie im Spiel der brasilianischen Seleçao gegen die Elfenbeinküste. Luis Fabiano schießt, auf den ersten Blick, das bisher schönste Tor der WM. Schöne Kombi, cooooole Ballannahme, ein paar Lupfer über die Gegner und geil abgeschlossen, 2:0 Brasilien. Göttlich. Auf den zweiten Blick doch auch nur menschlich, moralisch verwerflich und irgendwie betrügerisch. Was so cooool aussah, waren in Wirklichkeit zwei Handspiele in einem Spielzug. Rekordverdächtig. Gut, hat halt keiner gesehen, so soll es sein. Von wegen. Direkt im Anschluss an die gefühlten dreiundzwanzig Zeitlupen des Tores muss man eingeblendet sehen, wie der Schiedsrichter Stéphane Lannoy (vom Kicker mit einer glatten sechs bewertet) zu Señor Fabiano hindackelt, ihn irgendwas fragt, der Gestik nach etwas in der Art, „Das war doch Hand oder?“ und dieser ganz frech und grinsend den Kopf schüttelnd. Eiskalt. Monsieur Lannoy grinst verschmitzt und geht seinen Weg. So läuft das halt. Traurig. Ich habe keine Ahnung was sich all diese Pseudo-unparteiischen Schiedsrichter dabei denken, wenn sie das, für viele und vor allem für den afrikanischen Kontinent, größte Ereignis des Jahres verhunzen. Ich weiß auch nicht, wie viel sie dafür kassieren oder ob sie einfach nur unfähig sind. Ich will es irgendwie auch nicht wissen. Ich weiß nur, dass es langsam, aber sicher an eine Willkürherrschaft der Schiedsrichter grenzt, was dort unten abläuft. Willkommen im Mittelalter. Die Gewinner dieser Schlacht stehen bereits fest. Herzlich Glückwunsch liebe FIFA. Die Millionen werden eingestrichen und mit viel Glück stellt keiner dumme Fragen. Doch wie immer, wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. In diesem Fall steht auch der ganz große Verlierer dieses dreckigen Kampfes bereits fest: der Fußball. Mein Beileid.

7# WM-Talk: Die nette FIFA von nebenan

Kurz vor dem Deutschland-Spiel heute Abend noch eine kleine Backgroundsache. Vorhin saß ich im Wartezimmer meines netten Zahnarzts und las dabei in der GQ einen netten Artikel über die nette FIFA von nebenan. Is’ ja grade WM, nicht wahr. Und dass die FIFA, allen voran Sepp Blatter, ein korrupter Verein sein soll, wusste ich schon vorher. Aber ich musste wirklich bei jedem zweiten Satz den Kopf schütteln und dieses Kopfschütteln ging dann irgendwann über in lautes Lachen. Weil es einfach unfassbar ist, was da oben gedreht, geschmiert und bestochen wird. Leider finde ich den Artikel im Netz nicht - heißt “Der Untergang” und ist in der GQ Juni - habe aber eine Doku, die mal auf ARTE kam auf You Tube gefunden (5 Teile). Fast noch besser!

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6# WM-Talk: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen

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Mein Freund Nene hat vor dem Spanien-Spiel auf seinem Facebook-Profil total keck dieses tolle Video gepostet. Wirklich schön wie sich unsere spanischen Freunde da, die deutsche Polonaise kopierend, freuen, doch leider ist das Ganze zwei Jahre her und die Schweizer Berge sind sehr hoch … und der WM-Gipfel liegt noch etwas höher. Aber 93% Ballbesitz sind auch ein Trost.

