Tag: VfB

Metze, good Play!

Dass der VfB die Schalker letzte Woche 3:0 nach Hause geschickt hat, wusste ich. Aber dass sie mit dem Zug fahren mussten, war mir neu. Wenigstens haben sie aber ‘ne würdige Verabschiedung bekommen. Ein Typ – besoffen, aber Entertainer vor dem Herrn – baut die Schalker Spieler wieder auf. Ich hab mich weggeschmissen, genau wie unser Kolumnist Eppler, der mir diesen Link geschickt hat.

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Signale eines Untergangs

Wir hatten ja nach dem Spiel in Gladbach den glorreichen Sieg des VfB knallhart analysiert. Und was die Billige Putzkraft geschrieben hat, war wohl doch nicht so falsch. Nun nach dem ebenso glorreichen Nürnberg-Spiel,

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in dem die nackten Zahlen auch das widerspiegeln, was den VfB gerade ausmachst (oder auch nicht) haben die Stuttgarter Nachrichten die Situation in einem Artikel wunderbar auf den Punkt gebracht. Sehr schön Herr Barner, Fakten, verbale Spitzen, schöne Wortbilder und klasse Analyse.

Klasse (zu hoch für den) VfB!

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Was für ein erfolgreiches Wochenende für unseren VfB. Total souverän aus eigener Kraft gegen den bisher unbezwingbaren Bundesliga-Spitzenreiter gewonnen, super Moral gezeigt, im Kampf um die internationalen Plätze und nebenbei noch die neuesten Trends in Sachen Haarpracht präsentiert. Zumindest ist das das Bild, das Zeitungen, die Fans in Internetforen und die Mannschaft selbst vermitteln.

Seid doch bitte mal alle so gut und nehmt euren “Niemals 2.Liga”-Schal vor dem Gesicht weg und richtet eure Glubscher auf die Realität. Die sieht nämlich folgendermaßen aus: Bis auf die Tatsache, dass der Teilzeitka**ke aka Andi Möller-Nachfolger aka Timo Gebhart nächste Woche gesperrt ist, hat dieser Spieltag null Komma nichts Positives für den VfB gebracht. Im Gegenteil, schlimmer hätte es kaum laufen können. Zum Einen hat mit Bremen und vor allem Köln die direkte Konkurrenz gepunktet (könnte mich über Bayern immer noch schlapp lachen) und zum Anderen fühlen sich die Jungs mit Brustring jetzt wieder dermaßen in ihrem Können bestätigt, dass sich Akon aka Boka wahrscheinlich erstmal wieder einen Lamborghini (wäre dann, soweit ich weiß, sein dritter) rauslassen wird, in dem er dann zum Friseur fahren kann.

Ich könnte kotzen. Anstatt sich um Autos, die neuesten Nike-Treter und Frisetten zu kümmern (Timo, deine ist übrigens eine Katastrophe. Boka, deine lächerlich.) sollten sich die beiden vielleicht lieber mal klar machen, dass es ziemlich uncool wäre, nächstes Jahr beim SC Paderborn 07 mit ‘nem Lambo am Sportplatz aufzukreuzen und langsam mal anfangen Fußball zu spielen. Denn was die Mannschaft am Samstag Abend abgeliefert hat, war meiner Meinung nach höchstens Zweitliganiveau. Höchstens. Konzept: Fehlanzeige. Ballsicherheit: null. Ideen und Kreativität: findest du beim Pferderennen mehr. Kampfgeist: joooa, übertrieben ausgedrückt, ansatzweise vorhanden.

Reicht euch das? Euch “Fans”, die sich nun über den ersten Auswärtssieg freuen, bei Facebook die internationalen Plätze ins Gespräch bringen, zwinker, Smiley, grins? Euch “Fans”, die Leute wie mich, die das ganze eher kritisch betrachten, als Verräter brandmarken? Wenn euch das reicht, dann freut euch schon mal aufs Wochenende. Da bekommen wir Besuch aus Nürnberg. Und die haben weitaus mehr im Gepäck als Bratwürste und Lebkuchen. Aber wer weiß, vielleicht hat der VfB ja wieder das nötige Glück. Denn aus keinem anderen Grund wurden diese drei Punkte am Samstag gesammelt. Glück. Ein Tor wird nicht anerkannt, ein zweifelhafter Elfmeter, eine abgefälschte Flanke, die zum Tor führt. Was soll man sagen? Glück. Und vielleicht sollte man auch beachten, dass Gladbach derzeit eher so semi-professionellen Fußball spielt und in der ersten Bundesliga so viel zu suchen hat, wie Bokas Lamborghini auf dem Bolzplatz in Paderborn.

Aber egal, macht ruhig so weiter. Pavel, unser Top-Stürmer, soll ruhig weiterhin jeden Ball verstolpern und kein Kopfballduell gewinnen. Timo, zum Glück ja gesperrt, darf ruhig weiter veruschen den “Pseudo-Messi-Original-Inzaghi” zu machen: dribbeln mit anschließendem Fallenlassen. Und Zdravko und Christian G. dürfen sich weiter um die Nachfolge Roberto Hilberts als miesester Flankengeber der Vereinsgeschichte streiten. Aber das ist schon in Ordnung. Wir haben ja alle unseren Schal, den wir uns vors Gesicht halten können.

Ach ja, wenn ich den total coolen “Niemals 2.Liga”-Schal schon erwähne: Diese oberpeinliche Aktion erinnert mich stark an einen Werbesport der Sparkasse, der vor einiger Zeit in den Wohnzimmern lief, vielleicht hat sie der ehrenwerte VfB-Vorstand ja übernommen, genauso wie die Website von Bayern München (im Vergleich hier die neue VfB-Seite, übrigens aufgedeckt von Kessel.tv):

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Denkt euch einfach folgenden Text:

Herr Ruf: “Die Fans sind stinksauer. Vorschläge, Herr Staudt?”
Herr Staudt: “Wir verteilen einfach Schals.”
Fensterputzer im Hintergrund: “Oder wir machen’s wie Dortmund. Wir zeigen den Fans, dass wir uns reinhängen, mit Konzept, arbeiten an unserer Moral und vor allem am Auftreten auf dem Spielfeld und das alles noch diese Saison.”

Applaus

Ruf: “Was brauchen Sie dafür?”
Fensterputzer: “23 neue Spieler, einen kompetenten Vorstand, die Eintrittspreise…”
Ruf: “O.k., wir machen das mit den Schals.”

Klopfen

Also, ich bin mich mal übergeben.

Topf rockt Stuttgart!

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Und die Entwicklung der deutschen Hip Hop-Szene?“, fragen fünf Jungs auf einer Bühne. „Solala, solala!“, schmettert ein schwitzendes Publikum zurück. Ja, so sieht’s aus, das ist Fakt. Und da ist „solala“ fast noch geschmeichelt. Schaut euch doch die Lage mal an, zum Beispiel in Stuttgart, der Mutterstadt, dem Schoß der Kolchose. Freundeskreis und die Massiven Töne haben ihre Mics längst an den Nagel gehängt. Und die Fantas? Die haben sich doch erst kürzlich prostituiert, oder? Deutscher Hip Hop ist also so vom Aussterben bedroht, wie der Juchtenkäfer in Stuggi City. Das lässt sich zwar beweinen, aber wahrscheinlich nicht ändern. Und wer nun proletet: „Aber hey, was ist mit den ganzen coolen Gangstern aus Berlin und so. Alter“, der hat nichts verstanden. Du kannst auch nicht zu S21-Gegnern sagen: „Hey scheißt doch auf die Käfer, bald gibt’s ganz viele Bagger.“ Das geht gar nicht klar. Und wenn wir deutschen Hip Hop schon mit Stuttgarts Sorgenkind vergleichen: Was ist jetzt aber, wenn alle Juchtenkäfer auf die Straße gehen, um ihre Präsenz zu demonstrieren? Dann sind Blumentopf im Zapata zu Gast, um der Bundesrepublik zu zeigen, dass da vielleicht doch noch was geht. Und das haben sie am Mittwoch Abend gemacht. Sie haben das Haus abnormal gerockt!

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Friede, Herr Lehmann!

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Da saß er also der gute Herr Lehmann, auf dem ich  - ich muss zugeben im VfB-Affekt - hier schon mal etwas rumgehackt habe. In der Aula des Goldberg Gymnasiums, ein bisschen wie ein Schüler selbst. Und was soll ich sagen, er war nett, er war teilweise ganz lustig, spontan und hat den Schülern brav Auskunft gegeben über seine An-, Ein- und manchmal auch Innenansichten. Ein bisschen hat er auf jeden Fall meinen Groll, der sich als VfB-Fan in den letzten Monaten aufgetan hat, wieder gutgemacht. Zudem hatte er die gleichen Dunks (Nike) an wie meine Wenigkeit, nur in nicht ganz so stylischem weiß-hellblau. Aber gut, dass nur am Rande.

Nun, die Aula war prall gefüllt und die beiden Mädels an der Moderatorenfront haben das ganz nett gemacht. Allgemein ist die Goldberg-Aktuell-Geschichte eine feine Sache (Promis sind zu Gast und die Schüler bereiten vor und führen durch den Event), bei der ich übrigens zum ersten Mal zu Gast war. Also Jens, schön, dass du da warst. Ich habe meinen Frieden mit dir geschlossen, fast. Und ich weiß ja, dass du eigentlich ein ganz cleverer Typ bist, der halt ‘n bisschen Show brauchte. Voraussetzung für den Frieden: du hältst deinen Kasten beim VfB sauber in den letzten vier Spielen. Ach so ja, noch was. Jens will wirklich mit zur WM. Das hat er zwar nicht explizit, aber wieder mal wie es seine Art ist geschickt durch die Blume durchblicken lassen. Naja, vielleicht bekommt er zusammen mit einem anderen Ex-VfBler noch eine Wildcard. Und wenn nicht, sehen wir ihn trotzdem in Südafrika. Als Reporter beim ZDF, glaube ich.

P.S. Nebenbei entdeckt: Schöne Schülerkunst an den Wänden, wie ich finde.

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Gute Laune weit und breit - das ist Rumänien!

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So sieht‘s aus bei Dracula zu Haus‘. Alle sind gut drauf und haben gute Laune. Is‘ auf jeden Fall mal ‘n Urlaub wert (als Alternative zur Pauschalreise in die Türkei). Raften in den Karpaten oder irgendwie sowas!

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Und so auch! Auch die Kids auf der Straße sind total gut drauf! Die würden sich aber, glaube ich, freuen über zwei Wochen Pauschalreise all inklusive in der Türkei.

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Und Ciprian … Naja, große Fresse vor der EM damals, wenigstens haste jetzt auf‘m Wasen bissle Gas gegeben!

Hut ab und Kopf hoch!

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Über Messi brauche ich keine Worte mehr verlieren, doch bevor ich weiterschreibe, will ich mich einfach zurücknehmen und dem FC Barcelona den höchsten Respekt aussprechen und den Katalanen die Titelverteidigung wünschen. Meine Ghetto-Satire im Vorbericht gestern rückt in den Hintergrund und weicht einer gewissen Gelassenheit. Pedro hat mich eines besseren belehrt und ist eigentlich ein ganz feiner Junge (und seine Mama auch).

Tja, mein VfB-Herz hat nicht wirklich geweint, weil mein Klub zwar keine Meisterleistung gezeigt hat, aber gegen einen Gegner untergegangen ist, der alles in allem momentan jeden Klub der Welt überstrahlt. Nicht dass Barcelona unbesiegbar wäre, nein, aber das Ganze - die Spieler, der Trainer, der Verein, die Ehre und die Eleganz, das Können und der Biss, der niemals zum Überbiss wird - ist momentan vielleicht vergleichbar mit den Chicago Bulls (kann man das so sagen Don Diego) in ihren besten Zeiten.

Wenn ich gestern in meinem Überschwang vielleicht etwas ausgeflippt bin und die Sensation herbei schreiben wollte, dann will ich dies hier genauso im umgekehrten Sinne tun und Barca die CL-Krone gönnen, die wie auch im letzten Jahr keiner so verdient hat, wie dieser Klub. Hut ab und gleichzeitig Kopf hoch für meinen VfB, der sich immer noch besser geschlagen hat als die Mir-San-Mir-Bayern-Bazis letztes Jahr.