Nun denn. De facto haben die Schweizer gerade eben den Spaniern die Eier etwas eingequetscht, wenn ich das so sexistisch formulieren darf und ein erstes Kapitel dieser WM ist zu Ende. Der 1. Spieltag, wenn man das so nennen will, dieser WM geht zumindest nach einer Punktwertung und auch nach Toren und Sympathien, in Sachen Tempo, Kreativität, Spielintelligenz und natürlich in auch der Disziplin Disziplin an Deutschland. Strike. Das mag meinem Kollegen und Freund Dr. L. Eder nicht unbedingt passen, aber das ist im Prinzip auch ziemlich schischke. Bisher hat die WM bis auf den Vuvuzela-Aufreger nicht viel zu bieten. Das WM-Thermometer weigert sich nicht nur beim Funky Professor einen Schub zu tun. Irgendwie rockt das Ganze nicht so richtig. Kaum Tore, langweilige Spiele, Taktik statt Tempo und dannsetzen die Brasilianer dem Ganzen gesztern noch die Krone auf. Ein grandioses 2:1 gegen den Angstgegner aus Nordkorea. Atommacht hin oder her, die Selecao hat gespielt wie eine zweitklassige Drittligamannschaft aus Finnland.

Ich muss sagen die Afrikaner tun mir fast etwas leid. Mann kann nur hoffen, dass der ganze Krempel, den die Teams bisher abgeliefert haben, ab heute Abend Geschichte ist und das Taktieren und der Angsthasenfußball aufhört. Ansonsten boykottiere ich den Rest der WM einfach. Ich besuche Museen, gehe mit meiner Frau neuseeländisch essen oder schau mir alte Tierdokus auf 3sat an. Wo simmer denn? Des kanns ja wohl net sein, oda? Jetzt kommen bestimmt so ‘n paar Experten und verweisen auf die Eingewöhnungsphase, den neuen Ball, die Akklimatisierung und die Angst vor dem Schwarzen Mann. Is klaaaaaaar! Hoffentlich fliegen die Franzosen, Italiener, Engländer und Spanier alle in der ersten Runde raus. Bamm, ab nach Hause, Fresse halten, runterschalten. Also, wir werden sehen, Spaß beiseite, das Spiel dauert bis zu 95 Minuten, der Ball ist viel runder als sonst und der Bessere gewinnt eben doch immer. In diesem Sinne, Freunde des etwas anderen Fussballjournals, Nene “Alonso” und Konsorten, bis denne, ich freu mich auf den zweiten Spieltag!

#2 WM-Talk: Igitt, die Wette gilt!

Da is’ er. Nur noch wenige Tage bis zum WM-Start und wir haben den ersten kleinen Skandal am Start. Und das PIG hat gleich einen Aufklärer vor Ort, denn dieser Vorfall, der beim Einen vielleicht für ein Schmunzeln (oder wie bei mir zu heftigem Lachen), beim Ein oder Anderen jedoch für Entrüstung sorgen wird, hat seinen Ursprung direkt vor meiner Haustür: Argentinien. Wer nun glaubt, dass es sich beim Bösewicht um Diego Maradona handele, den muss ich Enttäuschen. Don Diego hat damit nichts am Hut. Der hat zwar mit seiner Aussage, dass er im Falle des Gewinns der Weltmeisterschaft nackt durch Buenos Aires rennen werde, schon für ordentlich Furore gesorgt, aber sein Chef, Carlos Salvador Bilardo, hohes Tier bei der AFA, dem Argentinischen Fußballverband, hat nun den Vogel abgeschossen. In einem Interview gab er dem Reporter ein Versprechen, dass noch eine Schublade tiefer anzusiedeln ist, als einmal durch die Hauptstadt zu flitzen. Vor allem „tiefer“.

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Das Interview habe ich leider nur auf Spanisch gefunden. Ich habe mich mit meinem Team aus Sachverständigern, Experten und Dolmetschern zusammengesetzt und wir sind auf folgendes gestoßen (wie gut dieses Wort passt):
Der Reporter weist Bilardo darauf hin, dass Maradona versprochen hat zu flitzen und fragt ob er denn nicht auch ein Verprechen abgeben will. Bilardo überlegt, grinst und bietet letztendlich an:

„El que haga el gol en la final me haga la colita“. Wer des spanischen mächtig ist, wird schon ziemlich dumm gucken, für alle Anderen: „Wer das Tor im Finale macht, kann mich von hinten nehmen.“