Wer bitte ist Pedro?

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Da saß er also vor gut drei Wochen etwas schüchtern in der Pressekonferenz in Stuttgart und auch auf dem Rasen war er nicht so der Held in Reihen des FC Barcelona. Der VfB  hat gerockt und trotzdem nur ein 1:1 rausgeholt. Das gibt mir zwar zu denken, aber irgendwie hab‘ ich‘s im Urin, dass die Roten heute Abend Geschichte schreiben und den zweiten spanischen Heldenklub rauskegeln. Messi hat am Wochenende zwar ‘ne ganz ordentliche Partie gemacht (Hattrick gegen Valencia, siehe Video),

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aber unser giftiger Italiener auf der linken Abwehrseite wird dem kleinen Gaucho schon den Zahn ziehen.

Was mich besonders beruhigt ist, dass der Herr Guardiola einen gewissen Pedro vorne im Sturm spielen lässt (das zeugt schon fast von Resignation). Vor etwa sechs Jahren haben die Barca-Macher das verwöhnte Nachwuchs-Model nämlich aus ‘ner Szenebar an den Ramblas rausgeholt, weil seine Tante mal mit dem Präsidenten Joan Laporta ‘ne kleine Petting-Einlage im Stadion-Mittelkreis abgezogen hat und diesen seitdem erpresst (kam natürlich nie in der Presse). Der lässige Pedro ist inzwischen zu einem spanischen Durchschnittsstürmer geworden, vielleicht vergleichbar mit Mike Hanke, und wird heute Abend Tasci und Delpierre zum Opfer fallen.

Prognose: Der VfB wird in der ersten halben Stunde in Führung gehen (Cacau) und kurz vor der Halbzeit nachlegen (wieder Cacau). In der zweiten Halbzeit wird Barca dann wohl oder übel alles nach vorne werfen und wenn der VfB zu überheblich agieren sollte eventuell noch den Anschlusstreffer oder sogar den Ausgleich erzielen. Der VfB  wird das Spiel aber elegant nach Hause bringen und im Viertelfinale dann den Bayern die Hosen ausziehen. Also, meine hochmotivierten spanischen Stierhörner, ein schönes Spiel und keine hässlichen Fouls bitte, sonst kommt unser türkischer Serdar mit seinen Brüdern auf die Ramblas und macht Ärger in eurer Fußgängerzone! Mehr morgen im PIG-Sportmagazin

In sä Biznäss!

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Es war genau vor einer Woche, als ein Geschäftspartner uns fragte, ob wir zwei Business-Seats für die Mercedes-Benz-Arena und den VfB haben wollen. Ich, total aus‘m Häuschen - am Abend war nämlich der FC Barcelona mit meinem Freund Edip Z. auf der Sechs zu Gast - und sah mich schon live im Stadion. Fett, dachte ich und bedankte mich schon für die Karten, als der Zusatz kam: “Für Samstag gegen Eintracht Frankfurt.” Wir nahmen natürlich trotzdem dankend an und unser scheidender Prakti Marc aka “Billige Putzkraft” und ich genossen einen lustigen Samstag Nachmittag “In sä Biznäss!”

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Zunächst wussten wir nicht genau, ob das nur irgendwie besondere Sitze sind oder doch das ganze V.I.P.-Gourmet-Paket mit Essen und Trinken und bissle Biz halt. Auf jeden Fall kamen wir etwas underdressed, dafür aber übermotiviert in das Imtech Business-Center. Nette Hostessen empfingen uns und ein grünes Bändel gab uns die Macht. Leider waren wir etwas spät, weshalb es nur für eine Portion Hirschgulasch mit Linsen und Spätzle reichte. Marcs Kumpel, der beim Volk auf der anderen Seite saß, bekam eine SMS: “Hier gibt‘s Hirschgulasch und Kaiserschmarren.” Antwort: “Lass dir was einpacken.” Dazu genossen wir noch ein Ensinger Gourmet Classic und eine VfB-Praline und ab ins Stadion, also zehn Meter die Treppe hinauf.

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Fette Plätze, gute Sicht und nicht so gutes Spiel. Cacau macht sich unsterblich, Gebhard auch. Zitat Marc: “Der schlechteste Spieler der Welt!” Lehmann langweilig, unsere Nachbarn auch.

Kurzer Abriss:

Hinter uns zwei Biznäss-Typen: Lieblingsworte waren Portfolio, B2B, B2C und Konsortium. 90 Minuten, zwischendurch kam dann mal “Netter Spielzug.”

Neben uns rechts ‘n Typ, der nach drei Minuten und Ballverlust Cacau sagt:” Ha Cacau, desch heut ned dein Tag.” Nachdem Cacau dann kurz vor der Halbzeit zwei mal eingenetzt hat, haben wir den Fachmann von nebenan zur Halbzeit auf einen Schokodrink seiner Wahl eingeladen (war eh umsonscht).

Links von uns eine ältere Dame, solo und relativ korpulent unterwegs, die sich 90 Minuten so unauffällig verhielt wie Jens Lehmann. Daneben allerdings zwei interessante Nachwuchs-BWLer. Ich tippe mal auf 18-jähriger Sohn eines Geschäftsführers und dessen Mitbringsel aus der unteren Mittelschicht. Das Mitbringsel sehr euphorisch und emotional dabei, das BWL-Talent macht souverän einen auf Erwachsen und dreht für beide ‘n Kippchen nach dem anderen.

Interessante Leut, weniger interessantes Spiel. Hauptsache der VfB ist wieder im Meisterschaftsrennen. Nachdem Spiel haben wir uns auf jeden Fall noch inner Biznäss-Lounge sehen lassen und uns noch ‘nen Kaiserschmarren mit Apfelmus genehmigt. Bevor wir dann die V.I.P.-Area verließen, haben wir den Hostessen persönlich noch Servus gesagt und für die Kumpels von Marc noch etwas Hirschgulasch einpacken lassen.