Bei 0:35 gibt’s den Handschlag. Top die Wette gilt.
Zur Info (ergibt sich aus dem weiteren Gespräch): Carlos Salvador Bilardo ist 74 Jahre alt und unter anderem gelernter Gynäkologe. Er weiß also wovon er spricht, wenn er später noch sagt „Ich weiß dass das weh tun wird“ Ja er wird es wohl wissen. Ich will es nicht wissen und wenn ich Argentinier wäre, würde ich auf keinen Fall ein Tor im Finale schießen wollen. Nun also die Frage ob dieser Ans-porn der Mannschaft so gut tut oder ob dieses Versprechen einfach nur, wie die BILD-Zeitung titelt, für den Arsch ist. Denn solange Christiano Ronaldo keine argentinische Staatsbürgerschaft hat, freut sich wohl keiner über dieses Angebot.

PS: Auf die zwar amüsierte aber doch etwas geschockte Reaktion des Reporters sagt Bilardo nur „Ist doch egal. Wenn wir Weltmeister werden, ist mir alles egal“. Spätestens jetzt weiß auch der Letzte wie wichtig den Argentiniern Fußball ist.

PS 2: Ich habe mich natürlich gleich mal umgehört und ein paar Gauchos dazu befragt. Die fanden das gar nicht so lustig. Ich irgendwie schon. Verrückt, um nicht zu sagen völlig bescheuert, aber witzig.

#1 WM-Talk: Es wird langsam Zeit

Nun sei er also eröffnet, der offizielle PIG-WM-Talk mit unserem von der Stiftung Warentest ausgewiesenen PIG-Sport-Experten Dr. L. Eder, unserem Nachwuchsauslandskorrespondententalent, “Billige Putzkraft” (momentan inkognito in Argentinien bei Maradonas Großmutter als Wochenendputze am Werk) und meiner fußballerischen Wenigkeit, dem Funky Professor. Die WM und ihre Ausläufer sollen hier kommentiert und weniger analysiert werden. Was genau daraus wird, weiß man beim PIG manchmal nicht so genau. Doch wir werden gnadenlos sein, wie East Clintwood. Wir werden die Wahrheiten ans Licht bringen, wie Bugs Bunny und mit geballter Fachkompetenz und manchmal auch naiv kreierten Wortambulanzen um uns schießen: wie Disco-Günter Netzer und O.G. “Dirk Diggler” Delling. Zudem werden wir investigativ recherchieren und aufdecken, wie Inspektor Clouseau in seinen schlechtesten Zeiten. Hinter solch einer WM findet man ja immer wieder Skandale, munkelt man.

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P.S. Hab‘ mir das Spiel gestern mit ein paar Homies aus den verschiedensten Lagern angeschaut. Nebenher haben wir etwas Geburtstag gefeiert und was soll ich sagen, es war die Hölle für mich. Elf Typen, die keine Ahnung haben und ich eben. Kurz ein kleiner Einblick in die Abendsituation: Der eine (mein Spezialfreund, Sportexperte und Deutschlandhasser Dr. L. Eder) tippt ein provozierendes 0:2, meine beiden italienischen Freunde A. und M. waren mit der Analyse des grandiosen Auftritts ihrer eigenen Truppe gegen Mexiko (1:2 und 25% Ballbesitz) beschäftigt und mein kroatischer Brettsportfetischist P. hätte lieber die parallel laufende Tierdoku auf ARTE angeschaut. Der Lautstärkepegel des Gesprächs war meist auf etwa 80 Trilliarden Dezibel und dann machen diese Jugos aus Bosnien auch noch das 0:1. Und jetzt kommt nach dem ganzen Vorgeplänkel genau das, worauf es ankommt im Fußball und auch im Leben: Ahnung. Kurz vorher hatte ich nämlich als Antwort auf den 0:2 Tipp von Dr. Besserwisser ein 3:1 getippt - nach ebenso vorausgesagter 0:1 Führung der Jugos. Und nachdem unser Capitänchen “Philipe” Lahm dann egalisierte, war mir klar, wie das Spiel enden würde und dass ich nach Chosé Murinnjo der Trainerfuchs 2010 bin. Ich glaube, es wird Zeit, dass es langsam los geht.