Der VFB steht fast im Viertelfinale und Lehmann zieht‘s in Richtung Kampfsport

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Dass der VfB gestern richtig gerockt hat, weiß wahrscheinlich jeder, dass er aber trotz des 1:1 fast schon im Viertelfinale steht, noch nicht. Man brauch doch nur eins und eins zusammenzählen. Barca ist müde und braucht ein kleines Nickerchen. Fussball ist grade nicht so hip in dem kleinen Küstenörtchen. Mit solch einem Auftreten können die Nordspanier, die eigentlich Südkatalanen sein wollen, vielleicht gegen den FC Almeria II bestehen, wenn die Hobbykicker aus der Tomatenhochburg nicht richtig machen.

Aber gut, kommen wir zum Spiel und zur intensiven Spiel(er)analyse im PIG-Sportmagazin:

Der VfB spielte gut, Barcelona nicht und kam glücklich zum 1:1. Das Rückspiel wird höchstwahrscheinlich ein Spaziergang für die Schwaben, so dass Gross seine Stammspieler für die wichtige Bundesligapartie gegen Hannover 96 schonen kann. Im Viertelfinale warten dann die ersten Brocken auf den VfB.

Zur Spielerkritik folgendes:

Bei Barca war Messi der auffälligste Unauffällige. Puyol hat nach dem Spiel Polizeischutz beantragt, weil er Angst vor einem Mann Namens Lehmann hat und Ibrahimovic war eingeschnappt, weil Messi ihm keinen Ball abspielte und ihn auf dem Spielfeld als “unmotiverten Showspieler” abkanzelte. Im Interview nach dem Spiel sagte Messi dann aber zu den Vorwürfen: “Das hat Ibra missverstanden, ich habe nur gesagt, “Ruf mal deinen Koksdealer.” Naja, die Presse macht da oft mehr draus als wirklich war, kennt man ja. Der Rest war noch ziemlich beeindruckt von meinem Homie Edip Z., der die Jungs am Montag Abend im Eckle schwindlig gespielt hat. Leider hat Guardiola sich doch für Yaya Touré auf der Sechs entschieden (so manch ein Trainer brach schon unter dem immensen Druck von Sponsoren und Lobbygruppen zusamman), was sich als ziemlich schwerer Fehler rausstellte. Nun mir soll‘s egal gewesen sein, dafür konnte ich mit ihm und ein paar anderen Jungs das Spiel im Eiscafé Firenze auf dem Goldberg anschauen. Übrigens mit italienischem Kommentar, was um Längen besser war als Steffen Simon oder anderen Mikrofonkaschpern zuhören zu müssen.

Beim VfB  hat jeder bis auf Tasci und Delpierre (ich glaube ein paar Spanier haben ihnen vor dem Spiel UHU an die Stollen geklebt) eine ordentliche Leistung abgeliefert. Darauf kann Trainer Gross aufbauen. Lediglich Khedira hat sich manchmal verlaufen und bekam am Ende unnötige Krämpfe. Manchmal ist weniger eben mehr Sami. Unser Lieblingschrist Cacau hat sich wieder für die Startformation am Samstag gegen Frankfurt (das PIG hat zu diesem absoluten Saison-Highlight zwei Business-Seats gebucht) empfohlen und Timo Gebhart mutiert immer mehr in Richtung Cristiano Ronaldo. Die Flanke zum 1:0 hat er außerdem von Manni Kaltz abgeschaut. Zählt also nicht. Ach so, Lehmann wollte in der 80. Minute eigentlich raus, weil er um 23 Uhr auf ein “Wie mache ich mehr aus meinem Leben”-Dinner eingeladen war und gerne pünktlich gewesen wäre. Gross bat ihn doch durchzuspielen, was Lehmann dann auch eingesehen hat. Hintergrund: der gute Jens möchte nach seiner Ballsport-Karriere im Cannstatter Hallschlag optional auch im Böblinger Grund oder im Roten Block seine Street-Kredibiliti aufputschen und etwas Kampf-Sport machen. Ich würde ihm aber eher empfehlen, am Starnberger See beim Entspannungsfischen einzusteigen. Aber er hat ja noch ein paar Spiele.

Hier übrigens paar Szenen!

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Impressionen vom Probetraining beim FC Barcelona

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Mein Homie Edip Z. war gestern Abend beim Probetraining beim FC Barcelona zu Gast. Da die Jungs schon mal in er Nähe waren und er den Messi ganz gut findet, ist er beim 5 gegen 2 (im Eckle) abgegangen dass es kracht. Danach hat er Guardiola und Messi mit seinem Style-Berater Willi “The Double W” W. auf der anschließenden Pressekonferenz einen Besuch abgestattet um ein erstes Feedback zu erfahren.

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Beide waren wie vor den Kopf gestoßen. Herr Guardiola soll wahrlich begeistert gewesen sein und bei der UEFA umgehend eine Gastspielerlaubnis für heute Abend beantragt haben. Edip Z. soll Yaya Touré ersetzen, der sich gestern morgen nicht rasiert hat. Guardiola war nämlich ziemlich sauer, weil Touré aus der Reihe tanzte und der Trainer das nur sich selbst und seinem Spezial-Spezi Messi gestattet (cleverer Schachzug von Guardiola, denn der Messi hat kaum Haare im Gesicht. Dafür kann er ganz gut foppen). Auf jeden Fall war der Galauftritt von meinem Homie im Barca-Eckle auch für die Stars aus der idyllischen spanischen Küstenstadt ein Aha-Erlebnis. Sie konnten es nicht glauben, dass ein “Nobody” aus einem Stuttgarter Vorort ihnen beim 5 gegen 2 (die Amateure spielten erst sogar 8 gegen 2) eine Lehrstunde erteilt. Die Krux an der Geschichte war wohl, dass die Barca-Balltreter sich von der großen Statur und der Ähnlichkeit mit dem französischen Rauhbein und extravaganten Ex-Torjäger von ManU, Eric Cantona (siehe Bild), haben blenden lassen.

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Das darf solch erfahrenen Stars natürlich nicht passieren.Nun, wir werden sehen, ob mein alter Homie heute Abend im Barca-Trikot aufläuft. Ich würde mich freuen wie ein Schneekönig. Er muss zwar bis kurz vor achte bei der SZ/BZ arbeiten, aber in Stuttgart ist man ja schnell und wenn er die S-Bahn um 20 Uhr kriegt, dann reicht das auch, um von Beginn an die Fäden im Mittelfeld zu ziehen. Für den VfB wäre das dann nicht ganz so gut. Denn mit solch einer Granate hätte Christian Gross sicher nicht gerechnet und Christian Träsch und die deutsche Nachwuchshoffnung Khedira wären wahrscheinlich überfordert. Mehr morgen im PIG-Sportmagazin an dieser Stelle!

P.S. Ich muss mal schauen, vielleicht kann der Funky Professor heute Abend beim Warmmachen wie mein Homie bei Barca in der VfB-Mannschaft noch etwas wirbeln und kurzfristig für Träsch auf die zweite Sechser-Position rutschen. Ich hätte noch ein altes Trikot aus meiner Jugendzeit beim VfB. In der C-Jugend war ich schließlich die ordnende Hand und kreative Schaltzentrale im Spiel unserer Mannschaft. Damals im Sturm Fredi Bobic, Süddeutscher Meister, im Finale 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Aber das glaubt ihr mir jetzt sowieso nicht!

Endlich Flohmarkt

So ein Flohmarkt ist eine feine Sache. Da kann man alles loswerden, was man entweder nicht mehr braucht oder einfach nicht mehr mag. Und man bekommt noch ein kleines Taschengeld dafür. Weil wegschmeißen will man seine Sachen natürlich nicht, hat ja schließlich alles einmal Geld gekostet.
Der VfB hat auch ein bisschen ausgemistet und ist nach langem Warten und Hoffen drei “alte, unnütze Sachen” losgeworden. Magnin, Simak und wie ich heute morgen unter Freudentränen in der Zeitung lesen konnte, auch Bastürk. Endlich. Gegen den Schweizer hatte ich eigentlich nie etwas. Der war zwar nicht besonders gut, aber wenigstens witzig. Sagt man. Und Simak? Ich glaube der war nicht witzig. Aber eben auch nicht gut. (Er) Spielt(e) ja auch keine Rolle. Jetzt ist er in Mainz, der Narr. Also zu Yildiray Bastürk. Als er vor zweieinhalb Jahren ins schöne “Schwoabeländle” kam, war ich gar nicht mal abgeneigt. In Leverkusen hatte er, soweit ich mich erinnern kann, ganz gute Leistungen gezeigt. Also hab ich dem kleinen Mann, ich glaube sogar, er ist sehr klein, eine Chance gegeben. Was folgte war leider nicht sehr zufriedenstellend und er saß relativ schnell auf den Logenplätzen am Spielfeldrand. Wäre ja alles nicht so tragisch, ist halt nicht so gut gelaufen, wenn der Yildiray nicht angefangen hätte, es sich dort ganz gemütlich einzurichten. Man munkelt, er habe sich eine Sitzheizung, und eine PSP dort installieren lassen (Seit er nicht mal mehr dort sitzen darf, hat diesen Platz wohl Hitzlsperger übernommen). Vielleicht ist es eine üble Unterstellung, aber man wurde einfach den Eindruck nicht los, als würde sicher der Kleine dort so wohl fühlen wie auf einem Kinderspielplatz, den er auf keinen fall wieder verlassen wollte, weshalb er offensichtlich keine Anstalten mehr machte sich mit dem Fußballspielen zu beschäftigen. Wieso auch, sein Vertrag bei den Roten, brachte ihm ordentlich Kohle ein und niemand schien sich an seinem Schmarotzer-Dasein zu stören. Bis auf die Fans irgendwann. Mich persönlich hat Bastürk irgendwann an Florida-Rolf, Mallorca-Karin und Karibik-Klaus und wie sie alle heißen erinnert.
Jetzt ist er auf jeden Fall weg, auf die Insel hat es ihn gezogen, zu den Blackburn Rovers. Ich frage mich zwar, was die mit ihm wollen, aber das soll mir egal sein. Ein Hoch auf den Flohmarkt, wo man irgendwann doch alles los wird, was man nicht mehr braucht. Jetzt müssen wir aus Hitzlspergers PSP nur noch die Barbie-Spiele klauen, dann werden wir den vielleicht auch noch los.

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PS: Die Qualität des Videos lässt leider etwas zu wünschen übrig. Aber das war bei Bastürk ja nicht anders und wir haben es trotzdem zweieinhalb Jahre toleriert. Der Clip zeigt ein paar Highlights aus seiner Karriere, manche auch zweimal, manche sind gar nicht von ihm und die meisten sind keine Highlights. Ich hab keine Ahnung ob das alles wirklich passiert ist oder ob uns die Technik da einen Streich spielt. Seien wir also guter Dinge und behaupten es sei alles wahr. Umso erschreckender ist es dafür, dass solche Schüsse wie bei 0:26 min einer zu sehen ist, zu den Höhepunkten seiner Karriere gehören.

Brust raus und das VfB-Wappen in the motherf****** Äiiiiiiiiiiiiiaaaaaaar!

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Auslosung Champions League-Achtelfinale: VfB Stuttgart - FC Barcelona. So soll es wohl sein. Man will uns wohl nicht m Viertelfinale der Champions League. Und die Wettmafia hat wieder zugeschlagen. In einem kasachischen Twitter-Post wurde gerade gemeldet, dass in Usbekistan 1,36772 Millionen Pesetas auf exakt diese Paarung gesetzt wurden - plus 1,36662 weitere Millionen auf das Heimrecht des VfB im ersten Spiel. Schon merkwürdig, würde Columbo jetzt sagen. Nun gut, diese ganzen korrupten Machenschaften können unser Team nicht interessieren, denn jetzt gibt‘s Zunder. Ich habe vorhin mit meinem Freund und Mentor Christian Gross gesprochen, ihm zu dem langweiligen Los gratuliert und ihm nebenher ein paar Tipps gegeben. Nichts Grossartiges, nur ein paar neue Impulse:

Hier meine taktischen Umstellungen:

  • Zunächst würde ich mit 11 Feldspielern spielen und ohne Torwart. Die Barca-Scharfschützen wären total irritiert und Jens Lehmann könnte zum Beispiel gerne den Stollenkoffer tragen und die Stollen etwas anspitzen.
  • Cellozi und Boka sollten gegen die wuseligen Ibrahimovic und Henry in die Innenverteidigung rücken und ihnen das Leben zur Hölle machen.
  • Auf den Außenpositionen würde ich die erfahrenen, defensivstarken und pfeilschnellen Marica und Gebhard einsetzen. Mit einigen brotlosen Zaubertricks an der Außenlinie sollen sie den talentierten Barca-Jungstars Xavi, Messi und Iniesta zeigen was Fußball bedeutet.
  • Im defensiven Mittelfeld spielen wir dann mit einer Quattro-Sechs die sich dann bei Ballbesitz blitzschnell in eine offensive Triple-Zehn verwandelt. Der vierte im Bunde macht kurz Trinkpause. Namen sind hier Schall und Rauch. Ich würde hier die drei formstarken H‘s empfehlen: Hilbert, Hitzelsperger, Hleb. Zudem Asgeir Sigurvinnson mit runtergelassenen Stutzen als medientauglichen Style-Faktor.
  • Im Sturm spielen wir mit dem abgezockten Julian Schieber und unserem rumänischen As Marica. Hauptgrund: die Barca-Spieler Puyol und Piquet gehen dann nämlich nicht richtig ran, weil sie denken die beiden A-Jugendlichen wären noch in der Ausbildung.
  • Als elfter Feldspieler agiert der wuselige Alexander Hleb, der aber unter seinem VfB-Dress ein Barca-Trikot an hat und sich in passenden Situationen kurz umzieht und dann knallhart zuschlägt - Verwirrung, Fehlpass, Traumtor! So sieht‘s aus.
  • Zudem agieren wir definitiv ohne Auswechselspieler, damit die 11 Spieler auf‘m Feld nicht denken, sie könnten irgendwann raus. Nein, ein Spiel dauert 90 Minuten oder länger, gelle.

Also Christian, selbstverständlich wird es etwas dauern, bis die neue Taktik fruchtet, aber nach einem knappen 1:0 Heimsieg auf der Baustelle (Tor: Flugkopfball Cellozi 91.), werden wir diesem Dorfklub aus Spanien mal zeigen wie das Bällchen läuft und die Katalanen in ihrem eigenen Stadion eine Lehrstunde erteilen. Ein 5:1 durch fünf Puyol-Eigentore ist, denke ich, realistisch. Freu‘ mich auf jeden Fall auf das Spiel.

P.S. Und noch was liebe VfB-Kicker: vergesst bitte dieses werbewirksame “Mes que un Club”-Marketing-Tool, das dieser Provinzverein sich da in sein Stadion schreiben hat lassen. Also Männer, Brust raus und das VfB-Wappen in the motherf******  Äiiiiiiiiiiiiiaaaaaaar!

P.S.2: Hab‘ grade gemerkt, dass ich Marica und Hleb doppelt eingesetzt habe, aber das packen die beiden. Man muss sie nur stark reden, Christian.

P.S.3: Fette Konsole.

Der dümmste Torwart der Welt

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Kommentar dazu folgt morgen früh!

Update!

Also, here we go! Zur Einstimmung noch ein kleines, etwas älteres, aber lustiges Video. Watch it!

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Manchmal machen Kinder Dinge, die Erwachsene einfach nicht verstehen und die nur in Kinderland zugelassen sind. Und das ist auch völlig O.K. Doch wenn es Überhand nimmt, dann gibt‘s Ärger mit den anderen Kids oder halt mit den Erwachsenen. Gestern gab es eine vergleichbare Situation in Mainz, als unser aller geliebter Ex-National- und bald auch Ex-VfB-Torwart Jensi-Popensi Lehmann wieder mal Sachen gemacht hat, die selbst in Kinderland nicht geduldet worden wären. Er hat nämlich das Spiel seiner Kameraden kaputt gemacht.
Gut, ich meine, bestimmt hat er das nicht mit Absicht gemacht oder er hatte einfach Angst vor dem Schwarzen Mann und hat etwas über reagiert. Könnte ja sein. Aber ich vermute eher, dass Herr Lehmann in seinem Über-Ich irgendwo ein Schwarzes Loch hat, das er kompensieren und füllen muss. Schließlich ist es nicht so einfach, einen sportlichen Abstieg als Nationalmannschaftsheld von Arsenal London zum Dorftorwart beim VfB zu verkraften. Da muss schon ein kleines Ego-Tänzchen und Schwätzchen ins Spiel integriert werden. Und lange Zeit verzeiht man seinen “größeren” Spielkameraden eben solch mehr oder weniger lustigen Eskapaden ja auch, aber wenn diese dann in Dummheit mutieren und den anderen Kindern das Spiel verderben, dann können Kinder auch ganz schön böse werden. Und auf die Kindergärtner Herr Held, Staudt und Co. darf man auch gespannt sein.

Nun, ich weiß nicht wie die VfB-Busfahrt von Mainz nach Stuttgart gestern Abend verlaufen ist, aber gerne hätte ich da mal reingespickelt. Ob die Ostblock-Connection Marica und Kuzmanovic ihre vollen Zitronentees auf Jensi-Popensi geschmissen haben oder Cacau aus Versehen seinen Kakao … aaah ‘ne der würde sowas nicht machen. Oder vielleicht der Pogrebnyak seinen Flachmann auf ihn … Man weiß es wirklich nicht. Aber so gut wie sicher ist, dass der gute Jensi keine spaßige Rückfahrt erleben durfte, wenn er denn überhaupt mitgefahren ist. Oder vielleicht haben sie ihn auch gar nicht mitfahren lassen und mit einem Thera-Band hinten am Bus fest gebunden und mit einer Sofortmaßnahme und zusätzlichen Laufeinheit bestraft. Auf jeden Fall dürfte er in den nächsten Tagen eine Nominierung zum “Dümmsten Torwart der Welt 2009″ erhalten und seiner Favoritenrolle sicherlich gerecht werden, wenn die Auszeichnung in einigen Wochen dann am Starnberger See von Oli Kahn und Tomislav Piplica vergeben wird. Schön, dass du da warst Jensi Popensi und noch schöner, wenn du bald am Starnberger See irgendwelchen Bazis aus Versehen auf den Fuß tapst und denen dann mit deinem Intellektuellen-Blick die Story vom Pferd erzählst.