#12 Weit weg: Gut gelaunt in Uruguay Teil II

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Ja, wo war ich stehen geblieben? Uruguay, Montevideo, wunderbar. Heute also der zweite Teil des fünftägigen Ausritts ins Land des ersten Weltmeister der Geschichte. Ich behaupte es platzt heute immer noch jeder Urugayo vor Stolz auf dieses Ereignis. Klar, das erste Turnier auszurichten und dann den Titel im eigenen Land zu holen ist schon ein einschneidendes Erlebnis. Unsere Kartoffel-Kicker haben das 2006 ja leider verpasst. Wie dem auch sei, hier also Teil zwei des Uruguay-Reports, Montag und Dienstag der vergangenen Woche. Die Innenstadt und das Fußballstadion inklusive Museum haben wir unter die Lupe genommen.

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“The Final Fax” auf Arte / Kevin Que singt

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The Final Fax ist die Verfilmung über die natürlich höchst satirisch angehauchten Bestechungsversuche von Titanic-Chefredakteuer Martin Sonneborn bei der Vergabe der Fußball-WM 2006, basierend auf einer wahren Geschichte. Heute Abend um 0.30 Uhr läuft der Film auf ARTE und der Sindelfinger Kevin Que liefert den Gesang zur Filmmusik. Was bei den Bestechungsversuchen rausgekommen lest ihr hier in einer kurzen Filmbeschreibung:

The Final Fax
(Deutschland, 2010, 20min.) SWR
Regie: Nico Raschick
Kamera: Jan Bormann
Musik: Karol Obara
Gesang: Kevin Que

Darsteller: Klaus Gehrke (Sepp Blatter), Klaus Schindler (Schäfer), Maik van Epple (Olav Westphalen), Tomas Sinclair Spencer (britischer Journalist)
Autor: Jochen Franken
Produzent: Birke Birkner

“The Final Fax” erzählt nach einer wahren Begebenheit, wie das Satiremagazin “Titanic” dank einer Kuckucksuhr und wirklich guter Würste die Fußball-WM 2006 nach Deutschland brachte.

Ganz Deutschland fiebert der Entscheidung über das Austragungsland der Fußball-WM 2006 entgegen. Der “Kaiser” Franz Beckenbauer - Lichtgestalt des deutschen Fußballs - fungiert als Botschafter seines Heimatlandes. Mit Engagement im Wert von zehn Millionen DM hatte er im Vorfeld voller Hingabe versucht, die Sympathie der FIFA-Funktionäre zu gewinnen.
Etwas billiger fällt die eigentliche Bewerbungsrede vor dem Komitee aus, bei der der “Kaiser” wenig überzeugend über die Vorzüge Deutschlands schwadroniert, während ein paar verlorene Promis im Hintergrund lächelnd Däumchen drücken. “Titanic”-Chefredakteur Martin Sonneborn verfolgt im Fernsehen die Bewerbung und ist herzlich entgeistert. Er sieht die letzte gute Hoffnung und die WM 2006 endgültig in Südafrika untergehen.
Der eingefleischte Fußballfan versucht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, das Ruder doch noch herumzureißen. Ganz nach guter alter Satiremanier schickt Sonneborn sieben ebenso schmackhafte wie freche Bestechungsfaxe an ausgewählte Entscheidungsträger. Das verlockende Angebot: ein Fresskorb, inklusive original deutscher Kuckucksuhr.

Das Bestechungsfax, das bei der Abstimmung über den Austragungsort der Fußball-WM 2006 zur Enthaltung des neuseeländischen FIFA-Vertreters Charles Dempsey führte, enthielt folgendes Bestechungsangebot: “A fine basket with specialities from the Black Forest, including some really good sausages and - hold on to your seat - a wonderful KuKuClock”.
Charles Dempsey erklärte allerdings, dass ihn weniger dieses höchst verlockende Angebot zur Enthaltung bewogen hatte, sondern dass ihm der ständige Druck von allen Seiten am Ende zu viel geworden war: “This final fax broke my neck”, kommentierte er.

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Zur Person von Martin Sonneborn noch ein kleiner Video-Eindruck. Sehr cooler Auftritt bei der NDR-Talkshow.

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#8 Weit weg: Max Mustermann

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Seit ich hier in Argentinien bin, habe ich eine Menge neuer Leute kennen gelernt. Die meisten sind super freundlich und offen, ein paar wenige, beurteilt nach dem ersten Eindruck, etwas arrogant. Aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie es in Reiseführern beschrieben ist. Insgesamt kann man sich als Ausländer hier sehr wohl fühlen. Unter anderen habe ich in dieser kurzen Zeit Juan kennen gelernt und er möchte sich hier kurz vorstellen:

Liebe Kartoffeln,

hallo zusammen, mein Name ist Juan Pablo Jiménez und ich bin quasi der, den Ihr Max Mustermann nennt. Was für ein beschissener Name, aber Otto Normalbürger ist auch nicht besser.
Jedenfalls bin ich etwa 28 Jahre alt und habe entweder ganz kurze oder relativ lange Haare, hinten zu einem Zopf zusammen gebunden. Schwarze Haare natürlich. Ich rasiere mich im Gesicht ziemlich ungern, von Brust und Rücken ganz zu schweigen. Wer hat, der hat. Und wer hat, der ist stolz darauf. Manchmal lasse ich neben meiner Brustbehaarung auch raushängen, dass noch ein paar Tropfen italienisches Blut in mir schwimmen: Ich habe mindestens zwei Handys (der eine Kerl am Flughafen hatte sogar fünf, davon hat er zwei gleichzeitig benutzt) und fahre für mein Leben gern Roller (wenn es sein muss auch Motorrad). Dabei gebe ich einen Furz auf die Verkehrsregeln und ziehe es vor, mich nach den Chicas am Straßenrand umzudrehen, als andere Verkehrsteilnehmer zu beachten. Logisch. Die Frauen in meinem Land sind sowieso das Wichtigste für mich. Spaß. Das Wichtigste sind der Mate, Politik und Fußball. Fußball ist unser leben, quasi. (Argentinien ist der Beweis, dass diese Leidenschaft keineswegs so primitiv erscheinen muss wie auf Ssschaaaalllllllke) Ich freue mich sehr auf die WM, natürlich gewinnen wir. Ich zweifel zwar sehr an der Qualität unseres Teams, aber wir haben Maradona. Der ist meiner Meinung nach zwar ein mieser Trainer, aber er ist eben Maradona. Ein Gott. Maradona schafft alles.

Was es noch über mich zu erzählen gibt? Hmm. Ich besitze keine Armbanduhr. Wozu, die Uhrzeit juckt mich ziemlich wenig. Davon abgesehen besitze ich sowieso nicht unbedingt viel an materiellem Reichtum, dafür quillt meine Schatzkammer über vor Lebensfreude, bin also eigentlich stinkreich. Mit diesem Reichtum protze ich auch gerne. Zum Beispiel, wenn wir uns nachmittags mit meinen Hombres im Park oder bei uns zu Hause auf der Dachterasse treffen, ein bisschen Mate schlürfen und ordentlich auf die Pauke (meistens sind es kleine Bongo-Trommeln) hauen. „Chillen“, würdet ihr sagen. Da sitzen wir dann bis in die Puppen und quatschen über alles mögliche. Unsere Lieblingsthemen sind Fußball, Frauen, Fußball und Politik. Wenn wir auf die Politik zu sprechen kommen, kann es heiß zur Sache gehen und wir lassen unserer Wut freien lauf. Wir beschimpfen die Monopolisten und Kapitalisten, ärgern uns über die Gesellschaft und werfen dabei gerne die ein oder andere revolutionäre Parole in die Runde. Und wenn wir schon bei Revolution sind, gestehe ich gerne, dass ich, wie fast jeder andere auch, zu Hause mindestens ein T-Shirt oder Poster von Ernesto „Che“ Guevara habe. Der gute Kerle.
Also, ich muss jetzt langsam mal Schluss machen, es ist gleich 23 Uhr und meine Hombres warten oben auf der Terasse auf mich. Ich hab ihnen gesagt, ich würde nur schnell ein paar Empanadas und ‘ne Cerveza vom Kiosk nebenan holen. Also ihr Kartoffeln, macht es gut und bleibt weiterhin schön steif, äh ich meine, haltet die Ohren steif.