VfB-Retter in zweifelhaftem Licht

Nun der VfB hat sein Versprechen gehalten. Nicht. Mein PIG-Kollege Marlon aka brando hat eine Wette und eine Flasche rumänischen Portwein gewonnen, weil er die Mechanismen in diesem Bizz eben in und auswendig kennt. Und der gute Herr Babbel musste doch noch vor der Winterpause gehen. Nun haben die Herren am Wasen diesen Schweizer namens Christian Gross ins Boot geholt. Er soll den Ruf des VfB wieder herstellen und die Mannschaft am Schlafittchen packen. Wir haben mal eben etwas recherchiert und (wo sonst) auf YouTube ein Filmchen ausgegraben.

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Für mich stellt sich Herrn Gross in folgendem zweifelhaftem Licht dar: Erstens spricht er schwer zu verstehendes Deutsch, wie so viele Schweizer, aber mit Magnin hat er sicher einen lustigen Überstzer. Zweitens, munkelt man, ist er seit einigen Monaten dem Alkohol verfallen, wie das Video vermuten lässt. Als Genießertyp könnte er jedoch die triste Stimmung bei den Profis etwas aufhellen. Pogrebnyak hat, wie ich gehört habe, präventiv ja sowieso immer einen Flachmann im Hüftgürtel. Und drittens kommt er anscheinend aus der Philosophenkommune Basels. Man muss nur genau hinhören in dem Filmchen. Meine Befürchtung: damit könnte er den einen oder anderen VfB-Einstein verunsichern. Außer die paar ausländischen Mitspieler eben, die sowieso nur Bahnhof oder Dollar verstehen. Nun denn, ich glaube trotzdem, dass er ein guter Trainer ist und den Knopf findet, um den VfB doch die Champions League gewinnen zu lassen. Und wenn nicht spielen wir nächstes Jahr eben gegen Wacker Burghausen um Punkte und der Herr Gross heuert als Baldessarini-Nachfolger bei Boss als Opa-Model an. Also, nichts für ungut Herr Gross, es grüßt ein VfB-Fan mit Herz. Nette Pressekonferenz übrigens damals!

Der VFB ist 4. - Pogrebnyak nun 1.

Guten Morgen liebe Stuttgart-Fans. Das war mal wieder ein Wochenende, oder? Klasse. Am Sonntag hieß es Bayer Leverkusen gegen VFB Stuttgart-Amateure. Tabellenführer gegen den Vorletzten. Spitzenspielcharakter, würde ich sagen. Und so ging es auch los, zehn Minuten ein super Fußballspiel, gleichwertige Mannschaften und die eine oder andere Chance auf eine Chance. Wenn dann nur der Schlusspfiff gekommen wäre… Er kam aber nicht. Leider. Leverkusen gewann das Spiel 4:0, Pogrebnyak hat Marica endgültig an der Spitze der schlechtesten Fußballer abgelöst und ich habe nun Augenkrebs. Dumm gelaufen. Kaum zu glauben, dass dieser Haufen die ganze Woche stundenlang trainiert und zwei bis drei Milliönchen im Jährchen verdient. Wofür? Damit sie sich am ersten Tag in Deutschland ein kleines Mercedes C63 AMG-chen kaufen können? Drei Millionen für einen etwa drei Meter großen Menschen, der kein einziges Kopfballduell gewinnt, geschweige denn gerade aus laufen kann? Nun aber genug vom Ex-General der Roten Armee. Kommen wir doch mal zu Mr. Bleistift-Oberlippenbart Timo Gebhart. O.K., lieber doch nicht. Ich meine, ich bin wirklich VFB-Fan und ich möchte wirklich ein bisschen Hoffnung vermitteln. Aber es geht einfach nicht. Nicht einmal Arthur Boka, der geheime Teilzeit-Stürmer der Schwaben, der mich immer mehr an Akon erinnert, hat gestern an einen profesionellen Fußball-Sportler erinnert, oder überhaupt an einen Sportler. Oh mann, lasst mich kurz meine Tränen abwischen. Also wen gibt es noch? Herr Lehmann. Ihm kann man wirklich keinen Vorwurf machen, keine Sorge. Sorgen mache ich mir lediglich um den immer größer werdenden Hubschrauberlandeplatz auf seinem Kopf. Aber das tut hier nichts zur Sache. Wie dem auch sei, das war gestern der miserabelste Fußball-Nachmittag meines Lebens. Da konnte mich nicht einmal der Sieg Barcelonas gegen Madrid aufheitern. Aufheitern? Der Zug nach oben ist abgefahren. Sogar die Fair-Play-Tabelle muss ich auf den Kopf stellen, damit meine blutunterlaufenen Augen ein klein wenig aufblitzen können. Vierter Platz für unsere Amateure. Erfolg ist eben auch nur eine Frage der Sichtweise.

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P.S. Nummer 1: Das einzige positive am Auftritt unserer “Süßen Synchronschwimmerinnen” ist, dass ich mit ein bisschen Glück ab nächster Saison, den VFB wieder im Free-TV verfolgen darf, beim DSF, und damit den katastrophalen Kommentaren und Kameraufnahmen von SKY entgehen kann. Ich freue mich.

P.S. Nummer 2: “Am Montag soll die Entlassung des Teamchefs verkündet werden. Das war das Signal am Sonntagabend.” So steht‘s in der Stuttgarter Zeitung. Artikel siehe hier.

Promigeschnatter bei “We will Rock You” - Ein Erlebnisbericht

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Gestern Abend war ich mit meiner besseren Hälfte bei ”We will rock you” in Stuttgart. Das ist ein Musical. Und ich will es vorwegnehmen, es war ein sehr unterhaltsamer Abend, nicht wegen dem Promi-Brimborium drumherum, sondern wegen dem Musical an für sich. Kleine Randanekdoten sollen natürlich nicht unerwähnt bleiben. Doch bevor ich zum Musical komm‘, lasst mich etwas ausholen.

Als ich die Einladung zu “We will rock you” vor einigen Wochen bekam, dachte ich, Alter, jetzt hast du‘s geschafft. Ich weiß zwar nicht was das genau bedeutet, wenn man es geschafft hat hat, aber ‘ne fette Einladung zu ‘ner “Charity-Gala” lag auf‘m Tisch. Bild-Zeitung, Herz für Kinder und so weiter. O.K. ,alles klar, bin ich dabei. Und die international gespickte VIP-Gästeliste las sich auch fett, na ja um ehrlich zu sein, geht so. Ich les‘ mal paar Exemplare runter, die (angeblich) dort waren.