Euer Juan Pablo Jiménez

Ein lieber Kerl, oder? Also ich verstehe mich super mit ihm. Falls ihm noch was typisches über sich einfällt meldet er sich nochmal zu Wort, hat er gemeint. Seine Freundin, Mariana Juanita Benitez, scheint übrigens auch ziemlich cool zu sein, die wird sich demnächst bestimmt auch noch vorstellen. Bis denn, dann.

PS: Das auf dem Bild oben, das könnte “ein Juan” sein. Gefunden habe ich ihn an einer Hauswand in Córdoba.

#6 Weit weg: En la cancha, culiado

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Wer in Argentinien ist, muss Fußball lieben, sonst darf er hier nicht bleiben. Man muss Fußball nicht nur lieben, man muss ihn leben. Unglaublich wie fußballverrückt die Argentinier sind, Frauen nicht weniger als die Männer. Und wenn ich eines nach gut zwei Wochen hier unten schon sagen kann, dann, dass der vergangene Freitag eine der wichtigsten, beeindruckendsten und prägendsten Erfahrungen war, die ich in meinen elf Wochen in Südamerika sammeln werde.

Freitag Abend, 20:30 Uhr argentinischer Zeit, während in Deutschland die Barrikaden auf den Straßen nur noch ein wenig glühen, stehe ich zusammen mit meinem Fotografen und Lautaro und Victoria in der Schlange. In einer gigantisch langen, lauten und hüpfenden Schlange vor dem Stadion von Belgrano Córdoba. Eine Menge in hellblau und schwarz, ein bisschen weiß und Schweiß. Durch unzählige Cuartos (Häuserblöcke) schlängelt sich die singende Crowd. Gänsehaut, eine halbe Stunde vor Anpfiff.

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Ein Aprilscherzle mit Ballack und Poldi

Ich hoffe ihr hattet schöne Ostertage und seid nicht so überfressen wie ich. Wir sind wieder zurück im Blog und wollen erstmal kurz aufklären, was eigentlich glasklar war und keiner Aufklärung bedarf. Dass die Ankündigung vom Erscheinen Ballacks und Podolskis in der PIG-Redaktion ein Aprilscherzle war, haben alle gecheckt bis auf drei. So viele Mails kamen dann doch zur Voranmeldung dieses sensationellen Meet & Greets. Größer kann man im Editorial gar nicht April, April drüber schreiben. Nun denn. Eigentlich wollten wir am 1. April um 18 Uhr mit Ballack und Poldi ‘nen kleinen Watschn-Tanz in der Redaktion veranstalten, aber sie hatten dann doch andere Verpflichtungen. Hier zur nochmals zur Erinnerung die Poldi-Gedäctnis-Watschn!

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Hut ab und Kopf hoch!

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Über Messi brauche ich keine Worte mehr verlieren, doch bevor ich weiterschreibe, will ich mich einfach zurücknehmen und dem FC Barcelona den höchsten Respekt aussprechen und den Katalanen die Titelverteidigung wünschen. Meine Ghetto-Satire im Vorbericht gestern rückt in den Hintergrund und weicht einer gewissen Gelassenheit. Pedro hat mich eines besseren belehrt und ist eigentlich ein ganz feiner Junge (und seine Mama auch).

Tja, mein VfB-Herz hat nicht wirklich geweint, weil mein Klub zwar keine Meisterleistung gezeigt hat, aber gegen einen Gegner untergegangen ist, der alles in allem momentan jeden Klub der Welt überstrahlt. Nicht dass Barcelona unbesiegbar wäre, nein, aber das Ganze - die Spieler, der Trainer, der Verein, die Ehre und die Eleganz, das Können und der Biss, der niemals zum Überbiss wird - ist momentan vielleicht vergleichbar mit den Chicago Bulls (kann man das so sagen Don Diego) in ihren besten Zeiten.

Wenn ich gestern in meinem Überschwang vielleicht etwas ausgeflippt bin und die Sensation herbei schreiben wollte, dann will ich dies hier genauso im umgekehrten Sinne tun und Barca die CL-Krone gönnen, die wie auch im letzten Jahr keiner so verdient hat, wie dieser Klub. Hut ab und gleichzeitig Kopf hoch für meinen VfB, der sich immer noch besser geschlagen hat als die Mir-San-Mir-Bayern-Bazis letztes Jahr.

Endlich Flohmarkt

So ein Flohmarkt ist eine feine Sache. Da kann man alles loswerden, was man entweder nicht mehr braucht oder einfach nicht mehr mag. Und man bekommt noch ein kleines Taschengeld dafür. Weil wegschmeißen will man seine Sachen natürlich nicht, hat ja schließlich alles einmal Geld gekostet.
Der VfB hat auch ein bisschen ausgemistet und ist nach langem Warten und Hoffen drei “alte, unnütze Sachen” losgeworden. Magnin, Simak und wie ich heute morgen unter Freudentränen in der Zeitung lesen konnte, auch Bastürk. Endlich. Gegen den Schweizer hatte ich eigentlich nie etwas. Der war zwar nicht besonders gut, aber wenigstens witzig. Sagt man. Und Simak? Ich glaube der war nicht witzig. Aber eben auch nicht gut. (Er) Spielt(e) ja auch keine Rolle. Jetzt ist er in Mainz, der Narr. Also zu Yildiray Bastürk. Als er vor zweieinhalb Jahren ins schöne “Schwoabeländle” kam, war ich gar nicht mal abgeneigt. In Leverkusen hatte er, soweit ich mich erinnern kann, ganz gute Leistungen gezeigt. Also hab ich dem kleinen Mann, ich glaube sogar, er ist sehr klein, eine Chance gegeben. Was folgte war leider nicht sehr zufriedenstellend und er saß relativ schnell auf den Logenplätzen am Spielfeldrand. Wäre ja alles nicht so tragisch, ist halt nicht so gut gelaufen, wenn der Yildiray nicht angefangen hätte, es sich dort ganz gemütlich einzurichten. Man munkelt, er habe sich eine Sitzheizung, und eine PSP dort installieren lassen (Seit er nicht mal mehr dort sitzen darf, hat diesen Platz wohl Hitzlsperger übernommen). Vielleicht ist es eine üble Unterstellung, aber man wurde einfach den Eindruck nicht los, als würde sicher der Kleine dort so wohl fühlen wie auf einem Kinderspielplatz, den er auf keinen fall wieder verlassen wollte, weshalb er offensichtlich keine Anstalten mehr machte sich mit dem Fußballspielen zu beschäftigen. Wieso auch, sein Vertrag bei den Roten, brachte ihm ordentlich Kohle ein und niemand schien sich an seinem Schmarotzer-Dasein zu stören. Bis auf die Fans irgendwann. Mich persönlich hat Bastürk irgendwann an Florida-Rolf, Mallorca-Karin und Karibik-Klaus und wie sie alle heißen erinnert.
Jetzt ist er auf jeden Fall weg, auf die Insel hat es ihn gezogen, zu den Blackburn Rovers. Ich frage mich zwar, was die mit ihm wollen, aber das soll mir egal sein. Ein Hoch auf den Flohmarkt, wo man irgendwann doch alles los wird, was man nicht mehr braucht. Jetzt müssen wir aus Hitzlspergers PSP nur noch die Barbie-Spiele klauen, dann werden wir den vielleicht auch noch los.

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PS: Die Qualität des Videos lässt leider etwas zu wünschen übrig. Aber das war bei Bastürk ja nicht anders und wir haben es trotzdem zweieinhalb Jahre toleriert. Der Clip zeigt ein paar Highlights aus seiner Karriere, manche auch zweimal, manche sind gar nicht von ihm und die meisten sind keine Highlights. Ich hab keine Ahnung ob das alles wirklich passiert ist oder ob uns die Technik da einen Streich spielt. Seien wir also guter Dinge und behaupten es sei alles wahr. Umso erschreckender ist es dafür, dass solche Schüsse wie bei 0:26 min einer zu sehen ist, zu den Höhepunkten seiner Karriere gehören.