  • Gerhard Mayer-Vorfelder / VfB-Fan - hab‘ ich nicht gesehen, hatte wahrscheinlich ‘ne Trollinger-VIP-Loge.
  • Brian May / Queen-Original-Gitarrist und Astrophysiker- hatte immer noch die gleiche Matte wie vor 30 oder 40 Jahren auf dem Kopf und seine Gitarre wahrlich im Griff. Das mit dem Astrophysiker ist kein Scherz, Wöööööörd!
  • Sami Khedira / momentan verletzter VfB-Mittelfeld- und Nationalspieler mit Migrationshintergrund - war mit seiner blonden Freundin da und hat später im Gang der Queen-Lounge bissle jongliert und den Spenden-Hut hingehalten. Guter Zweck, nä. Sein Rekord war 9. Als er einmal kurz davor war die 10 zu schaffen, hab‘ ich ihn abgegrätscht (klar Ball gespielt) und ‘nen Konter an die Bar eingeleitet. Dort hatte ich mit dem Barkeeper gewettet, dass er keine 10 schafft.we-will-rock-you_sami_khedira
  • Ralf Rangnick / bester Fußballtrainer der Welt - hab‘ ich in der Pause kurz Hallo gesagt (kenn‘ ich noch von früher, war irgendwann 2006 bei uns auch im PIG-Interview). Nach einem kurzen Small-Talk, kam Sami Khedira ins Gespräch gegrätscht und beging meiner Meinung nach ein Revanche-Foul. Der Schiri hat‘s durchgehen lassen und ich konnte mich wieder wichtigeren Dingen zuwenden.
  • Roberto Blanco / Entertainer, ebenfalls mit Migrationshintergrund - hab‘ ich nicht gesehen, obwohl als es im 2. Akt mal ganz dunkel war, blitze so ‘n kleines Weiß auf …
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Es war einmal

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Was ist nur los mit unseren Jungs vom VFB? Die Leistung und die Spielweise der Mannschaft erinnern derzeit sehr an das weltberühmte Topfschlagen: Während die Spieler planlos auf dem Rasen umherirren und Löcher in die Luft kicken, sitzt der treue Fan vor der Glotze oder im Stadion und denkt sich “kalt…kälter…eiskalt”. Im Spielaufbau findet man weder Ideen, noch Motivation. Das Schema ist von Spiel zu Spiel das selbe. Wenn es gut läuft, darf man 30 Minuten akzeptablen Fußball beobachten, bevor die Leistung im Sturzflug weit unter Null sinkt (zum Beispiel gegen Glasgow und Urziceni). Wenn es dagegen schlecht läuft, kann jeder Fan nur von solchen 30 Minuten träumen, so geschehen gegen Köln und Lübeck. Besonders möchte ich dabei auf Roberto Hilbert rumhacken. Zwei Kumpels haben sich die Mühe gemacht und seine Flank-Versuche mitgezählt. 38 - verteilt auf drei Spiele - benötigte der Bubi, bis die erste Flanke auf einen Mitspieler kam. Klasse Quote, Roberto.

Bleibt nur die Hoffnung, dass der Knoten bald platzt und der VFB wieder attraktiven und erfolgeichen Fußball spielt. Bis dahin müssen wir uns an alten Zeiten ergötzen. Und was eignet sich hierzu besser, als das Champions-League Spiel gegen Manchester United vor fast genau sechs Jahren. Am 1. Oktober 2003 zerlegten die Stuttgarter (mit Szabic, Kuranyi, Lahm und Hleb) die Jungs von ManU mit 2:1. Ein Sieg “von dem wir lange zehren werden” so der damalige Trainer, Magath. Recht hatte er. Das Video oben ist meiner Meinung nach eines der besten aller Zeiten… Gänsehaut!

Der VfB, die Rumänen und die Porsche Arena

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Das ist das Wappen des CL-Gegners des VfB. Mr. Zufall hat es so gewollt. Vor ein paar Minuten wurde der VfB gegen meine rumänischen Freunde vom FC Timisoara gelost. Mein Herz blutet, da mein VfB gegen genau die Mannschaft spielt, die meiner Geburtsstadt fast so nahe ist wie mein Herz dem roten Brustring. Aber eben nur fast. In diesem Sinne hoffe ich, dass die UEFA eine Ausnahmegenehmigung erteilt und beiden Clubs eine Eintrittskarte in die CL-Gruppenphase verkauft. Die Rumänen haben zwar keine Lobby bei der UEFA, aber viel Erfahrung in Sachen Schmiergeld. Der VfB hat wahrscheinlich auch keine Lobby bei Herrn Platini, aber einen Weißrussen im Team, der die Timisoaraner in der Telefonzelle foppt. Insofern wird edas schon schief gehen.
Einfach wird es trotz Alex nicht. Mein Vater, ganz großer Experte in Sachen rumänischer Fußball, hat gemeint das ein Mogul, Tycoon oder Großindustrieller die Mannschaft mit ein paar ordentlichen Spielern und zwei, drei Dosen Securitate-Wodka sponsert. Also VfB, 18er-Alustollen drauf, leicht angeschliffen, zwei, drei Übersteiger am eigenen Strafraum und schon schwillt die rote Brust.

Doch vorher freue ich mich auf ein gediegenes Brett für Wolfsburg, Veh und VW heute Abend. Das Rückspiel findet übrigens nicht in der Mercedes-Benz Arena statt, sondern in der Porsche Arena.

Hleb zurück in Stuttgart!

vfb-meisterbild

Et is fix und ich freu mir ‘nen Loch in Bauch. Einer der besten Kicker, den der VfB je rausgebracht hat ist zurück in Stuttgart. Gerade wird er auf  einer Pressekonferenz vorgestellt. Und dieses Bild darf auch Mario Gomez am Ende der Saison erleben, leider nur im Fernsehen. Alex führt uns zu diesem Bild. Mit Sicherheit. Bei der Champions-League schaumermal was raus kommt. Mit Sicherheit aber mindestens das Finale, das wir dann 3.0 gegen Barca gewinnen.


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