Der Skorpion zieht sich zurück

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Seit dieser Aktion - dem Skorpion-Kick - im berüchtigten Wembley-Stadion beim Spiel gegen England hat er halt weltweit gewonnen. Und da interessiert es im Endeffekt ehrlich gesagt auch nicht, ob er in den einen oder anderen Kokain-Skandal verwickelt war. Schließlich war er Nationaltorwart von Kolumbien, da sind Koks-Skandale wahrscheinlich vergleichbar mit einem deutschen Führerscheinentzug wegen ein paar Bier zu viel. Sei‘s drum. Rene Higuita hat mit 43 Jahren seine Böller an den Nagel gehängt. Schade eigentlich, dass die Fußballwelt solche Freaks heute nicht mehr zulässt.

Die deutsche Nationalmannschaft in Sindelfingen

jens-lehmann

In Sindelfingen und zwar im und um den Glaspalast wird die deutsche Nationaleinheit um Feldwebel Ballack am 26. und 27. Januar einen Fittnesstest absolvieren. Ich will darauf hinweisen, dass ich das exklusiv auf der Facebook Sindelfingen-Seite gelesen haben. Dort habe ich auch gelesen, dass die spektakuläre Meldung bereits vor drei Jahren, äh Wochen in der Sindelfinger Zeitung stand. Erst mal Props raus an die unterschiedlichen Medien im Kreis, die schneller waren als PIG. Dafür haben wir aber exklusive Double-I‘s (Insider-Informationen), die ihr nur hier lesen könnt. Exklusivität und Speed sind heutzutage alles im dreckigen Medien-Sumpf der verstopften Info-Kanäle 2.0. Aber jetzt schweife ich ab. Back to the road: Der DFB macht Liegestützen in Sifi.

Zunächst mal die wichtigste Insider-Info vorne weg: Lukas Podolski wird bei dem Test nicht dabei sein, da er sich auf die Karnevalszeit vorbereiten muss und in Köln unabkömmlich ist. Mit Löw hat der junge Podolski das aber abgesprochen und sich darauf geeinigt, den Test auf der Wii zu absolvieren. “Dat reischt”, sagt Poldi.

Kollege Ballack wird auch nicht vor Ort sein, da er gerade in Vertragsverhandlungen in London steht und mit dem Ersatz-Torwart von Chelsea bei Abramovich den Garten machen muss. Löw: “Das ist mindestens gleichwertige körperliche Arbeit.”

Für die beiden Erzfeinde Podolski und Ballack werden jedoch zwei Ersatz-Leute am Start sein.

Zum einen wird Jens Lehmann in Sindelfingen auf der Bildfläche erscheinen, da er bei der WM unbedingt im Mittelfeld den Platz von Hitze haben will und mit seinen außergewöhnlich lustigen Show-Einlagen, jedes Spiel bereichern kann.

Außerdem erwarten wir in Sindelfingen Torsten Frings, der sich trotz Ausladung eingeladen fühlt und bei dem Test nochmal richtig Biss zeigen will. “Die Frauen sagen auch immer “Nein”, obwohl sie in Wirklichkeit “Ja” meinen. Ha ha ha.”

Zudem haben Jogi Löw und Hansi Hinterseer, äh, Flick eine neue Fitness- und Motivationstrainerin aus Kanada engagiert. Und obwohl man am Akzent erkennt, dass Suzzanna usbekisch-polnische Wurzeln hat, wird sie die Jungs sicher motivieren können. Im Vorfeld hat sie in usbekischen Boulevard-Blättern bereits angekündigt, die Jungs hart ranzunehmen und bei Defiziten mit dem einen, dem anderen und auch den anderen die eine oder andere Nachtschicht einzulegen. Schließlich ist der WM-Sieg im Focus. Das PIG wird mit 13 Reportern live vor Ort sein.

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Update: Die anderen YouTube-Folgen von Suzzanna lohnen sich übrigens auch. Tolle Fitness-Übungen mit empirisch belegten Testmöglichkeiten um die eigene Fitness subjektiv in einen objektiven Bettzugsrahmen zu legen.


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